Kategorie: Dülmen

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Online gucken – lokal einkaufen?

Das Internet bietet dem Einzelhandel mehr als  einen Präsentationsraum

Coesfeld, 05.03.17 (hlm). Sie sitzen in Cafés, Restaurants, auf Bänken oder stehen an diversen Orten in der Fußgängerzone. Eines haben viele gemeinsam. Der Blick auf das Smartphone. Hastiges tippen von Zeichen, telefonieren oder mit Stöpseln im Ohr Musik hören. Angesprochen nimmt Pia Angelina Wulff ihren Kopfhörer ab: „Na klar nutze ich das Netz und informiere mich über das Angebot in einer Stadt. Ich will ja nicht umsonst hingehen.“ Das virtuelle Schaufenster der Stadt Coesfeld kennt sie nicht. „Brauche ich auch nicht, ich kenne die Stadt ja“, schmunzelt die junge Coesfelderin.

Der gastronomische Sektor bietet in den Geschäften freie WLAN-Hotspots für Kunden an. Vor der Tür gibt in der Fußgängerzone den CosiSpot. Durchschnittlich 300 Nutzer klinken sich damit täglich ins Netz ein, wie Antje Evers, Sprecherin der Stadtwerke Coesfeld auf Anfrage der CN mitteilt. Seit der Freischaltung, Mitte 2015, holten sich gut 300000 Nutzer die virtuelle Welt auf ihre Endgeräte. Kostenfreies Internet – mit einem Hintergedanken. Die Stadt soll attraktiver werden und Kunden in die Geschäfte locken.

Die Fussgängerzone zum Erlebnisraum machen. Da könnte das Internet helfen. (Foto hlm)

Auf der Bank sitzt die Coesfelderin Angelika Reher für eine kurze Pause. Das Internet spielt für sie keine Rolle. Sie kauft lieber alles vor Ort ein. Und wenn es das Gesuchte nicht gibt, findet sie es in einer anderen Stadt. „Mir fehlen in Coesfeld die Vielfalt und der Unterhaltungswert in der Fußgängerzone“. Sie kritisiert damit die vielen Geschäfte der gleichen Branchen. Mehr lockere Veranstaltungen könne mehr Leben in die Fußgängerzone bringen. Damit meint sie nicht die verkaufsoffenen Sonntage oder Ähnliches. Sie spricht von Straßenmusikanten oder anderen kleineren Aktionen.

„Es geht um Kundenkommunikation“

Aktionen? Wie das gehen kann, ist in Dülmen, bei Schenken-Kochen-Wohnen, zu sehen. Der Geschäftsinhaber Bernhard Homann bietet nutzbringende Workshops, wie Messer-Schleifkurs, für seine Kunden an. Das Internet ist nicht die reine Verlängerung der Ladentheke. Im Zusammenspiel mit den sozialen Netzwerken sieht er in der Onlinewelt einen Spielball, um Kunden in sein Geschäft zu locken. „Es geht nicht um den Onlineshop, sondern um Kundenkommunikation“, plakatiert Lars Werkmeister, Geschäftsführer des Lüdinghauser Stadtmarketingvereins, die Möglichkeiten für die Nutzung der Internetwelt. Potenziale, die Händler in der Stadt für sich entdecken können.

Sprecher des Arbeitskreises Hanel & Gastronomie, Werner Prause (l.) sieht in er Vernetzung mit der Netzwelt die Chance den Coesfelder Handel attraktiv darzustellen. Aber es ist nicht Allheilmittel. (Foto hlm)

„Das Internet ist keine Konkurrenz!“ Aus dieser Perspektive sieht es Werner Prause, Händler in Coesfeld und Mitglied im Stadtmarketingverein Coesfeld & Partner. Für den Sprecher des Arbeitskreises Handel und Gastronomie ist es ein Werkzeug, um sich zu präsentieren und die Attraktivität der Stadt zu steigern. Immer mehr Einzelhändler präsentieren sich mit Websites. Zusammenfassend dargestellt werden diese in dem virtuellen Schaufenster. Das Webportal ist mit dem Suchbegriff „Einkaufen in Coesfeld“ bei allen gängigen Suchmaschinen unter den Top 10 zu finden. Das ergab die Recherche von CN.

Zugriffszahlen auf das Webportal sind von der Stadt Coesfeld nicht zu bekommen. Wegen Bindung an den Datenschutz und einem zu zeit- und kostenintensiven Aufwand wolle man die Anfrage nicht beantworten, heißt es aus der Pressestelle.

Auf Webshops setzt der Coesfelder Stadtmarketingverein nicht. Prause: „Wir wollen die Menschen in der Stadt haben.“ Dazu braucht es eine attraktive Innenstadt. Bei der Stadtentwicklung ist das in erster Linie die Hausaufgabe der Stadtverwaltung. Einen Anziehungsmagnet erhofft sich der Arbeitskreissprecher mit Blick auf den Schlosspark durch das Regionale-2016-Projekt „Urbane Berkel“. Weiter gehört zur Schaffung eines positiven Umfeldes die Bereitstellung von genügend Parkraum. Eine Baustelle, die in seinen Augen noch nicht geschlossen ist. Zur Attraktivität einer Stadt zählen auch fachkundige Beratung und freundliches Auftreten gegenüber den Kunden. Aufgaben, die den Händlern durch Weiterbildungsangebote und Schulungen obliegen. Prause sieht Coesfeld vorne mit schwimmen: „Man kommt sogar aus dem weiteren Umfeld, weil dem Kunden hier freundliche und gut ausgebildete Mitarbeiter begegnen.“

Einen Zukunftsweg will der Stadtmarketingverein gehen. Der digitale Coesfeld-Gutschein wird kommen und damit einen Faden zwischen der Netzwelt und dem Handel spinnen. Prause bilanziert. Schon der analoge Coesfeld-Gutschein sei ein Erfolgsmodell. Er binde 230000 Euro Umsatz pro Jahr an Coesfeld.

Kein Onlineshop präferiert. Die Händler wollen die Kunden lieber in der Stadt haben. (Foto hlm)

Erika Eismann tummelt sich mit ihrem Spielwarengeschäft in einer Branche mit großer Konkurrenz im Internet. Laut einer Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel sind in 2016 Spielwaren im Wert von rund einer Milliarde Euro über das Netz verkauft worden. Trotzdem sieht sie für ihr Geschäft eine gute Chance. Sie setzt auf Beratung und Service. So wie die Kundin, die sich gerade verschiedene Gesellschaftsspiele erklären lässt. Zurzeit wird an einer Webseite gefeilt. Als reine Präsentation, um auf sich aufmerksam zu machen. „Die wird kein Onlineshop haben“, äußert die Inhaberin klar.

Die Netzwelt bleibt als Ausweg

Besonders wenn es um ein spezielles Produkt geht, das vor Ort nur schwer zu bekommen ist, ist die Bestellung im Internet die Wahl. Das berichten mehrere Facebook-Nutzer auf eine Anfrage. Weitere oft genannte Gründe, den Onlinehandel zu nutzen, sind eingeschränkte Mobilität, preisliche Differenzen und unbegrenzte Produktauswahl. Und auch die gibt es: Im Internet über Produkte informieren und im lokalen Geschäft kaufen.

Ein Wunsch: Neues Ultraschallgerät für die Kinderklinik

Förderverein der Christophorus-Kliniken wendet sich an die Bürger

Förderverein der Christophorus-Kliniken feiern einjähriges Bestehen.

Der Förderverein der Christophorus-Kliniken traf sich jetzt zur ersten Jahresversammlung. Dabei stellte der Vorsitzende Dr. Preßler (r.) die vergangenen Projekte und neue Ziele vor.

Coesfeld, 16.03.16 (PM). Auf ein erstes erfolgreiches Jahr seit seiner Gründung blicken die Mitglieder des Fördervereins der Christophorus-Kliniken zurück. Auf der Versammlung am 8. März stellte der erste Vorsitzende Dr. Horst Preßler die bisher geförderten Projekte vor: Beispielsweise die Ausstattung des Eingangsbereiches in Coesfeld mit mehr Sitzgelegenheiten.

Auch für die kommenden Monate und Jahre haben die Mitglieder viele gute Ideen. „Um diese umzusetzen, möchten wir gerne weitere Mitglieder gewinnen“, erklärt Dr. Preßler, „aber auch Spenden ohne Mitgliedschaft sind stets willkommen!“ Der zweite Vorsitzende Dr. Friedrich Krings betonte, das der Förderverein deutlich machen wolle, dass mit den Christophorus- Kliniken an den drei Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln und der angeschlossenen Klinik für Psychiatrie das nach der Universitätsklinik Münster größte Krankenhaus im Münsterland entstanden sei, ausgestattet mit modernster Technik und hochspezialisierter Medizin. „Es muss aber auch transparent werden, dass eine große finanzielle Belastung in den nächsten Jahren durch die betriebswirtschaftlich notwendigen baulichen und strukturellen Maßnahmen zu bewältigen ist“, so der Chefarzt.

Für dieses Jahr hat sich der Förderverein vorgenommen, die Kinder- und Jugendklinik mit einem Ultraschallgerät auszustatten – Kosten 35.000 Euro. Das neue, mobile Gerät würde es ermöglichen, die kleinen Patienten bettseitig zu untersuchen, ohne sie aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Dies würde die Diagnostik beschleunigen und die Qualität deutlich erhöhen. Der Förderverein möchte sich dieses Projektes gerne annehmen und benötigt Ihre Hilfe.

Landgericht Münster bestätigt neue Eigentümer

Dülmen, 05.02.2016 (PM). Rund zwei Monate nach der Gläubigerversammlung können die neuen Wiesmann-Eigentümer Roheen- und Sahir Berry den Wiederaufbau der deutschen Sportwagenmarke einleiten. Das wurde nach der Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Wiesmann-Verkauf am 2. Dezember 2015 vorerst durch den Widerspruch einer Einzelperson verzögert. Das Landgericht lehnte die Beschwerde in den letzten Tagen final ab. Die Kaufverträge sind nun rechtlich bestätigt. „Es wird wieder Sportwagen aus Dülmener Fertigung geben,“ kommentiert Anita Tatalovic, Geschäftsführerin der Wiesmann Automotive GmbH die nun bestehende Rechtssicherheit. Ende Ende 2016 will die Automanufaktur ein neues Fahrzeug vorzustellen, heißt es in der Pressemitteilung.

Palliativarbeit: Ängste nehmen – Vertrauen schaffen

VICA und Caritas stellen ihre Arbeit im Kreis Coesfeld vor

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Auf dem letzten Weg nicht allein gelassen werden und Ängsten entgegnen – das leistet die Palliativversorgung mit vielen helfenden Organisatoren im Kreis Coesfeld.

• Informationsabende in Coesfeld und Dülmen
• Hospizbewegung DaSein mit dabei

Coesfeld/Dülmen, 01.02.16 (PM). Viele Menschen haben Angst vor der letzten Lebensphase. Werde ich Schmerzen haben? Bin ich allein oder kümmert sich jemand um mich? Wie lange kann ich zuhause wohnen? Diese Fragen haben viele Senioren und jüngere Menschen, deren Angehörige schwer- oder sterbenskrank sind.

Seit einigen Jahren schließen sich in vielen Städten Organisationen zusammen, die die Betroffenen palliativ betreuen. Palliativ bedeutet, dass die Behandlung die Erkrankung nicht mehr heilen kann, sondern die Beschwerden des Patienten lindert. Im Kreis Coesfeld arbeiten zahlreiche Institutionen in der Palliativarbeit sehr eng und gut zusammen. Auf Informationsabende möchten die beteiligten Gruppen ihre Arbeit vorstellen und laden Interessiert ein:

• Mittwoch, 24. Februar, 18 – 20 Uhr, Cafeteria der Christophorus-Kliniken in Dülmen, Vollenstraße 10;

• am Montag, 07. März, 18 – 20 Uhr, Caritas-Haus in Coesfeld, Osterwicker Straße 12.

An beiden Abenden stellt sich das Palliativnetz Kreis Coesfeld vor sowie das Hospiz Anna Katharina in Dülmen. Außerdem berichten Pflege-Fachkräfte anschaulich von der Palliativpflege. In Coesfeld stellen zusätzlich die Organisatoren der Hospizbewegung DaSein ihre Gruppe vor, und an dem Abend in Dülmen wird die Palliativstation des Dülmener Krankenhauses erläutert.
Nach den Beiträgen wird jeweils ein kleiner Imbiss gereicht und die Teilnehmer haben Gelegenheit, sich untereinander und mit den Organisatoren auszutauschen. Organisiert wird die Veranstaltung vom ambulanten Pflegedienst VICA sowie vom Caritasverband. Beide haben viel Erfahrung bei der Pflege schwerstkranker Patienten und eine spezielle Anerkennung in diesem Bereich.

Anmeldungen für die Veranstaltungen in Dülmen (bis zum 10. Februar) und Coesfeld (bis zum 22. Februar) unter Tel. 02541 7205-1005 oder per E-Mail unter bronnert-haerle@caritas-coesfeld.de.