Acht Wochen „Bürgerbühne“ nutzen

Friedrich Becker holt mit seiner historischen Uniform ein Stück Geschichte über Coesfeld bei seiner Führung „Militär und Befestigungsanlagen in Coesfeld“ vor die Haustür. (Foto Stadt Coesfeld)

Arbeitskreis Kultur & Freizeit mit frischem Angebot für Bürgerinnen und Bürger

Coesfeld, 25.11.17 (hlm). Die Bühne im Schlosspark wird einmal jährlich von der Stadt zur Nutzung aufgebaut. „Wahrscheinlich im Bereich der Sommerferien“, terminiert grob Udo Hoppe, Geschäftsführer des Stadtmarketingverein Coesfeld & Partner. Nach ursprünglichen Vorstellungen sollte die „Bürgerbühne“ auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Aber es stellte sich aktuell heraus, dass zum einen der Aufbau für Laien zu Komplex sei. Zum anderen die Kosten zu hoch seien, wenn Mitarbeiter des Bauhofs diese Aufgabe übernehmen. Elf Arbeitsstunden werden für Auf- und Abbau, Transport und Einlagerung kalkuliert. Das macht Kosten von 2480 Euro, so die Auskunft aus dem Rathaus. Eine Summe, die die Mieter tragen müssten. „Das ist zu viel und ist keinem Verein oder Bürger zumutbar“, meint Hoppe. Die Alternative könnte so aussehen: Die Stadt lässt die Bühne für acht Wochen einrichten. Nach vorheriger Anmeldung kann dann die Eventstätte über der Berkel von jedem genutzt werden. Bei einigen Punkten besteht aber noch Klärungsbedarf. Besonders empfindliches Thema ist der Lärmschutz. Beim Event „Sport im Park“, dass im Zuge der Eröffnung des Schlossparks viele Menschen bewegt hat, zeigten Messungen Schalldruckwerte, die über die Grenzwerte gingen. Zukünftig bedarf es einer Regelung, was überhaupt im Schlosspark möglich ist und wie die Lärmbelästigung in Grenzen zu halten ist. Bis alles in trockenen Tüchern ist, wird es noch etwas Zeit brauchen. Das war Ergebnis eines Besprechungspunktes auf der Sitzung des Arbeitskreises Kultur & Freizeit vom Stadtmarketingverein am vergangenen Mittwochabend im Pulverturm.

Auf der Tagesordnung stand auch das zukünftige Vorgehen des Hansemahls. Martin Althoff von der Interkulturellen Begegnungsprojekte e.V. (IBP) findet prinzipiell: „Die Einfachheit ist der Charakter der Veranstaltung.“ Damit zielt er auf die Aufstellung von Bänken und Tischen ab. Um den Rest kümmern sich bekanntlich die Teilnehmer. Trotzdem ist das Angebot nicht zum Renner aufgestiegen. Der Grund ist nicht das Interesse. Vielmehr hat in der Vergangenheit schlichtweg das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit einer Verschiebung auf einen anderen Monat soll sich die Wahrscheinlichkeit, einen Tag mit trockenem und wärmerem Klima zu treffen, erhöhen. Zusätzlich ist angedacht, das Hansemahl mit dem Feierabendmarkt an einem Donnerstagabend zu koppeln. Dann gäbe es parallel zusätzliche Strukturen und Versorgungsangebote für die Teilnehmer, schätzt Arbeitskreissprecherin Anne Grütters.

15 Stadtrundgänge hat Coesfeld im Repertoire. In 2018 ergänzt sich das Angebot um die Führung „Militär und Befestigungsanlagen in Coesfeld“. Die Probeläufe mit Friedhelm Becker in 2017 seien gut angenommen worden. Magnet ist dabei Beckers Auftritt. In historischer Militäruniform und altertümlicher Waffenausstattung macht er sich auf Spurensuche bis ins mittelalterliche Coesfeld. Dieses Angebot und weiter finden sich ab dem Frühjahr 2018 in der Neuauflage der Broschüre „Stadtführungen Coesfeld“.

Die letzte Arbeitskreissitzung in diesem Jahr hat auch einen resümierenden Blick auf den zweiten Coesfelder Atelierrundgang geworfen, bei dem heimische Künstler ihre Türen zu den Werkstätten für Interessierte öffneten. Coesfelds Künstlerin Karola Wortmann findet durchweg positive Resonanz. Mit den Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen, sei es eine Bereicherung für Künstler und Kunstinteressierte gewesen. In zwei Jahren soll dieses Angebot wiederholt werden. Aber nicht im September, wie beim diesjährigen Rundgang, sondern in der ersten Hälfte des Jahres. Denn im Herbst 2019 wird Coesfeld ganz im Zeichen der Kulturnacht stehen.

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