Kategorie: Coesfeld

Themen für Coesfeld

Anteil an Mietwohnungen sinkt

Coesfeld fehlt es an Mietraum für Singles und Ältere

Nur wenige Mietangebote finden sich für Coesfeld in den bekannten Internetportalen wie Immobilienscout24 oder Immowelt. (Foto hlm)

Nur wenige Mietangebote finden sich für Coesfeld in den bekannten Internetportalen wie Immobilienscout24 oder Immowelt. (Foto hlm)

Als Single eine Mietwohnung finden, ist in Coesfeld keine einfache Angelegenheit, verfolgt man die Diskussion in der Facebook-Gruppe „Coesfelder Wohnungsmarkt“. Die Lage verschärft sich noch, wenn ein Hund oder eine Katze mit im Umzugsgepäck ist. Von Monate langer erfolgloser Suche und vielen Enttäuschungen ist die Rede. Generell ist das Angebot auf dem Coesfelder Wohnungsmarkt – gerade was günstigen Wohnraum angeht – sehr ausgedünnt. „Der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen in Coesfeld ist von 1080 im Jahr 2000 auf 674 (Stand 2015) zurückgegangen – also um 37 Prozent“, rechnet Norbert Vogelpohl von Bündnis 90 / Die Grünen vor. Einen Grund sieht der Fraktionssprecher des Kreisverbandes der Grünen im Anstieg der Einkommen. Damit verbundene ist die Verringerung der Ansprüche auf begünstigten Wohnraum. In seinen Augen braucht es insbesondere in innerstädtischer Nähe alten- und behindertengerechte Wohnungen für ein bis zwei Personen. Potenzial sei im städtischen Bereich für hundert Wohnungen: „Die Zukunft des Wohnungsbaus in Coesfeld liegt in der Innenstadt und nicht in der Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen, die infrastrukturell erschlossen werden müssen.“

Auch die Stadtverwaltung beobachtet eine Reduzierung des Wohnungsbestandes. Laut deren Berechnung hat sich der Bestand in den letzten 15 Jahren von 1080 auf 874 Wohnungen gesenkt. Eine Abnahme von 22 Prozent. Eine Methode, den Anteil von Sozialwohnungen bei Neubauten zu steuern, wäre eine Quotenregelung. Diese gibt es in Coesfeld nicht. Erster Beigeordneter der Stadt Coesfeld, Thomas Backes, zeigt auf das Integrierte Handlungs- und Maßnahmenkonzept, das bereits 2013 die Problematik von fehlendem Wohnraum für Singles und ältere Menschen herausstellt. Mit einem Wohnungsmarktkonzept und der Förderung von unterschiedlichen Wohnangeboten will die Stadtverwaltung die innerstädtische Entwicklung in den kommenden Jahren lenken.

Das Land NRW hat die Einkommensgrenzen für den Anspruch auf öffentlich geförderten Wohnungsraum deutlich angehoben. Damit hätte ein größerer Kreis Anspruch auf Wohnförderung. Aktuelle liegt die Grenze für einen 4-köpfigen Haushalt mit zwei Kindern bei einem anrechenbaren Jahreseinkommen von 33730 €. Da aber eine transparente Informationspolitik für Beitragsberechtigte fehlt, leitet Norbert Vogelpohl darin einen weiteren Grund für die Abnahme des Bedarfes ab.

Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld / Familienpartei) sieht, wie Vogelpohl, den Bedarf an kleinen Wohnungen. Es fehle für den Bau solcher Wohneinheiten Flächen und die Bereitschaft von Investoren solche Bauprojekte zu finanzieren. Durch den Wegfall der gesetzlichen Bindung für viele Sozialwohnungen älteren Baujahrs verstärke sich die Lage. Diese Wohnungen ständen dann dem freien Markt zur Verfügung. Mehr Anreiz für private Kapitalanleger in öffentlich geförderten Wohnraum zu investieren, könnte nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden die Senkung der Grundsteuer B schaffen.

Laut einer Presseerklärung des CDU-Stadtverbandes liegt es an den vom Land NRW festgesetzten Förderungskonditionen, dass der öffentlich-geförderte Wohnungsbau von Investoren kaum bevorzugt wird. Verstärkt wird der Effekt zusätzlich durch die günstigen Zinsen am Kapitalmarkt. Im aktuellen Wohnungsmarktbericht für Nordrhein-Westfalen, herausgegeben von der NRW.Bank, werden als Hemmnisse hohe Baukosten, fehlende Bauflächen sowie eine geringere zu erwartende Rendite aufgelistet. Ebenfalls schrecken eine Bindungspflicht und ein hoher Verwaltungsaufwand bei der Vermietung von öffentlich geförderten Wohnungen ab. Ähnlich argumentiert Thomas Backes: „Trotz der vom Land gewährten Tilgungsnachlässe lässt sich bei einer Bewilligungsmiete von zurzeit 5,25 €/m² kaum eine Eigenkapitalverzinsung erzielen.“ Für private Bauherren sei sozialer Wohnungsbau daher nicht wirtschaftlich. Die Stadt setze hier verstärkt auf das Engagement der örtlichen Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften. Hier liegt nach Angaben der Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft (WSG) die Durchschnittsmiete bei 4,48 Euro pro Quadratmeter. Kreisweit hat sie einen Bestand von 440 öffentlich geförderten Wohnungen und 760 Wohnungen im frei finanzierten Bereich.

Arbeiten mit Kollege Roboter

Industrie 4.0 ist nicht einfach eine technische Revolution

Coesfeld, 02.11.16 (hlm). „Die Potenziale können wir noch nicht abschätzen“, dimensioniert Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld). Er findet Bestätigung durch nickende Köpfe bei den Anwesenden des offenen Forums bei der Digital Akademie West im Hause von Cosoft. Die Gründer der kürzlich eröffneten Weiterbildungseinrichtungen haben für eine Diskussionsrunde zur Digitalisierung der Arbeitswelt Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzen in den Seminarraum geholt.

Digitale Arbeitswelt

Weiterbildung ist ein Schlüssel für die Industrie 4.0. Darüber herrscht Einigkeit bei (v.r.) Prof. Dr. Carsten Feldmann, Lars Göntgens, Heinz Öhmann, Dr. Jürgen Grüner, Christofer Weßeling und Jaron Heskamp. (Foto hlm)

Das Zeitalter der Industrie 4.0 ist nicht einfach eine branchenunabhängige technische Veränderung der Produktionsprozesse durch Automatisierungen. Das wird aus den Ausführungen von Prof. Dr. Carsten Feldmann (Fachhochschule Münster) in seinem Impulsvortrag deutlich. Die gesamte Arbeitswelt steht vor einer Veränderung, die sich nicht nur in der optimierten Schaffung von Produkten oder Dienstleistungen auswirkt. Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld) schätzt, dass 42 Prozent aller Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verändern werden. Berufsbilder werden sich verschieben, Anforderungen verändern. Für Lars Göntgens (Coesoft) ist die Digitalisierung eine Unterstützung und Vereinfachung von alltäglich wiederkehrenden Prozessen.

Das braucht als technische Infrastruktur schnelle Datenleitungen. Da ist der ländliche Raum bisher eher Schlusslicht. Der Kreis Coesfeld gehe mit gutem Beispiel voran, schließlich seien rund 40 Prozent aller Haushalte an eine schnelle Internetleitung angebunden, so Dr. Grüner. Der Ausbau des Glasfaser- und LTE-Netzes schreitet voran. Coesfeld und andere Städte gehen bereits weiter. Kostenlose Hotspots ziehen Besucher in die Fußgängerzone. Jetzt fehlen die Schnittstellen, um aus den Besuchern Kunden zu machen. Voraussetzungen dafür sind, den Umgang mit der Technik zu verstehen und für sich zu entdecken. Prof. Dr. Feldmann zeigt den Widerspruch auf, der zurzeit in der Unternehmerwelt besteht. 2/3 sehen deutlich den Bedarf an Weiterbildung. Aber nur 36 Prozent setzten das in die Tat um.

Christofer Weßeling, Dozent bei der Digital Akademie West, sieht in den Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten zur Digitalisierung der Arbeitswelt wichtige Haltepunkte für die Mitarbeiter in der Region. Der Kreis Coesfeld steht mit seiner niedrigsten Arbeitslosenquote in Nordrhein Westfalen sehr gut da. Aber unbesetzte Stellen wirken sich langfristig negativ auf die Produktivität aus. Die Region zu einem Magnet für Beschäftigte zu machen, wird eine Kernaufgabe für die nächsten Jahre sein. Es braucht Strukturen, die über das Weiterbildungsangebot hinaus reichen. Bürgermeister Heinz Öhmann sieht die Kreisstadt gut positioniert und hebt Coesfelds breites Bildungsangebot heraus.

Automatisierung bei Weiling: Im Hochregallager rasen selbststeuernde Wagen über Schienen und stellen bestellte Produkte zusammen. (Foto hlm)

Automatisierung bei Weiling: Im Hochregallager Autostore rasen selbststeuernde Wagen über Schienen und stellen bestellte Produkte zusammen. (Foto hlm)

Dass die Digitalisierung der Arbeitswelt in Coesfeld längst real ist, zeigt das Hochregallager Autostore von Weiling. In dem Chaos von übereinandergestapelten Kisten in einem großen Kubus kennt sich nur der Computer mit seinen selbststeuernden Wagen aus. Mehrere der digitalen Gefährte rollen zeitgleich über ein Schienenraster, ohne miteinander zu kollidieren. Das System kennt exakt die Position der Produkte und kontrolliert vollautomatisch den Lagerbestand. Rationalisierung mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen – der Gedanke kommt unmittelbar.

Nur den Verlust zu sehen, ist zu einfach. Die Arbeitswelt ist in einem Umwandlungsprozess. Für Beschäftigte ändern sich die Anforderungsprofile. In der Publikation „Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0“ (Springer Vieweg Verlag) sieht der Soziologe Ulrich Bochum in der digitalisierten Arbeitswelt einen Beschäftigten mit mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbstentscheidungswillen. Da knüpfen Akzeptanz, Aufgeschlossenheit und letztendlich Bildung und Erziehung direkt an. Industrie 4.0 ist eben nicht nur einfach auf der wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten. Es ist die vierte industrielle Revolution,die wir mitgestalten können. Eine Welt, in der auch die Frage der Handhabung von elektronischen Daten neu diskutiert und bewertet werden muss. Diese werden zum wertvollsten Gut. Es muss vor ungewollten Zugriffen geschützt werden. Andererseits erfordert es mehr Transparenz darüber, wer welche Daten sammelt. Nur so kann jeder einzelne seine persönliche Schlussfolgerungen und Konsequenz ziehen.

Grundschulanmeldungen noch bis 28. Oktober möglich

Anmeldefenster

Die Anmeldefristen für die Grundschulen enden am 28.10.16. Foto hlm)

Coesfeld, 18.10.16 (PM). Eltern, deren Kinder im kommenden Jahr schulpflichtig werden, können ihren Nachwuchs noch bis zum 28. Oktober für eine der sieben Coesfelder Grundschulen anmelden.
Von der Schulpflicht erfasst werden dann Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 geboren wurden.
Der Anmeldebogen, den alle Eltern erhalten haben, kann persönlich bei der Stadt im Team Bildung oder per Mail an andrea.schlerkmann@coesfeld.de gesandt werden. Wer sein Kind an der Maria Montessori Schule anmelden möchte, reicht ihn dort direkt ein. Das nötige Formular kann auch der Internetseite der Stadt www.coesfeld.de entnommen werden.
Wer den Offenen Ganztag der Grundschule nutzen möchte, kann in der Regel eine Betreuung bis 16 Uhr nutzen. Im Angebot, das an allen Grundschulen gilt, ist ein warmes Mittagessen enthalten, das gesondert abgerechnet wird.
Fragen zum Anmeldeverfahren beantworten die Mitarbeiter im Fachbereich Jugend, Familie, Bildung, Freizeit, Christian Fleige, Tel. 02541 / 939–2316 und Andrea Schlerkmann, Tel. 02541 / 939–23 17.

Aside

Coesfeld, 14.09.16 (PM). Zehn Jobexpertinnen und Jobexperten gehen auf Tour durch das westliche Münsterland und gastieren am Freitag, 16.09.16, von 14.30 bis 17.30 Uhr, in der Hauptstelle derSparkasse Westmünsterland, Münsterstraße. Informiert wird zu den Themenfeldern Arbeit, Bildung und Beruf, wie zum Beispiel „Frau und Beruf“, „Ausbildung“, „Existenzgründung & Selbständigkeit“, „Migration und Integration“, „Familienfreundliche Arbeitgeber“, „Weiterbildung und Qualifizierung“ und „Kinderbetreuung“. Die Veranstaltungsreihe steht unter dem Schirm des Regionale 2016-Projekts „ZukunftsFrauen“.

 

Das „Gläserne Klassenzimmer“

Gemeinsames Lernen ist ein wichtiger Bestandteil in der Pädagogik der Maria Montessori Schule in Coesfeld.

Gemeinsames Lernen ist ein wichtiger Bestandteil in der Pädagogik der Maria Montessori Schule in Coesfeld.

Maria Montessori Grundschule stellt sich vor

Coesfeld, 14.09.2016. Mit einem Info-Abend am Donnerstag, 22.09.2016, und dem „Gläsernen Klassenzimmer“ am Samstag, 24.09.2016 gibt die Maria Montessori Grundschule direkte Einblicke in ihr Konzept und den Alltag an der Seminarstraße. „Als stille Beobachter können Eltern den Unterricht anschaulich verfolgen“, lädt die Schulleitung Annette Bohmert und Georg Hahn alle Interessierten ein.

Zwischen 9.00 und 10.30 Uhr sowie von 10.45 bis 12.15 Uhr lernen sie am übernächsten Samstag die typischen Merkmale der Montessori-Pädagogik kennen: Jahrgangsmischung in den Klassen, fächerübergreifendes, vernetztes Lernen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Inklusion von Kindern mit und ohne Förderbedarf.

Vieles wird den Eltern an beiden Terminen bekannt vorkommen. Denn inhaltlich richtet sich auch die Maria Montessori Grundschule nach den Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen. „Es unterscheiden sich also nicht die Inhalte von denen anderer Schulen, sondern der Weg, auf dem die Bildungsziele erreicht werden, ist besonders“, erläutert Schulleiterin Annette Bohmert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem vom Kind selbst gesteuerten Lernen.

Neben dem Fachunterricht wählen die Schülerinnen und Schüler während der Freien Arbeit aus den vorbereiteten Materialien selbst aus, welche Mittel sie zur Erreichung der Lernziele einsetzen. Dabei werden sie stets durch das pädagogische Team unterstützt.

Am Infoabend, der um 20.00 Uhr beginnt, wird auch die individuelle Leistungserziehung in den Blick genommen.  „Es werden Entwicklungsberichte erstellt, die besser informieren als Ziffernnoten“, betont Schulleiter Georg Hahn. Zwischen den Zeugnissen schafft die Schule Transparenz durch Lernhefte, Lernlandkarten und Lernzielkontrollen.

Eine Anmeldung für das „Gläserne Klassenzimmer“ ist erforderlich und wird erbeten unter der Telefonnummer 02541-8012838; für den Infoabend ist diese nicht erforderlich.

 

Platz für Wiederbelebung

Ecke Schüppenstraße / Bernhard-von-Galen-Straße wird zum Übungsplatz der Wiederbelebung.

Ecke Schüppenstraße / Bernhard-von-Galen-Straße wird zum Übungsplatz der Wiederbelebung.

Coesfeld, 14.09.16 (PM). Eine Reanimations-Schulung auf dem Marktplatz bietet das Anästhesieteam der Christophorus-Kliniken in Zusammenarbeit mit der Stadt Coesfeld an. Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. September statt. Die Organisatoren laden an diesem Tag von 9 bis 12 Uhr unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ an die Ecke Schüppenstraße/Berhard-v.- Galen-Straße ein. Die Aktion ist die Abschlussveranstaltung der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung, deren Ziel es ist, durch die Einbindung von Ersthelfern jährlich 10.000 Menschen mehr das Leben zu retten.
„Ein Großteil der Herzstillstände findet im persönlichen Umfeld statt – das heißt zu Hause, beim Sport oder auf der Arbeit – und wird direkt von Angehörigen oder nahestehenden Personen beobachtet. Deshalb möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, ihre Reanimationsfertigkeiten aufzufrischen und so zu Lebensrettern zu werden“, erklärt Dr. Martin Mühlmeyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin. Er und sein Team haben einen Infostand aufgebaut, an dem sie über die einfachen Maßnahmen informieren, die der Ersthelfer ausführen muss. Dabei können an zehn Mini-Puppen die Wiederbelebungsmaßnahmen direkt geübt werden. Landrat Dr. Schulze-Pellengahr unterstützt die Aktion und besucht den Marktstand an dem Morgen. Bei schlechtem Wetter wird die Aktion ins Büro des Stadtmarketings direkt in der Nähe des Marktplatzes verlegt.

Leitende Posten neu besetzt

Hoppe leitet neuen Fachbereich – Zirkel neue Pressesprecherin

Coesfeld, 11.07.16 (PM). Der langjährige Fachbereichsleiter des Fachbereiches 30  „Bürgerservice und Ordnung“ ist in den Ruhestand getreten und die bisherige Leiterin des Fachbereiches „Jugend, Familie, Bildung, Freizeit“ wird zum 01.08.2016 die Dienststelle wechseln. Gründe, die eine personelle Umbesetzung im Rathaus erforderten. Als Nachfolgerin für die Jugendamtsleitung ist  die langjährige Pressesprecherin der Stadt Coesfeld und Geschäftsführerin des Stadtmarketing Vereins, Frau Dorothee Heitz, vorgesehen.

Udo Hoppe übernimmt ab dem 01.09. einen neu geschaffenen Fachbereich.

Udo Hoppe übernimmt ab dem 01.09. einen neu geschaffenen Fachbereich.

Vor dem Hintergrund dieser personellen Veränderungen wurde die Organisation der betroffenen Bereiche überarbeitet und teilweise neu strukturiert. Dabei wird ein neuer Fachbereich „Bürgerservice, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing“ geschaffen, in dem vor allem die Dienstleistungsbereiche Bürgerbüro, Standesamt, Stadtmarketing/Tourismus zusammengefasst werden.

Dieser Bereich wird ab 01.09.2016 von Herrn Udo Hoppe aus dem Standesamt als Teamleiter geführt. Des Weiteren sind die Wirtschaftsförderung und das Grundstücksmanagement hier angesiedelt. Die Stellenausschreibung für die gesamte Fachbereichsleitung ist bereits erfolgt. Der Fachbereich wird dem Dezernat des Bürgermeister zugeordnet.

Neue Pressesprecherin der Stadt Coesfeld: Andrea Zirkel.

Neue Pressesprecherin der Stadt Coesfeld: Andrea Zirkel.

Die Pressestelle wird als Stabsstelle direkt dem Bürgermeister unterstellt; neue Pressesprecherin wird Frau Andrea Zirkel. Die verbleibenden Bereiche des bisherigen Fachbereichs 30 (Allgemeines Ordnungsrecht, verkehrliche Anlagen sowie Feuerwehr) werden mit dem bisherigen Fachbereich „Soziales und Wohnen“ zum neuen Fachbereich „“Ordnung, Soziales und Wohnen“ zusammengefasst. Die Fachbereichsleitung verbleibt weiterhin bei Herrn Bernd Kasischke. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen erfolgt in mehreren Schritten. Der Zeitplan hängt von räumlichen Faktoren sowie der Verfügbarkeit der betroffenen Personen ab.

Kommunen senden deutliches Signal nach Ochtrup

Notfalls Prozess gegen das Designer Outlet Center

Oberbürgermeister Dieter Krone und Bürgermeister beziehungsweise Vertreter aus den benachbarten Städten und Landkreisen sagen „Nein“ zur Erweiterung des DOC Ochtrup.

Oberbürgermeister Dieter Krone und Bürgermeister beziehungsweise Vertreter aus den benachbarten Städten und Landkreisen sagen „Nein“ zur Erweiterung des DOC Ochtrup.

Lingen/Coesfeld, 30.06.16 (PM). Strikte Ablehnung gegen die Erweiterung des DOC (Designer Outlet-Center) Ochtrup und damit gegen die darauf ausgerichtete Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Ochtrup haben die benachbarten Kommunen und Landkreise in einem weiteren Treffen in Lingen geäußert. Die Stadt Lingen und die Stadt Rheine hatten gemeinsam zu diesem Treffen eingeladen. 17 Kommunen – darunter die Kreisstadt Coesfeld – und drei Landkreise sind in den von der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH (EWG) organisierten Zusammenschluss eingebunden.

Das bestehende DOC mit einer Verkaufsfläche von 11.500 Quadratmeter soll auf 19.800 Quadratmeter erweitert werden. Die Erhöhung der Verkaufsfläche um mehr als 70 Prozent und die Verlagerung des Schwerpunktes auf den Verkauf auch hochwertiger Bekleidung werden von allen am Treffen beteiligten Kommunen und Landkreisen strikt abgelehnt. Ein derartiges Großprojekt übersteige den zentralörtlichen Versorgungsauftrag von Ochtrup als kleineres Mittelzentrum bei weitem.

Scharf kritisiert wurde auch, dass die Negativauswirkungen der DOC-Erweiterung auf die Innenstädte und Ortszentren der benachbarten Kommunen im Rahmen der Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes überhaupt nicht beleuchtet wurden. Die beabsichtigte Vergrößerung des zentralen Versorgungsbereiches von Ochtrup für die DOC-Erweiterung sei nicht gerechtfertigt, betonten auch die von dem regionalen Zusammenschluss beauftragten Rechtsanwälte Dr. Heinz Janning und Dr. Olaf Bischopink (Baumeister Rechtsanwälte), die die rechtlichen Vorbehalte gegen das Projekt und das weitere Planverfahren näher erläuterten.

Entsprechende Stellungnahmen der beteiligten Nachbarkommunen und Kreise mit weiteren Kritikpunkten sind an die Stadt Ochtrup gegangen. Die Vorlage zur Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Ochtrup wird voraussichtlich am 6. Juli im Rat der Stadt Ochtrup beraten. Im Herbst wird voraussichtlich der Ausschuss für Planen und Bauen der Stadt Ochtrup über die Planentwürfe für die frühzeitige Beteiligung entscheiden.

Die Umlandkommunen machten beim Treffen deutlich, dass sie für rechtliche Schritte bereit sind und einen möglichen Prozess gemeinsam finanzieren werden.

Der Rohling war Namensgeber

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„Intenso“ der Musikschule Coesfeld

logo_intensoDie ersten Akkorde schwingen durch die Luft. Unverkennbar – das Motiv ist erkannt. Das klingt nach „Zombie“. Es spielen aber nicht The Cranberries, sondern Intenso.

Geburts- und Heimatort der Gruppe ist die Musikschule Coesfeld. Seit rund 13 Jahren leitet Musikschullehrer Ulli Dirks die Band. Der Name ist seit Jahren konstant geblieben. Nicht aber die Besetzung. Die bleibt etwa zwei bis drei Jahre bestehen. Es sind durch die Bank Schüler und Schülerinnen. In der jetzigen Formation im Alter von 13 bis 19 Jahren. Acht an der Zahl. Wobei sich die Ältesten Kinga Beiring (Gesang), Maria Frank (Gesang) und Ralf Wedemann (Schlagzeug), das Abitur in den Taschen, auf einen anderen Weg machen. Es bleiben der 17-jährige Lennart Reckfort (Gitarre), der 14-jährige Luca Völking (Bass), der 15-jährige Paul Schmitz (Gitarre), der 15-jährige Andre Sommer (Gitarre) und mit das jüngste Mitglied Alexander Gottheil (Schlagzeug). Der 13-Jährige hatte mit einer kleineren Besetzung von Intenso kürzlich bei der Eröffnung der neuen Mensa in der Maria Montessori Schule seinen ersten Auftritt.

Intenso in der gegenwärtigen Besetzung von l. Luca Vöcking, André Sommer, Kinga Beiring, Paul Schmitz, Lennart Reckfort und Alexander Gottheil (Foto hlm).

Intenso in der gegenwärtigen Besetzung von l. Luca Vöcking, André Sommer, Kinga Beiring, Paul Schmitz, Lennart Reckfort und Alexander Gottheil (Foto hlm).

„Wir sind eine reine Cover-Band“, fasst Dirks das musikalische Portfolio zusammen. In den ersten Stunden nannten sie sich M.S.B.C. als Abkürzung für MusikSchulBandCoesfeld. Dann holte die Band bei einem Musikwettbewerb von Radio Kiepenkerl den ersten Platz. Da brauchte es einen griffigen Namen. Der Blick fiel auf die CD, auf der die Musikstücke zum Üben gespeichert waren. Der Hersteller der CD-Rohlinge hieß „Intenso“. Bäng! Der Name war gefunden.

Als Sprungbrett in die hiesige Musikszene sehen die Bandmitglieder ihre Gruppe nicht. Wohl aber als Übungsort und als Möglichkeit Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln. Für den Gitarristen Lennart steht ganz klar Spaß am Hobby und der Ausgleich im Vordergrund. Die anderen Bandmitglieder nicken zustimmend. Regelmäßig treffen sie sich im Proberaum der Musikschule an der Osterwicker Straße. In den nächsten Wochen geht es in ein professionelles Studio. Zwei Songs sollen als Erinnerungstücke aufgenommen werden. „Es ist eine wilde Zusammensetzung, die sich immer wieder neu findet“, ist die Erfahrung von Dirks, wenn sich die Band neu formiert. Die Nachfolgeregelung für die drei, die die Band verlassen ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Intenso hat noch einen weiteren Hocker hinterm Schlagzeug und hinterm Mikrofon frei. Das gemeinsame Spielen in der Gruppe ist die Einladungskarte zur Zusammenkunft. Daneben stärken die Bandmitglieder die Kompetenz zur Teamfähigkeit, kassieren gemeinsam Lorbeeren zur Stärkung des Selbstwertgefühls. Und sie erfahren noch etwas: Kritik anzunehmen, um sich weiter zu entwicklen. Für Kinga endet zwar die Zeit bei Intenso. Nicht aber ihre Leidenschaft zu singen. Sie will mit Gesang weitermachen – an der Universität.

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Zutat für die Zukunft

Maria-Montessori-Grundschule eröffnet neue Mensa Coesfeld, 18.06.16 (hlm). Was als zwangsläufiges Muss begann, entpuppt sich jetzt als Zutat für die Zukunft. Im Ganztagsbetrieb gehört das Mittagessen zum Alltag in der Maria-Montessori-Grundschule. Es ist fester Bestandteil des Schulkonzeptes. Oder wie Mechthild Kolm, Geschäftsführerin des Trägervereins der Schule sich ausdrückt: „Die Zukunft braucht gesunde Kinder.“ Daran will die…