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Person aus Umflut gerettet

Unwetter in Coesfeld: Seit 6:50 Uhr Ausnahmezustand

Am Wahrkamp unterstützt Landwirt Heskamp aus Flamschen die Feuerwehr und pumpt das Wasser ab. (Foto hlm)

Am Wahrkamp unterstützt Landwirt Heskamp aus Flamschen die Feuerwehr und pumpt das Wasser ab. (Foto hlm)

Coesfeld, 24.06.16 (hlm). Das heftige Unwetter in der Nacht von Donnerstag (23.06.) auf Freitag (24.06.) war ein Naturschauspiel mit Wetterleuchten nahezu im Sekundentakt. Soweit das Positive. Das Negative: Sturmböen, Hagel und Regen setzten ordentlich zu. Auf Nachfrage der Coesfelder Nachrichten berichtet der Leiter der Feuerwehr, Richard Schulze-Holthaus, von einem Ausnahmezustand seit 6:50 Uhr. Eine Person musste am Südring / Cronestraße aus der Umflut gerettet werden. Im gesamten Stadtgebiet, Wahrkamp, Sirksfeld und in Stockum rückten die Einsatzkräfte aus, um Keller leer zu pumpen. Die Bergallee bis zum Kloster Gerleve wurde wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Über die ganze Nacht hinweg war die Feuerwehr im Einsatz, unterstützt von der Polizei. Die Aufräumarbeiten halten an.

Am Wahrkamp leistet Landwirt Heskamp der Feuerwehr Hilfe und pumpt mit seinem Trecker das Wasser ab. „Die großen Hagelkörner und der Sturm haben die Blätter von den Bäumen gerissen, die die Abflüsse verstopften“, meint der Flamschener. Ein großer See habe sich gebildet. Besonders die Bewohner des Hauses an der Ecke Wahrkamp/Bergallee hat es getroffen. Der Keller lief voll. Auch andere in der Straße blieben nicht verschont. „Der Verkaufsschlager in den Baumärkten sind Gummiabzieher“, meint eine Coesfelderin.


Während die Mitarbeiter des Bauhofes mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, blicken die Arbeiter der Stadtwerke Richtung Fürstenwiese. Der Wasserpegel der Berkel steigt unaufhaltsam. Das meiste Wasser führt die Umflut ab. Das reicht nicht. Wie Rolf Hackling von Abwasserwerk mitteilt, wird ein Teil des Wassers durch die Innenstadtberkel abgeführt werden müssen. Zusätzlich ist das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) an der Fürstenwiese angesprungen. Über einen Durchlass fließt Wasser in das große Speicherbecken und entlastet so die Berkel. Seit Jahren das erste Mal. Einige Coesfelder haben sich auf der Brücke am Blomenesch eingefunden. Smartphones in der Hand machen sie ein paar Bilder. Ein Bewohner des Viertels erinnert sich an das letzte Hochwasser, wo sich die Fürstenwiese in einen See verwandelte: „Das mag so Ende der 1970er Jahre gewesen sein.“

Hochwasser in Coesfeld

Eine Riesenpfütze versperrt den Rad- und Fußweg an der Billerbecker Straße (Foto hlm).

Gegenüber des Durchlasses zum HRB Fürstenwiese hat sich die Berkel in Richtung Billerbecker Straße auf den Rad- und Fußweg ausgebreitet. Ob noch eine weitere Hochwasserwelle aus Richtung Billerbeck kommt, ist noch ungewiss. Gewiss ist nur, dass die Wahrscheinlichkeit, mit solchen Regenereignissen konfrontiert zu werden, weiter zunimmt. Berichte von Überflutungen in unserem Landstrich sind keine Seltenheit mehr. Um auf solche drohenden Katastrophen besser gewappnet zu sein, plant die Stadt Coesfeld mit dem Regionaleprojekt BerkelStadt rund 5,1 Millionen Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes in der Fürstenwiese zu investieren.

Weiter Bilder vom „Tag danach“ gibt es hier.

Die Stadt zum Spielplatz machen

Noch Plätze frei bei Ferienprojekten der Stadt Coesfeld

160624kulturstrolche

Spielen in der Stadt wurde auch beim Kinderkulturprojekt „Playstation Coesfeld“ in 2015 großgeschrieben.

Coesfeld, 24.06.16 (PM). Spielen, sich verstecken, geheime Orte aufspüren, einen Unterschlupf bauen, Neues entdecken, die Stadt zum Spielplatz machen. Das alles können Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren beim Kinderkulturprojekt „Zugvögel und Nestbauer“ ausprobieren.

Vom 25.07. bis 29.07. können die Kinder jeweils von 8 bis 15 Uhr Abenteuer in ihrer Stadt erleben. Zusammen mit anderen bauen sie ein Nest aus Kissen und Decken an einem geheimen Ort, bekannte Plätze werden aus einer neuen Perspektive erlebt und schon geht’s weiter zum nächsten Versteck.

Beim Kinderkulturprojekt erobern Kinder den öffentlichen Raum für sich. Sie dürfen an ungewöhnlichen Orten spielen. Sie nehmen Kontakt mit den Menschen in der Stadt auf. Drehen kleine Filme. Entwickeln eigene Spiele oder Theaterszenen und verändern das Stadtbild. Begleitet und angeleitet werden sie von erfahrenen Kulturpädagogen, die die Ideen der Kinder aufgreifen und spielerisch umsetzen.

Treffpunkt ist tägliche im PZ des Schulzentrums an der Holtwicker Straße.

Die Kosten für das Projekt betragen 50 € inkl. Mittagessen und Getränke, Geschwisterkinder zahlen 30 €, für Empfänger von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II reduzieren sich die jeweiligen Beträge um 50 %.

Theaterbegeisterte Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren haben noch die Möglichkeit, sich beim Projekt „Alles im Fluss – Abenteuer Berkelgasse“ anzumelden. Vom 01.08. bis 12.08. entwickelt die Gruppe täglich von 8 Uhr bis 13 Uhr ein eigenes Theaterstück mit verschiedenen Figuren, bunten Kostümen und Tanz. Zwei Wochen wird die Gruppe zusammenspielen, proben und arbeiten bis das Stück am Samstag, den 10.09.2016 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „BerkelEventRaum: Drunter und Drüber“ in der Coesfelder Innenstadt uraufgeführt wird. Geleitet wird das Projekt von der Theaterpädagogin Gabriele Jasper aus Münster, unterstützt wird sie von der ausgebildeten Musicaldarstellerin Sandra Döring.

Auch dieses Projekt kostet 50€/30€, Ermäßigungen gelten wir beim Kinderkulturprojekt.

Wenige freie Plätze gibt es noch bei der Kinderstadt „Klein Kuhfeld“. Termine sind 01.08. bis 05.08. und 08.08. bis 12.08., jeweils 8 Uhr bis 13 Uhr oder 8 Uhr bis 15 Uhr. Auch beim „I-Männchenprojekt“, das vom 15.08. bis 19.08. im Jugendhaus Stellwerk stattfindet, können noch Kinder angemeldet werden.

Anmeldungen und Fragen werden von Gabi Kaudewitz unter der Telefonnummer 02541 – 939 2230 und Sabine Wessels, Tel. 02541 – 939 2229 entgegengenommen.

Infos zu allen Ferienprojekten der Stadt Coesfeld unter www.junges-coesfeld.de.

Sie sind da, wo sie gebraucht werden

Kinder- und Jugendarbeit unterwegs Coesfeld, 22.06.16 (hlm). „Wenn wir mit dem bunten Mobil unterwegs sind, winken uns junge Menschen zu“, beschreibt Martin Walter, vom Jugendhaus Stellwerk, die Bekanntheit des farbenfrohen Transporters. Voll gepackt mit Materialien fürs draußen Spielen steuern die Jugendarbeiter feste Standort in Coesfeld an: De-Bilt-Allee, Lübbesmeyerweg, Karlsbeckerweg und den Skaterpark in Lette. Den…

„Zeigen, wie schön Coesfeld ist“

2. Vespa- und Apetreffen als vollen Erfolg gefeiert

Der volle Spaß stand bis zum Schluß, bei der Verlosung im Vordergrund des Treffens. Daniel Haupt gewinnte bei der Verlosung die Vespa für die Wand, überreicht von Toni und Rosi Manusé und Mitorganisator Michael Banneyer (Foto hlm)

Der volle Spaß bis zum Schluß, bei der Verlosung im Vordergrund des Treffens. Daniel Haupt (r.) gewinnt bei der Verlosung die Vespa für die Wand, überreicht von Toni (2 r.) und Rosi (3. r.)  Manusé und Mitorganisator Michael Banneyer (l.).
(Foto hlm)

Coesfeld, 19.06.16 (hlm). Da können sich die Vespafans Michael Banneyer und Rosie und Toni Manusé gegenseitig auf die Schultern klopfen. In der Summe war das zweite Vespa- und Apetreffen im Industriepark Nord.Westfalen ein voller Erfolg. Der Eishersteller Manusé ist überzeugt das allein bei der Ausfahrt fast 200 Vespa- und Apebegeisterte teilgenommen haben. Über die sozialen Netzwerke bekannt geworden, zog es die Fahrer nicht nur aus dem nahen Umfeld an. Aus Appeldorn und sogar aus dem sauerländischen Arnsberg knatterten die Fans heran. Die gemütliche Tour ging um Coesfelds Umgebung bis in Baumberge hinein. Michael Banneyer: „Mir ist es wichtig den Leuten zu zeigen, wie schön Coesfeld und seine Umgebung sind.“

Aus vielen Mündern ist schon der Ruf nach der Wiederholung zu hören. Nächstes Jahr wird das 3. Vespa- und Apetreffen stattfinden. Da ist sich Banneyer sicher.

Bilderstrecke vom Treffen gibt es hier.

Vernetzen durch Kooperationen

Jetzt auswählen – VHS-Programm 2016/2017 ist verfügbar

Dr. Mechthilde Boland-Theißen und Jürgen Rasch von der VHS setzen auf Verstärkung der Kooperationen und Netzwerkbildung (Foto hlm)

Dr. Mechthilde Boland-Theißen und Jürgen Rasch von der VHS setzen auf Verstärkung der Kooperationen und Netzwerkbildung (Foto hlm)

Coesfeld, 16.06.16 (hlm). Auf dem Tisch von Dr. Mechthilde Boland-Theißen, Direktorin der Volkshochschule (VHS), liegt es. Das dritte Jahresprogramm der VHS, auf 64 Seiten gedruckt, mit rund 800 Angeboten zur Weiterbildung. Das bildet einen Teil dessen ab, was die VHS leistet und anbietet. Das Aufgabenspektrum hat sich längst ausgeweitet. Umfassendes läuft außerhalb des Gesichtsfeldes der breiten Öffentlichkeit. Zum Beispiel die Beteiligung am Gesundheitsforum Coesfeld mit verschiedenen Medizinern. Der Kooperation mit unterschiedlichen Schulen in Coesfeld und Umgebung, um Expertenwissen über Zeitmanagement oder Eigenakquise in die Klassen zu tragen. Oder den Bedarf an Integrationskursen, in denen Flüchtlinge den ersten Zugang zur deutschen Sprache finden, kurzfristig zu decken.

Die Klassiker des Weiterbildungsangebotes bleiben bestehen. Aber eine Sparte findet immer mehr Zuspruch. Die Zahl von Institutionen, die das Angebot von hauseigenen Schulungen nutzen, steigt. Damit verlagert sich der Unterrichtsort in die Räume der Kunden. Unberührt davon bleiben die fest etablierten Sprachkurse der VHS. Schließlich geht es um Verlässlichkeit. Die Gewissheit nach einem absolvierten Kurs mit dem Nachfolgekurs weiter zu machen. Einen Fingerzeig ins Programmheft macht Dr. Boland-Theißen. Ein Versuchsballon steigt: Eine spezielle Vortragsreihe, die den Zugang und das Verständnis zur Kunst in einen anderen Blickwinkel rückt. Dazu hat die VHS den Referenten Dr. Hans-Martin Dziersk ins Haus holen können. „Mit seiner eloquenten und witzigen Art reist er mit seinen Zuhörern durch die Kunst“, beschreibt die Direktorin der VHS den Kunsthistoriker. Eine kleine Geschmacksprobe gefällig?

Programmerweiterung an einem neuen Standort erfährt die Rubrik Kunst & Kultur. Nach dem umfassenden Umbau und der Fertigstellung des Hofs Schoppmann in Darup kann Kursleiterin Karola Wortmann mit Pinsel und anderen Malwerkzeugen dort mit den Teilnehmern der Kreativität Lauf lassen. „Dieses Kursangebot ist ein Beispiel dafür, wie durch enge Zusammenarbeit ein gemeinsamer Weg gefunden wird“, so Boland-Theißen. Ein Schwergewicht der Arbeit in der VHS ist, sich an der Integration der Flüchtlinge mit praktischen Angeboten zu beteiligen. Eine große Bedarfslücke schließen die Kursleiter und ehrenamtlich Aktiven, um den Schutz suchenden Menschen den Zugang in unsere Gesellschaft niedrigschwellig zu ermöglichen: Vermitteln der Grundkenntnisse der deutschen Sprache, die Anwendung und der Umgang im Alltag.

Eine positive Bilanz zieht Dr. Boland-Theißen mit dem Jahresprogramm. Das frühere Halbjahresprogramm hatte viele Kapazitäten gekostet, die nun anderen Kernaufgaben zufließen.

Das aktuelle VHS-Programm 2016/2017 gibt es als PDF zum Download hier.

Funkrock zwischen Beruf und Familie

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CN-Serie band.lokal

Motofunk spielt Motofunk

Logo_Motofunk_webCoesfeld, 15.06.16 (hlm). Unweigerlich strömt vom Kopf in die Beine das Verlangen zur Tanzfläche zu schreiten, wenn Stefan Lenzig (39 Jahre), alias Steffire, den Rhythmus für die Coesfelder Band Motofunk mit seiner Gitarre vorgibt. Sein Stil ist Teil des Bandnamens: Moto von Motor. Er ist der Antrieb. Er gibt die Riffs vor, an denen sich die anderen Bandmitglieder entlang arbeiten. Den Wortteil „Funk“ mit der Musikrichtung zu parallelisieren ist zu einfach. Motofunk hat seinen eigenen Sound, mit einer Mischung aus Funk, Rock, Hardrock und untertönigen Metal-Klängen.

Schlagzeuger MotoMoto, Ansgar Wilde. (Foto hlm)

Schlagzeuger MotoMoto, Ansgar Wilde. (Foto hlm)

In der bisherigen siebenjährigen Bandgeschichte mischte die Gruppe auf rund zehn Liveauftritten mit. Darunter mehrmals bei Rock am Turm. Schlagzeuger Ansgar Wilde, alias MotoMoto: „Uns gab es als kleine Besetzung schon vorher.“ Mit dem Bassisten Nico Eysing (38 Jahre) spielte der 39-jährige Ansgar seit seiner Jugend zusammen – im lockeren Verbund. Für Motofunk gilt 2009 als Geburtsjahr. Da stieß der 39-jährige Leadgitarristen Marc Bienbeck als ZuluMac dazu.

Bassist RedhotNiyco, Nico Eysing. (Foto hlm)

Bassist RedhotNiyco, Nico Eysing. (Foto hlm)

Rein Instrumental übte das Quartett fleißig. Das i-Tüpfelchen brachte 2011 Frontsängerin Stephanie Osterholt, alias Singatrix, ein. Die rockige Stimme verleiht Motofunk einen weiteren unverwechselbaren Charakter. Immer wieder schwingend zwischen Hochspannung und emotionsgeladenen Elementen zieht Motofunk die Zuhörer in den Bann. Auf der Pfingstwoche 2016 wurde die Band als Highlight gefeiert.

Rhythmusgitarist Steffire (Stefan Lenzing) (Foto hlm)

Rhythmusgitarist Steffire, Stefan Lenzing. (Foto hlm)

Was auf der Bühne nach einem gelungenen Improvisationsspiel aussieht, ist harter und intensiver Arbeit im Übungsraum vorausgegangen. Bienbeck: „Liveauftritte sind für uns die Belohnung für die lange Arbeit im Proberaum.“ Tagsüber sind die fünf im IT-Bereich, in der Messtechnik, im Gesundheitswesen oder in der Elternzeit beschäftigt. In ihrer Freizeit treffen sich die Bandmitglieder an ihren Musikinstrumenten.

„Wir machen das just vor fun“, so Nico (RedhotNiyco). Aus Liebe zur Musik. Einen Komponisten hat die Band nicht. „Hier bringt jeder was rein“, umschreibt die 39-jährige Sängerin das kreative Zusammenspiel.

Die Sessions im Übungsraum werden zur Bewertung aufgezeichnet, als Basis für die Optimierung der Komposition. Immer wieder fein justiert entsteht nach und nach ein neues Musikstück. Die erste CD „Motofunk“ hat die Band mit eigenem Equipment aufgenommen und mit einigen Überraschungen versehen. Ein Hörgenuss für Liebhaber von Funkrock-Rhythmen, falls sie nicht live auf der Bühne erlebt werden können.

Frontsängerin Singatrix, Stephanie Osterholt. (Foto hlm)

Frontsängerin Singatrix, Stephanie Osterholt. (Foto hlm)

Leadgitarrist ZuluMac, Marc Bienbeck. (Foto hlm)

Leadgitarrist ZuluMac, Marc Bienbeck. (Foto hlm)

Zusammenarbeit statt Konkurrenz

Brustzentrum feierte zehnjähriges Bestehen

Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Brustzentrums Münsterland in der Christophorus-Klinik.

Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Brustzentrums Münsterland in der Christophorus-Klinik.

Coesfeld, 15.06.16 (PM). Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist Brustkrebs. Viele von ihnen werden inzwischen geheilt. Dabei helfen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, neue Therapien und interdisziplinäre Zentren, in denen diese Behandlungen geplant und durchgeführt werden.

Hier in der Region haben sich dafür vor zehn Jahren drei Krankenhäuser in Münster und Coesfeld zum „Brustzentrum Münsterland“ zusammengeschlossen. Aus diesem Anlass hatte das Brustzentrum an den Christophorus-Kliniken in Coesfeld zu einem kleinen Festakt eingeladen, bei dem neben den Mitarbeitern der einzelnen Abteilungen auch die Kooperationspartner und niedergelassene Frauenärzte anwesend waren. Dr. Norbert Riedel, der das Brustzentrum auf Coesfelder Seite aufgebaut hat, erinnerte an die Ursprünge des Zentrums. Es folgten einige Kurzvorträge, mit denen das Leistungsspektrum der Einrichtung präsentiert wurde. Dr. Matthias Göb von der Radiologischen Praxis stellte fest, dass aus früher eher konkurrierenden Einrichtungen wie Praxen und Krankenhaus ein gemeinsames Zentrum entstanden sei, in dem man gern und gut „Hand in Hand“ arbeite. Auf Seiten der Klinik referierten zudem Oberärztin Dr. Ester Zehren sowie die Leiterin des Brustzentrums, Dr. Ute Middermann-Blank. Letztere dankte in ihrer Abschlussrede dem „tollen Team“ des Coesfelder Brustzentrums, in dem neben spezialisierten Ärzten speziell ausgebildete Brustschwestern, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten, Seelsorger und Psychoonkologen zusammenarbeiten, um erkrankte Frauen ganzheitlich und optimal zu behandeln.

Infokasten Brustzentrum Münsterland 

Das Brustzentrum Münsterland deckt den gesamten südlichen Teil Münsters sowie den südwestlichen Teil des Münsterlandes ab. Ihm gehören das Clemenshospital in Münster sowie die Christophorus-Kliniken in Coesfeld als Operationsstandorte an. Wöchentlich treffen sich Gynäkologen, Radiologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen sowie eingebundene niedergelassene Ärzte zur gemeinsamen Tumorkonferenz. 

Gratis Wohnen auf drei Etagen

Meerschweinchenhotel in der Maria Montessori Grundschule

Verantwortung für Tiere übernehmen die Montessorischüler mit dem Meerschweinchenhotel.

Angela Wagener (hinten links) leitet die Projektguppe in der Maria Montessori Grundschule, in der Kinder den verantwortungsvollen Umfang mit Meerschweinchen lernen.

Coesfeld, 14.06.16 (PM). Die kleinen Gäste bekommen allen Komfort – sogar gratis: Im Meerschweinchenhotel auf dem Schulhof der Maria Montessori Grundschule. Platz für drei Tiere bietet das Holzhaus. Maßgeschneidert angefertigt, aus wetterfesten Material, von der Tischlerwerkstatt Stefan Roters und der aktiven Unterstützung von Eltern und Sponsoren. Auf drei Etagen finden sich Einzelzimmer mit Ruhezonen, die über Holztreppen miteinander verbunden sind. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen übernehmen den Zimmerservice und versorgen die Meerschweinchen mit Lieblings-Grünfutter.

Auch Außengastronomie ist vorhanden: Das Hotel ist mit einem großzügigen Gehege samt Auslauf kombiniert, das ebenfalls über Spenden finanziert wurde. Die Namensgebung haben die Kinder übernommen. „Oma Fienchen“ ist vier Jahre alt und bringt ihre zweijährigen Zwillingskinder mit: „Trüffel“ ist der Chef des Trios und „Rosalie“. Alle drei bekommen genug Platz. Schon in der Planungsphase für das Hotel wurden die Kinder mit einbezogen, um sie für den Tierschutz zu sensibilisieren.

Das Projekt mit den putzigen Haustieren hat an der Seminarstraße 2013 begonnen. Fächerübergreifend lernen die Schüler die Nagetiere näher kennen. So niedlich Meerschweinchen auch sind, die Arbeit mit den Tieren hat einen pädagogischen Hintergrund. Es geht um Übernahme von Verantwortung und der Entwicklung eines Pflichtgefühls. Nebenbei wird biologisches Fachwissen vermittelt. Im Schulalltag dürfen die Kinder die Tiere pflegen und versorgen. Streichelangebote werden von den „Diplom-Kindern“ in den Pausenzeiten angeboten. 50 Kinder haben das spezielle „Meerschweinchen-Diplom“ erworben. Davon bilden sich sieben Kinder in einem Kurs für Fortgeschrittene weiter zu routinierten Assistenten. Auch eine Fotodokumentationsgruppe gibt es. Die Rahmenbedingungen wurden mit dem Tierschutz abgesprochen.

„Das Leben und Lernen mit den Tieren prägt die Schulgemeinschaft und passt zum Montessori-Konzept“, berichtet Angela Wagener. Diese Pädagogik fördert Eigeninitiative und Selbständigkeit, soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Toleranz und Hilfsbereitschaft, aber auch der Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen werden trainiert. Es geht zudem darum, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und sich anzupassen. Dabei können die Kinder authentische Erfahrungen mit wirklichen Tieren sammeln.

Angela Wagener geht davon aus, dass die Bewohner des Meerschweinchenhotels zu echten Dauergästen werden: „Die Tiere fühlen sich bestimmt sehr wohl in ihrer neuen Umgebung.“

Kurzmeldungen

Aside

Autokran im Kreuzungsbereich Seminarstraße

  • Montag (27.06.) und Dienstag (28.06.)
  • Betroffen: Basteiring zwischen Neustraße und Kreuzung Seminarstraße / Köbbinghof
Strassenskizze der Sperreung am Basteiring und der Umleitung.

Strassenskizze der Sperreung am Basteiring und der Umleitung.

Coesfeld, 23.06.16 (PM). Der Basteiring ist für Kraftfahrzeuge in der kommenden Woche an zwei Tagen nicht passierbar. Am Montag, 27.06., und am Dienstag, 28.06., müssen Autofahrer die häufig genutzte Durchfahrtsstraße um den Innenstadtkern umfahren. Der Abschnitt zwischen Neustraße und der Kreuzung Seminarstraße / Köbbinghof muss abgebunden werden. Grund für die Vollsperrung ist der Einsatz eines Autokrans nahe des Kreuzungsbereichs zur Seminarstraße. Eine Umleitung für Auto- wie LKW-Fahrer ist über die Neutor-, Wetmar- und Seminarstraße ausgeschildert.

Für die Anlieger ist der Basteiring bis zur Baustelle an Haus Nr. 10 frei. Die Einbahnstraßenregelung, die auf diesem Straßenabschnitt gilt, wird für diese beiden Tage aufgehoben, so dass Anlieger den Basteiring auch in entgegengesetzter Richtung befahren bzw. verlassen können. Verkehrsteilnehmer, die vom Rulandweg kommen, sollen in diesem Zeitraum nach links auf den Basteiring fahren.

Fragen zur geänderten Verkehrsführung am 27. und 28.06. beantwortet bei der Stadtverwaltung im Fachbereich Bürgerservice und Ordnung, Rudolph Berning, Telefon: 0 25 41 / 939-10 22.

Aside

Unwetter flutet Straßenabschnitt

Coesfeld, 08.06.16 (hlm). Kurz und heftig. Solche unwetterartigen Regenereignisse strapazieren die Kanalnetze immer wieder. Um Coesfeld herum schützen mehrere Speicherbecken (Regenüberlaufbecken) die Innenstadt vor Flutwellen aus den fließenden Gewässern. Sie können aber nicht die Wassermassen aufhalten, die innerstädtisch auf den versiegelten Flächen abfließen. Die Folge: Kanalrohre können das Regenwasser nicht schnell genug ableiten. Stellenweise kommt es zu Überflutungen, wie es der Youtubefilm von Aleg Good zeigt.

Aside

Ideenabende für Berkelaktionstag in Coesfeld

COESFELD, 08.06.16 (PM). Lokal präsent und überregional vernetzt – die Berkel wird am 11. September 2016 bei einem gemeinsamen Aktionstag der Kommunen Billerbeck, Coesfeld, Gescher, Stadtlohn und Vreden gebührend gefeiert. Alle Attraktionen und Mitmach-Aktionen entlang der Berkel koordiniert das sechsköpfige Expertenteam „berkeln“ unter der Federführung der Coesfelder Journalistin und Buchautorin Doris Röckinghausen. „Wir möchten möglichst viele Berkelfans miteinbeziehen, tolle Ideen vor Ort grenzüberschreitend zusammenführen und ein gemeinsames Fest rund um die Berkel feiern“, lädt Doris Röckinghausen deshalb alle Interessierten zur Ideenwerkstatt am 8. Juni in Coesfeld, 19.30 Uhr, Valkenhof, ein.

Aside

30 Senioren der Caritas-Tagespflege machten sich auf zur Maiandacht ins Kloster Annenthal.

30 Senioren der Caritas-Tagespflege machten sich ins Kloster Annenthal auf.

Caritas Tagespflege Coesfeld besucht das Kloster Annental

Coesfeld, 30.05.16(PM). Zur diesjährigen Maifeier war die Caritas-Tagespflege Coesfeld mit 30 Tagesgästen in das Kloster Annenthal geladen. In der Klosterkapelle hielten die Gäste zusammen mit den Schwestern und dem früheren Pastoralreferenten Andreas Hinz eine feierlich gestaltete Maiandacht mit besinnlichen Texten und vielen Marienliedern zum Thema „Maria, Mutter der Barmherzigkeit“. Im Anschluss erfolgte bei Kaffee und Kuchen ein reger Gesprächsaustausch in der liebevoll dekorierten Kloster-Cafeteria, bevor die Maifeier mit einem Besuch der Marienstatue im Klostergarten beendet wurde. Die Freude über diesen gelungenen Nachmittag war bei allen Teilnehmern so groß, dass die Tagespflege sich schon heute über eine erneute Einladung ins Kloster freuen darf.

Aside

Exkursion zu den Steinkäuzen

Kreis Coesfeld, 29.05.16 (PM). Der Steinkauz ist die kleinste Eule im Kreis Coesfeld. Winfried Rusch führt seit 35 Jahren ein Artenschutzprogramm für den Steinkauz durch. An diesem Nachmittag fahren Sie gemeinsam mit ihm in ein Steinkauzrevier und sind dabei, wenn die jungen Steinkäuze beringt werden.

Die Exkursion startet am Mittwoch, den 8. Juni um 17.00 Uhr (bis ca. 18:30 Uhr). Bitte melden Sie sich für die Teilnahme beim Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld (Tel. Mo.-Fr.: 02502-9012310) an. Kostenbeitrag: Erwachsene 3,0 Euro, Euro Kinder 1,50 Euro. Wer mag, bringt einen Fotoapparat mit.