Bauentwurf an der Daruper Straße wird kritisch beäugt

Gestaltungsbeirat soll helfen

Grobe Skizze der geplanten Objekte an der Ecke Wildbahn / Daruper Straße (rote Kästen).

Grobe Skizze der geplanten Objekte an der Daruper Straße (rote Kästen).

Coesfeld, 22.01.16 (hlm). Auf der Ausschusssitzung Umwelt, Planen und Bauen am vergangenen Mittwoch (20.01.) gab es eine klare Mehrheit bei einer Gegenstimme: Das Erscheinungsbild der Alleestruktur stadteinwärts der Daruper Straße muss erhalten bleiben. Das parkähnliche Bild mit grünen Vorgärten und verdeckten Villen der 1920er bis 1950er Jahren sind prägend und einzigartig in Coesfeld. Für Thomas Stallmeyer (SPD) ein Novum, da „keine andere Stadt eine solche Einfahrt in die Stadt hat.“ In diesem Bereich gibt es keinen rechtskräftigen Bebauungsplan, der klare Vorgaben macht, was baulich erlaubt ist. Da greift der Paragraf 34 des Baugesetzbuches. Ein neues Objekt muss sich dem Gemeinbild der Umgebung einfügen. Das sehen die Stadtplaner mit dem Bauvorhaben hinter der Wildbahn kritisch. Erstmalig soll eine u-förmige Architektur aus drei Baukörpern entstehen, die sich über zwei Grundstücksteile erstreckt. Für Ludger Schmitz ist die Struktur dann nicht mehr gegeben. Die Lösung: Für den gesamten Bereich der Daruper Straße, zwischen Einmündung Bahnhofstraße bis zur Berkelumflut (Friedrich-Ebert-Straße) sollen Bauvorhaben zur Beratung dem Gestaltungsbeirat (GBR) vorgelegt werden. Von einer „kritischen Verdichtung“ spricht die Charlotte Arendt-Prinz. Für die grüne Lokalpolitikerin muss der Ausdruck „Wohnen im Grünen“ erhalten bleiben. Da kann der GBR mit seinen unabhängigen Experten, wie Prof. Andreas Fritzen, ein wertvoller Richtungsweiser sein.

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