Blühende Landschaft im Nord-Westen

Arbeitskreis „Artenvielfalt Kreis Coesfeld“ übernimmt Wiesenpatenschaft

Arbeitskreis Artenvielfalt über nimmt Wiese in Coesfeld

Thomas Backes (r.) und Theo Reckert (l.) von der Stadt Coesfeld und die Mitglieder Dr. Detlev Kröger (2. l.) und Denise Brasch (3. l.) vom Arbeitskreis „Artenvielfalt Kreis Coesfeld“ hoffen durch die Patenschaft die Artenvielfalt auf der Obstwiese an der Loburger Straße langfristig erhöhen zu können. (Foto hlm)

Coesfeld, 11.05.16 (hlm). Quasi per Hangschlag besiegelten vor zwei Wochen an Ort und Stelle Dr. Detlev Kröger und Denise Brasch vom Arbeitskreis „Artenvielfalt Kreis Coesfeld“ mit den Vertretern der Stadt, Thomas Backes und Theo Reckert, die Partnerschaft für die Obstwiese an der Loburger Straße. Durch gezielte Pflegemaßnahmen will der Arbeitskreis die Pflanzenvielfalt auf der Wiese sukzessiv erhöhen. „Das ist eine gute Sache, die den Bereich aufwertet“, findet Backes, erster Beigeordneter der Stadt und stellt die Fläche gerne zur Verfügung.

Pflanzenkenner sehen es auf einen Blick: Der Streifen parallel zur Loburger Straße, zwischen De-Bilt-Allee und Christine-Teusch-Weg, ist zwar grün, aber artenarm. Es klingt widersprüchlich, der nährstoffreiche Boden trägt nicht zur Artenvielfalt bei. Ganz im Gegenteil. Theo Reckert, Leiter des Baubetriebshofes, schätzt: „Seit ungefähr 1998, als das Baugebiet erschlossen wurde, ist hier nicht mehr gedüngt worden.“ Die Nährstoffe stecken immer noch in dem schweren Boden. Besonders der Stickstoff fördert das Wachstum hoher Pflanzenarten, wie Löwenzahn. Diese hemmen die Ausbreitung niedrig wachsender Kräuter. Erster Schritt für den Arbeitskreis ist die Reduzierung des Nährstoffgehaltes durch Mähen der Wiese und Abtragen der Mahd. Für die Stadt entstehen dabei kaum Mehrkosten. Mitarbeiter des Baubetriebshofes mähen hier ohnehin in regelmäßigen Abständen. Das wird jetzt mit den Naturliebhabern terminlich abgestimmt. Die kümmern sich ehrenamtlich um das Abhaken des Mähgutes in einen bereitgestellten Container. Das Abfahren übernimmt der Baubetriebshof. Außer Arbeitskraft bringt der Arbeitskreis Artenvielfalt noch eine Kleinigkeit mit großer Wirkung ein. „Mit der gezielten Einsaat von heimischen Pflanzenarten wird sich die Entwicklung einer bunt blühenden Wildwiese fördern lassen“, so Dr. Detlev Kröger. Erste sichtbare Erfolge erhofft sich der Arbeitskreis in ein bis zwei Jahren.

Internetauftritt des Arbeitskreises Artenvielfalt

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