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Jingle Bells in der Kirche

Coesfelder Crescendo Chor lädt am 2. Adventsonntag ein Coesfeld, 29.11.16 (PM). Am Sonntag, 11.12., um 16 Uhr, wird es in der St.-Joseph-Kirche in Stevede (vor-)weihnachtlich. Der Crescendo Chor lädt mit traditionellen, modernen, alten und neuen Weihnachtsliedern alle Menschen zum Verweilen und Genießen ein, um mit ein bisschen Besinnlichkeit in der Hektik der Vorweihnachtszeit zur Ruhe…

Anteil an Mietwohnungen sinkt

Coesfeld fehlt es an Mietraum für Singles und Ältere

Nur wenige Mietangebote finden sich für Coesfeld in den bekannten Internetportalen wie Immobilienscout24 oder Immowelt. (Foto hlm)

Nur wenige Mietangebote finden sich für Coesfeld in den bekannten Internetportalen wie Immobilienscout24 oder Immowelt. (Foto hlm)

Als Single eine Mietwohnung finden, ist in Coesfeld keine einfache Angelegenheit, verfolgt man die Diskussion in der Facebook-Gruppe „Coesfelder Wohnungsmarkt“. Die Lage verschärft sich noch, wenn ein Hund oder eine Katze mit im Umzugsgepäck ist. Von Monate langer erfolgloser Suche und vielen Enttäuschungen ist die Rede. Generell ist das Angebot auf dem Coesfelder Wohnungsmarkt – gerade was günstigen Wohnraum angeht – sehr ausgedünnt. „Der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen in Coesfeld ist von 1080 im Jahr 2000 auf 674 (Stand 2015) zurückgegangen – also um 37 Prozent“, rechnet Norbert Vogelpohl von Bündnis 90 / Die Grünen vor. Einen Grund sieht der Fraktionssprecher des Kreisverbandes der Grünen im Anstieg der Einkommen. Damit verbundene ist die Verringerung der Ansprüche auf begünstigten Wohnraum. In seinen Augen braucht es insbesondere in innerstädtischer Nähe alten- und behindertengerechte Wohnungen für ein bis zwei Personen. Potenzial sei im städtischen Bereich für hundert Wohnungen: „Die Zukunft des Wohnungsbaus in Coesfeld liegt in der Innenstadt und nicht in der Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen, die infrastrukturell erschlossen werden müssen.“

Auch die Stadtverwaltung beobachtet eine Reduzierung des Wohnungsbestandes. Laut deren Berechnung hat sich der Bestand in den letzten 15 Jahren von 1080 auf 874 Wohnungen gesenkt. Eine Abnahme von 22 Prozent. Eine Methode, den Anteil von Sozialwohnungen bei Neubauten zu steuern, wäre eine Quotenregelung. Diese gibt es in Coesfeld nicht. Erster Beigeordneter der Stadt Coesfeld, Thomas Backes, zeigt auf das Integrierte Handlungs- und Maßnahmenkonzept, das bereits 2013 die Problematik von fehlendem Wohnraum für Singles und ältere Menschen herausstellt. Mit einem Wohnungsmarktkonzept und der Förderung von unterschiedlichen Wohnangeboten will die Stadtverwaltung die innerstädtische Entwicklung in den kommenden Jahren lenken.

Das Land NRW hat die Einkommensgrenzen für den Anspruch auf öffentlich geförderten Wohnungsraum deutlich angehoben. Damit hätte ein größerer Kreis Anspruch auf Wohnförderung. Aktuelle liegt die Grenze für einen 4-köpfigen Haushalt mit zwei Kindern bei einem anrechenbaren Jahreseinkommen von 33730 €. Da aber eine transparente Informationspolitik für Beitragsberechtigte fehlt, leitet Norbert Vogelpohl darin einen weiteren Grund für die Abnahme des Bedarfes ab.

Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld / Familienpartei) sieht, wie Vogelpohl, den Bedarf an kleinen Wohnungen. Es fehle für den Bau solcher Wohneinheiten Flächen und die Bereitschaft von Investoren solche Bauprojekte zu finanzieren. Durch den Wegfall der gesetzlichen Bindung für viele Sozialwohnungen älteren Baujahrs verstärke sich die Lage. Diese Wohnungen ständen dann dem freien Markt zur Verfügung. Mehr Anreiz für private Kapitalanleger in öffentlich geförderten Wohnraum zu investieren, könnte nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden die Senkung der Grundsteuer B schaffen.

Laut einer Presseerklärung des CDU-Stadtverbandes liegt es an den vom Land NRW festgesetzten Förderungskonditionen, dass der öffentlich-geförderte Wohnungsbau von Investoren kaum bevorzugt wird. Verstärkt wird der Effekt zusätzlich durch die günstigen Zinsen am Kapitalmarkt. Im aktuellen Wohnungsmarktbericht für Nordrhein-Westfalen, herausgegeben von der NRW.Bank, werden als Hemmnisse hohe Baukosten, fehlende Bauflächen sowie eine geringere zu erwartende Rendite aufgelistet. Ebenfalls schrecken eine Bindungspflicht und ein hoher Verwaltungsaufwand bei der Vermietung von öffentlich geförderten Wohnungen ab. Ähnlich argumentiert Thomas Backes: „Trotz der vom Land gewährten Tilgungsnachlässe lässt sich bei einer Bewilligungsmiete von zurzeit 5,25 €/m² kaum eine Eigenkapitalverzinsung erzielen.“ Für private Bauherren sei sozialer Wohnungsbau daher nicht wirtschaftlich. Die Stadt setze hier verstärkt auf das Engagement der örtlichen Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften. Hier liegt nach Angaben der Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft (WSG) die Durchschnittsmiete bei 4,48 Euro pro Quadratmeter. Kreisweit hat sie einen Bestand von 440 öffentlich geförderten Wohnungen und 760 Wohnungen im frei finanzierten Bereich.

Geflügelausstellungen abgesagt

Billerbeck, Ascheberg und Coesfeld betroffen Kreis Coesfeld, 17.11.16 (PM). Das Land NRW hat als Präventivmaßnahme gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe (Geflügelpest) die Kreise angewiesen, alle Geflügelausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art mit Geflügel abzusagen. „Aus diesem Grund musste der Kreis Coesfeld leider die Genehmigungen für die Geflügelausstellungen am kommenden Wochenende in Billerbeck und Ascheberg-Herbern sowie für…

Auf den Spuren von Martin Luther – Sponsoren gesucht

Projekt der Martin-Luther-Schule zum Lutherjahr

Martin Luther Denkmal auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Lutherstadt Wittenberg. (Foto Pedelecs – Wikipedia)

Martin Luther Denkmal auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Lutherstadt Wittenberg. (Foto Pedelecs – Wikipedia)

Coesfeld, 16.11.16 (PM). Anlässlich des Lutherjahres plant die Martin-Luther-Schule vom 6. bis 8. März 2017 eine Schulfahrt in die Lutherstadt Wittenberg. Mitreisen dürfen alle Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch ein Teil des Kollegiums, die sich auf Spurensuche von Martin Luther, den Namensgeber der Schule, begeben wollen. Für die Übernachtung wurde die gesamte Jugendherberge, die direkt an die Schlosskirche grenzt, gebucht. Die Kinder erfahren vor Ort in verschiedenen Forschergruppen Interessantes über Martin Luther, den Buchdruck und vieles mehr. Um die Kosten für die Fahrt möglichst niedrig zu halten sucht die Schule Sponsoren, die dieses Projekt unterstützen und für viele Kinder erfahrbar machen wollen. Bei Interesse und zwecks weiterer Infos melden Sie sich bitte direkt an der Martin-Luther-Schule, Köbbinghof 1, Coesfeld, Tel. 4362.

Nah bei den Jugendlichen

SPD Ortsverein besucht Gleis B Coesfeld, 13.11.16 (PM). Unbegleitet minderjährige Flüchtling und Kindern, Jugendlichen und Familien gibt Gleis B gGmbH Halt und Hilfe. Geschäftsführer Ulrich Krechting stellte Vertretern der SPD Coesfeld die Arbeit der gemeinnützigen Gesellschaft vor. Beispielsweise werden Küche und Speiseraum als gemeinsamer Begegnungsort für die betreuten Jugendlichen genutzt. „Mit diesem Mittagstisch bieten wir…

Arbeiten mit Kollege Roboter

Industrie 4.0 ist nicht einfach eine technische Revolution

Coesfeld, 02.11.16 (hlm). „Die Potenziale können wir noch nicht abschätzen“, dimensioniert Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld). Er findet Bestätigung durch nickende Köpfe bei den Anwesenden des offenen Forums bei der Digital Akademie West im Hause von Cosoft. Die Gründer der kürzlich eröffneten Weiterbildungseinrichtungen haben für eine Diskussionsrunde zur Digitalisierung der Arbeitswelt Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzen in den Seminarraum geholt.

Digitale Arbeitswelt

Weiterbildung ist ein Schlüssel für die Industrie 4.0. Darüber herrscht Einigkeit bei (v.r.) Prof. Dr. Carsten Feldmann, Lars Göntgens, Heinz Öhmann, Dr. Jürgen Grüner, Christofer Weßeling und Jaron Heskamp. (Foto hlm)

Das Zeitalter der Industrie 4.0 ist nicht einfach eine branchenunabhängige technische Veränderung der Produktionsprozesse durch Automatisierungen. Das wird aus den Ausführungen von Prof. Dr. Carsten Feldmann (Fachhochschule Münster) in seinem Impulsvortrag deutlich. Die gesamte Arbeitswelt steht vor einer Veränderung, die sich nicht nur in der optimierten Schaffung von Produkten oder Dienstleistungen auswirkt. Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld) schätzt, dass 42 Prozent aller Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verändern werden. Berufsbilder werden sich verschieben, Anforderungen verändern. Für Lars Göntgens (Coesoft) ist die Digitalisierung eine Unterstützung und Vereinfachung von alltäglich wiederkehrenden Prozessen.

Das braucht als technische Infrastruktur schnelle Datenleitungen. Da ist der ländliche Raum bisher eher Schlusslicht. Der Kreis Coesfeld gehe mit gutem Beispiel voran, schließlich seien rund 40 Prozent aller Haushalte an eine schnelle Internetleitung angebunden, so Dr. Grüner. Der Ausbau des Glasfaser- und LTE-Netzes schreitet voran. Coesfeld und andere Städte gehen bereits weiter. Kostenlose Hotspots ziehen Besucher in die Fußgängerzone. Jetzt fehlen die Schnittstellen, um aus den Besuchern Kunden zu machen. Voraussetzungen dafür sind, den Umgang mit der Technik zu verstehen und für sich zu entdecken. Prof. Dr. Feldmann zeigt den Widerspruch auf, der zurzeit in der Unternehmerwelt besteht. 2/3 sehen deutlich den Bedarf an Weiterbildung. Aber nur 36 Prozent setzten das in die Tat um.

Christofer Weßeling, Dozent bei der Digital Akademie West, sieht in den Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten zur Digitalisierung der Arbeitswelt wichtige Haltepunkte für die Mitarbeiter in der Region. Der Kreis Coesfeld steht mit seiner niedrigsten Arbeitslosenquote in Nordrhein Westfalen sehr gut da. Aber unbesetzte Stellen wirken sich langfristig negativ auf die Produktivität aus. Die Region zu einem Magnet für Beschäftigte zu machen, wird eine Kernaufgabe für die nächsten Jahre sein. Es braucht Strukturen, die über das Weiterbildungsangebot hinaus reichen. Bürgermeister Heinz Öhmann sieht die Kreisstadt gut positioniert und hebt Coesfelds breites Bildungsangebot heraus.

Automatisierung bei Weiling: Im Hochregallager rasen selbststeuernde Wagen über Schienen und stellen bestellte Produkte zusammen. (Foto hlm)

Automatisierung bei Weiling: Im Hochregallager Autostore rasen selbststeuernde Wagen über Schienen und stellen bestellte Produkte zusammen. (Foto hlm)

Dass die Digitalisierung der Arbeitswelt in Coesfeld längst real ist, zeigt das Hochregallager Autostore von Weiling. In dem Chaos von übereinandergestapelten Kisten in einem großen Kubus kennt sich nur der Computer mit seinen selbststeuernden Wagen aus. Mehrere der digitalen Gefährte rollen zeitgleich über ein Schienenraster, ohne miteinander zu kollidieren. Das System kennt exakt die Position der Produkte und kontrolliert vollautomatisch den Lagerbestand. Rationalisierung mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen – der Gedanke kommt unmittelbar.

Nur den Verlust zu sehen, ist zu einfach. Die Arbeitswelt ist in einem Umwandlungsprozess. Für Beschäftigte ändern sich die Anforderungsprofile. In der Publikation „Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0“ (Springer Vieweg Verlag) sieht der Soziologe Ulrich Bochum in der digitalisierten Arbeitswelt einen Beschäftigten mit mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbstentscheidungswillen. Da knüpfen Akzeptanz, Aufgeschlossenheit und letztendlich Bildung und Erziehung direkt an. Industrie 4.0 ist eben nicht nur einfach auf der wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten. Es ist die vierte industrielle Revolution,die wir mitgestalten können. Eine Welt, in der auch die Frage der Handhabung von elektronischen Daten neu diskutiert und bewertet werden muss. Diese werden zum wertvollsten Gut. Es muss vor ungewollten Zugriffen geschützt werden. Andererseits erfordert es mehr Transparenz darüber, wer welche Daten sammelt. Nur so kann jeder einzelne seine persönliche Schlussfolgerungen und Konsequenz ziehen.

Was macht der Nikolaus 2018?

Passierbarkeit durch die Fegetasche braucht kontinuierlich Wasser

Die konkreten Umbauvorstellung der Fegetasche als Naturraum und Wanderweg für die im Wasser gebunden lebenden Tiere stellt Dr. Uwe Koenzen (Bildmitte), vom gleichnamigen Planungsbüro, rund 30 interessierten Bürgerinnen und Bürger vor. (Foto hlm)

Coesfeld, 30.10.16 (hlm). Auch nach der Umgestaltung der Umflut und der Fegetasche wird genügend Wasser für den Niklaus verbleiben, damit er weiterhin mit dem Schlauchboot seine Fahrt antreten kann. Da ist sich der Gewässerplaner Dr. Uwe Koenzen sicher. Zwischen 30 bis 60 Zentimeter soll der normale Wasserstand sein. So ganz überzeugt ist Thomas Bücking nicht. Coesfelds Berkelexperte vermutet eher, dass der Wasserpegel weiter sinkt. Mit Steinschwellen, die quer zum Gewässer eingebracht werden, soll das ruhige Gewässerbild der Umflut unterhalb des Walkenbrückentores erhalten bleiben – bis zur Fegetasche. Denn diese soll die ungehinderte Wanderungsmöglichkeit für die Wassertiere wieder herstellen. Eine Aufgabe, die jede einzelne Kommune für seine Gewässerabschnitte zu lösen hat. Es ist aber zu einfach, die Komplexität der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG WRRL), an die sich alle Mitgliedstaaten halten müssen, nur darauf zu reduzieren. Es geht um Gewässerschutz. In letzter Konsequenz um die Reinhaltung des wichtigsten Lebenselixiers: das Wasser. Hinzu kommt die immer größer werdende Anforderungen an den Hochwasserschutz.

Für Coesfeld hat das Planungsbüro Koenzen eine Lösung gemeinsam mit Verwaltung und Bürgerbeteiligung erarbeitet, die in zwei Teilprojekten untergliedert ist. Der kostenintensivste Teil ist das Hochwasserrückhaltebecken Fürstenwiese. Um auch zukünftig das Risiko von Überschwemmungen zu minimieren, wird der Wasserspeicher optimiert. Hochwasser wird weiterhin überwiegend über die Umflut abgeleitet. In extremen Situationen kann die Innenstadtberkel zur Ableitung manuell zugeschaltet werden. Die Durchflussmenge in die Fegetasche wird durch ein fest installiertes Bauwerk an der Berkel begrenzt. „Hier sind die Planungen schon weit fortgeschritten“, wie Thomas Backes, erster Beigeordneter der Stadt Coesfeld auf einem Ortstermin am vergangenen Samstag bemerkt.

Den ökologischen Teil der NaturBerkel übernimmt die Fegetasche. Zukünftig können über diese Spange Wassertiere die unüberwindbare Barriere am Walkenbrückentor, das für den Hochwasserschutz unerlässlich ist, umgehen und in die obere Berkel einwandern. Die Pläne für diesen Abschnitt sind so konkret, dass sie in den nächsten Monaten in die Genehmigungsphase gehen könnten. Gewässerökologe und Planer Dr. Uwe Koenzen stellt diese den rund 30 interessierten Bürgerinnen und Bürgern beim Gang entlang der Fegetasche vor. Rund 400000 Euro werden in die Fegetasche investiert, um die Gewässersohle und das Gewässerbett zwischen der Mündung Honigbach/Berkel und der Einmündung in die Umflut tiefer zu legen und so das Gefälle zu steigern. Denn die Fließgeschwindigkeit muss sich deutlich erhöhen, um den Sauerstoffgehalt im Wasser zu erhöhen und eine Verschlammung des Gewässerbodens zu verhindern. Für die Anlieger entstehen keine Kosten. „Außer eine Uferbebauung ist privat errichtet worden und ist für das Gewässer nicht relevant“, schränkt Rolf Hackling, Leiter des Abwasserwerkes, ein.

Steine statt Wehr. Dr. Uwe Koenzen, vom gleichnamigen Planungsbüro, stellt rund 30 interessierten Bürgerinnen und Bürger die Umgestaltung des Normannwehres am Südwall, in Höhe des Blumengeschäftes Paß, vor. Das Wehr stellt eine unüberwindbare Hürde für die im Wasser gebunden Tiere dar. Zukünfig werden Steinschwellen den Höhenunterschied ausgleichen und die Passierbarkeit ermöglichen. (Foto hlm)

Steine statt Wehr. Dr. Uwe Koenzen stellt die Umgestaltung des Normannwehres am Südwall, in Höhe des Blumengeschäftes Paß, vor. Steinschwellen den gleichen zukünftig den Höhenunterschied aus und ermöglichen die Passierbarkeit für die Tiere. (Foto hlm)

Weitere grob kalkulierte 440000 Euro fließen in die Umgestaltung der Umflut unterhalb der Fegetasche bis zum Gerichtsring. Für die Coesfelder wird der Umbau deutlich sichtbar am Normanntor, etwa in Höhe des Blumenladens Paß. Das Wehr wird gegen mehrere schmale, quer zum Gewässerbett verlaufenden, Steinschüttungen ersetzt. Bei den Teilnehmern der Gewässerführung kommt gemischte Stimmung auf. Ein Hausbesitzer ist erleichtert. Hat doch damit das laute Rauschen ein Ende. Ein anderer Anlieger befürchtet besonders bei niedrigen Wasserständen ein ähnliches Aussehen der Berkel, wie im „Berkeltrog“ an der Davidstraße, wo der innerstädtische Flusslauf stark eingeengt durch eine Betonrinne fließt. Eventuell läßt sich mit einer höheren Anzahl von Steinschwellen mehr Wasser in der Umflut halten, so seine Idee. Der Gewässerexperte Koenzen verneint. Um die Fließdynamik zu gewährleisten, darf ein festgelegter Abstand zwischen den Steinschwellen nicht unterschritten werden. Der Gewässerboden in der Umflut besteht zum Teil aus einem Betonbett. Dieses wird gegen Steinelemente verschiedener Korngrößen als Sohlensubstrat getauscht. Damit erhält die Umflut den Charakter eines natürlichen sandgeprägten Tieflandflusses – ein Flusstyp, der für das Münsterland prägend ist.

Zügig wollen Stadtverwaltung und Planer mit dem Projekt fortschreiten und zum ersten Quartal 2017 die Genehmigungsunterlagen der Bezirksregierung vorlegen. Dann können auch die Förderanträge gestellt werden. Denn die Baumaßnahmen werden mit bis zu 80 Prozent von Land gefördert. Mit dem Bau sollte dann im dritten Quartal nächsten Jahres begonnen werden. Wenn die Zeitplanung passt, könnten 2018 die Wassertiere frei durch die Berkel wandern. Der Umbau des Hochwasserrückhaltebeckens Fürstenwiese wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Als Planungsziel steht die Fertigstellung in 2021 – fristgerecht der Vorgabe aus der Wasserrahmenrichtlinie.

Am Rande bemerkt: Im Stadtpark wird sich der jetzige Zufluss des Honigbachs verändern. Der aus der Osthellermark kommende Bach wird der Berkel direkt, oberhalb des Zuflusses zur Fegetasche, zugeführt. Der vorhandene Ententeich wird dafür weichen. Da dies zum ersten Projektteil gehört, wird es zu einem späteren Zeitpunkt einen zusätzlichen Ortstermin geben.

Weitere Bilder vom Ortstermin gibt es hier.

Grundschulanmeldungen noch bis 28. Oktober möglich

Anmeldefenster

Die Anmeldefristen für die Grundschulen enden am 28.10.16. Foto hlm)

Coesfeld, 18.10.16 (PM). Eltern, deren Kinder im kommenden Jahr schulpflichtig werden, können ihren Nachwuchs noch bis zum 28. Oktober für eine der sieben Coesfelder Grundschulen anmelden.
Von der Schulpflicht erfasst werden dann Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 geboren wurden.
Der Anmeldebogen, den alle Eltern erhalten haben, kann persönlich bei der Stadt im Team Bildung oder per Mail an andrea.schlerkmann@coesfeld.de gesandt werden. Wer sein Kind an der Maria Montessori Schule anmelden möchte, reicht ihn dort direkt ein. Das nötige Formular kann auch der Internetseite der Stadt www.coesfeld.de entnommen werden.
Wer den Offenen Ganztag der Grundschule nutzen möchte, kann in der Regel eine Betreuung bis 16 Uhr nutzen. Im Angebot, das an allen Grundschulen gilt, ist ein warmes Mittagessen enthalten, das gesondert abgerechnet wird.
Fragen zum Anmeldeverfahren beantworten die Mitarbeiter im Fachbereich Jugend, Familie, Bildung, Freizeit, Christian Fleige, Tel. 02541 / 939–2316 und Andrea Schlerkmann, Tel. 02541 / 939–23 17.