Blockhäuser für Flüchtlinge

Rat debattiert über den Bau provisorischer Unterkünfte

• Bis zu zehn Blockhäuser sollen in Lette für Flüchtlinge errichtet werden
• Ab Mai können 60 Menschen an der Bruchstraße in provisorischen aber festen Holzhäusern untergebracht werden; weitere 60 Plätze können hinzukommen

Coesfeld, 19.01.16 (PM). Zunächst fünf Blockhäuser sollen auf einem städtischen Grundstück an der Bruchstraße in Lette für 60 Flüchtlinge errichtet werden. Weitere fünf Häuser sollen je nach Bedarf folgen. Das schlägt die Verwaltung den politischen Gremien vor, die ab dem 20. Januar beginnend mit dem Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen darüber beraten werden. Letztlich entscheidet der Rat der Stadt am 28. Januar über den Beschlussvorschlag. Die große Lösung für 120 Menschen mit zehn Blockhäusern würde einschl. aller Nebenkosten ca. 1,5 Mio. € kosten. Das teilt die Stadt in einer Pressemeldung mit. Das Provisorium ist immer noch günstiger und auch angemessener als die Unterbringung in Wohncontainern.

„Wir müssen uns auf weiterhin steigende Zuweisungszahlen einstellen. Das ist auch auf den schrittweisen Abbau der Notunterkünfte des Landes zurückzuführen. Die dort bisher vorhandenen Plätze werden uns dann nicht mehr angerechnet“, erklärt Dr. Thomas Robers, Beigeordneter der Stadt Coesfeld. „Es könnte sein, dass wir bis Ende des Jahres insgesamt rd. 1.000 Personen unterbringen müssen.“

Grundsätzliche Marschroute ist, dass der Kauf und die Anmietung von Häusern und Wohnungen Priorität haben sollen. Entsprechend hat die Verwaltung seit Anfang 2015 zehn Objekte angekauft oder gemietet. Weitere Objekte sind in Vorbereitung. „Bis Mai haben wir voraussichtlich insgesamt rd. 660 Plätze in Wohnungen, Häusern und ehem. Gewerbeobjekten. Reichen wird das jedoch nicht“, so Dr. Thomas Robers. Da der Neubau von Häusern oder auch der soziale Wohnungsbau auch wegen des erforderlichen Planungsrechts zeitlich mindestens zwei Jahre Vorlauf benötigen, musste die Verwaltung provisorische Lösungen prüfen. Nach sechs Jahren müssten die Blockhäuser aus planungsrechtlichen Gründen an der Stelle wieder aufgegeben werden.

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