Auf zum Gymnasium – Wie sich die Schullandschaft im Kreis Coesfeld verändert

Unser dreigliedriges Schulsystem in Deutschland stellt die Weichen für die schulische Laufbahn eines Kindes bereits sehr früh. Welches Bildungsgleis ein Schulkind nehmen kann, wird in Nordrhein-Westfalen zunächst durch die Grundschule bestimmt. Sie legt fest, welche Schulform ein Kind nach der 4. Klasse besuchen kann. Doch immer mehr Eltern möchten ihren Kindern die optimalen Bildungschancen ermöglichen und setzen auf die Schulform Gymnasium. Dieser Trend zeigt sich auch im Kreis Coesfeld.

Kontinuierlich steigt die Zahl der Gymnasiasten jährlich zwischen 1 und 3 Prozent. Bei den Realschulen sank in den Jahren 2001 bis 2006 die Schülerzahl. Erst 2007 zeigt sich eine Wende. Die Schülerzahl stiegen wieder. Doch dramatisch ist die Entwicklung bei den Hauptschulen. Rapide fällt die Zahl der Schulkinder. Dieser Abwärtstrend hält seit 2003 an und hat 2007 ein Minus von fast 6 Prozent erreicht.

Blick nach vorn

Steigen die Schülerzahlen an den Gymnasien im Kreis Coesfeld weiter, muss die Qualität der schulischen Ausbildung gesichert werden. Hier werden sicherlich Investitionen notwendig werden. Aber es sind zukunftsweisende Ausgaben für unser ZukunftsLand.

Insgesamt wird sich die Schullandschaft in unserem Kreis in den kommenden 10 Jahren noch erheblich verändern: Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) prognostiziert in seiner heute veröffentlichen Studie für den Kreis Coesfeld einen Schülerverlust von 24,5% in den kommenden 10 Jahren. Damit gehört unser Kreis neben Höxter, Hochsauerlandkreis und Olpe zu den am stärksten betroffenen in NRW.

Schülerzahlen im Kreis Coesfeld von 1997 bis 2007

Schülerzahlen im Kreis Coesfeld von 1997 bis 2007

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