Kategorie: Nottuln

Themen für Nottuln

Vernetzen durch Kooperationen

Jetzt auswählen – VHS-Programm 2016/2017 ist verfügbar

Dr. Mechthilde Boland-Theißen und Jürgen Rasch von der VHS setzen auf Verstärkung der Kooperationen und Netzwerkbildung (Foto hlm)

Dr. Mechthilde Boland-Theißen und Jürgen Rasch von der VHS setzen auf Verstärkung der Kooperationen und Netzwerkbildung (Foto hlm)

Coesfeld, 16.06.16 (hlm). Auf dem Tisch von Dr. Mechthilde Boland-Theißen, Direktorin der Volkshochschule (VHS), liegt es. Das dritte Jahresprogramm der VHS, auf 64 Seiten gedruckt, mit rund 800 Angeboten zur Weiterbildung. Das bildet einen Teil dessen ab, was die VHS leistet und anbietet. Das Aufgabenspektrum hat sich längst ausgeweitet. Umfassendes läuft außerhalb des Gesichtsfeldes der breiten Öffentlichkeit. Zum Beispiel die Beteiligung am Gesundheitsforum Coesfeld mit verschiedenen Medizinern. Der Kooperation mit unterschiedlichen Schulen in Coesfeld und Umgebung, um Expertenwissen über Zeitmanagement oder Eigenakquise in die Klassen zu tragen. Oder den Bedarf an Integrationskursen, in denen Flüchtlinge den ersten Zugang zur deutschen Sprache finden, kurzfristig zu decken.

Die Klassiker des Weiterbildungsangebotes bleiben bestehen. Aber eine Sparte findet immer mehr Zuspruch. Die Zahl von Institutionen, die das Angebot von hauseigenen Schulungen nutzen, steigt. Damit verlagert sich der Unterrichtsort in die Räume der Kunden. Unberührt davon bleiben die fest etablierten Sprachkurse der VHS. Schließlich geht es um Verlässlichkeit. Die Gewissheit nach einem absolvierten Kurs mit dem Nachfolgekurs weiter zu machen. Einen Fingerzeig ins Programmheft macht Dr. Boland-Theißen. Ein Versuchsballon steigt: Eine spezielle Vortragsreihe, die den Zugang und das Verständnis zur Kunst in einen anderen Blickwinkel rückt. Dazu hat die VHS den Referenten Dr. Hans-Martin Dziersk ins Haus holen können. „Mit seiner eloquenten und witzigen Art reist er mit seinen Zuhörern durch die Kunst“, beschreibt die Direktorin der VHS den Kunsthistoriker. Eine kleine Geschmacksprobe gefällig?

Programmerweiterung an einem neuen Standort erfährt die Rubrik Kunst & Kultur. Nach dem umfassenden Umbau und der Fertigstellung des Hofs Schoppmann in Darup kann Kursleiterin Karola Wortmann mit Pinsel und anderen Malwerkzeugen dort mit den Teilnehmern der Kreativität Lauf lassen. „Dieses Kursangebot ist ein Beispiel dafür, wie durch enge Zusammenarbeit ein gemeinsamer Weg gefunden wird“, so Boland-Theißen. Ein Schwergewicht der Arbeit in der VHS ist, sich an der Integration der Flüchtlinge mit praktischen Angeboten zu beteiligen. Eine große Bedarfslücke schließen die Kursleiter und ehrenamtlich Aktiven, um den Schutz suchenden Menschen den Zugang in unsere Gesellschaft niedrigschwellig zu ermöglichen: Vermitteln der Grundkenntnisse der deutschen Sprache, die Anwendung und der Umgang im Alltag.

Eine positive Bilanz zieht Dr. Boland-Theißen mit dem Jahresprogramm. Das frühere Halbjahresprogramm hatte viele Kapazitäten gekostet, die nun anderen Kernaufgaben zufließen.

Das aktuelle VHS-Programm 2016/2017 gibt es als PDF zum Download hier.

„Kein Sprint, sondern ein Marathonlauf“

Flüchtlinge im Gespräch mit dem Bürgermeister

Vera Krott-Unterweger mit Schülerinnen und Schülern im Deutschkurs. Die VHS hat Bürgermeister Heinz Öhmann zu einer Gesprächsrunde eingeladen.

Vera Krott-Unterweger mit Schülerinnen und Schülern im Deutschkurs. (Foto hlm)

Coesfeld, 27.04.16 (hlm). Seit Dezember sitzen die Flüchtlinge in kleinen Gruppen täglich zusammen und pauken Vokabeln und Grammatik im Deutschkurs der Volkshochschule (VHS). Heute ist ein besonderer Tag. Der Bürgermeister ist zu Gast. Die Leiterin des Hauses, Dr. Mechtilde Boland-Theißen findet es mutig und bemerkenswert, dass sie sich schon nach kurzer Zeit trauen mit Heinz Öhmann ins Gespräch zu kommen.

Das komplexe Verwaltungsdeutsch muss der Verwaltungschef ablegen und auf Augenhöhe reden: „Deutschland ist ein kompliziertes Land, mit komplexen Regeln und Zuständigkeiten“. Es hängt an dem Wort „Zuständigkeit“. Die Flüchtlinge verstehen nicht, warum bis jetzt kein Anhörungstermin für das Asylverfahren zu bekommen ist. Viele unverständliche Gesichter, als der Bürgermeister seinen ersten Erklärungsversuch startet. Er greift zum Stift, schreitet zur Tafel und skizziert ein Schaubild. „Zuständigkeit“ steht in großen roten Buchstaben an der Tafel. Smartphones werden zur Hand genommen. Kopfnicken bei den einen, Kopfschütteln bei den anderen. Für einen Moment bekommen wir einen Eindruck, wie es einem Menschen in einem Land mit einer anderen Sprache ergeht. Die Schülerinnen und Schüler reden untereinander in Arabisch. Wir hören hilflos zu und verstehen nichts. Dann schmunzelnde Gesichter. Es scheint, als wäre „Zuständigkeit“ geklärt. Die Stadt Coesfeld hat keinen Einfluss auf das Asylverfahren. Dafür ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig. Coesfeld hat die Aufgabe, den Menschen eine Unterkunft, Verpflegung und Hilfe im Alltag zu geben.

Bei der Bewältigung des Alltages unterstützt die Stadtverwaltung mit dem speziellen Kursangebot über die Volkshochschule (VHS) alle Flüchtlinge und ermöglicht den Einstieg in die deutsche Sprache. Während in der Nachbarkommunen Billerbeck und Nottuln die Kurse über Sponsoring finanziert werden, investiert in Coesfeld die Stadt Geld in die Grundausbildung. Für Öhmann ist es gut angelegt, um die Integration zu fördern.

Das Erfolgsniveau ist sehr verschieden. Es hängt von kulturellen Wertevorstellungen und vom Bildungshintergrund der Erwachsenen ab. Diese Gruppe überwiegend junger Menschen haben alle eine akademische Vorbildung. Sie finden einen schnellen Zugang zur Sprache. Zwischen sechs und acht Monate sind sie in Coesfeld. „In anderen Gruppen haben wir es auch mit Analphabeten zu tun“, berichtet Christiane Gottschalk, eine der Kursleiterinnen.

Mit einem kleinen Vokabular geben die drei Frauen und sieben Männer einen winzigen Einblick in ihren persönlichen Hintergrund. Menschen, deren Familien auseinandergerissen wurden. Familienmitglieder, die in anderen Ländern leben oder Verwandte, die noch im Kriegsgebiet sind. Sie sind dankbar hier in Coesfeld zu sein und haben keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Aber Kritik kommt. Deutschdozentin Gottschalk macht auf die Notwenigkeit der Technik aufmerksam. Das Internet ist nicht nur Kommunikationskanal, sondern ein wichtiger Lernkanal. Lernmaterialien und Übersetzungsprogramme werden über diesen Weg genutzt. Kontraproduktiv findet sie das Angebot von Lern-DVDs: „Die haben in den Unterbringungen keine DVD-Spieler.“

Die Sprache zu verstehen, ist das eine. Die Sprache in den Alltag zu integrieren und mit ihr zu leben, ist eine weitere Lernstufe. Dr. Boland-Theißen bringt es auf den Punkt: „Das wird kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.“ Neben den elf Grundkursen für Flüchtlinge bietet die VHS und weitere Bildungsträger weiterführende Kursangebote für Deutschlernende an.

Ein Wunsch: Neues Ultraschallgerät für die Kinderklinik

Förderverein der Christophorus-Kliniken wendet sich an die Bürger

Förderverein der Christophorus-Kliniken feiern einjähriges Bestehen.

Der Förderverein der Christophorus-Kliniken traf sich jetzt zur ersten Jahresversammlung. Dabei stellte der Vorsitzende Dr. Preßler (r.) die vergangenen Projekte und neue Ziele vor.

Coesfeld, 16.03.16 (PM). Auf ein erstes erfolgreiches Jahr seit seiner Gründung blicken die Mitglieder des Fördervereins der Christophorus-Kliniken zurück. Auf der Versammlung am 8. März stellte der erste Vorsitzende Dr. Horst Preßler die bisher geförderten Projekte vor: Beispielsweise die Ausstattung des Eingangsbereiches in Coesfeld mit mehr Sitzgelegenheiten.

Auch für die kommenden Monate und Jahre haben die Mitglieder viele gute Ideen. „Um diese umzusetzen, möchten wir gerne weitere Mitglieder gewinnen“, erklärt Dr. Preßler, „aber auch Spenden ohne Mitgliedschaft sind stets willkommen!“ Der zweite Vorsitzende Dr. Friedrich Krings betonte, das der Förderverein deutlich machen wolle, dass mit den Christophorus- Kliniken an den drei Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln und der angeschlossenen Klinik für Psychiatrie das nach der Universitätsklinik Münster größte Krankenhaus im Münsterland entstanden sei, ausgestattet mit modernster Technik und hochspezialisierter Medizin. „Es muss aber auch transparent werden, dass eine große finanzielle Belastung in den nächsten Jahren durch die betriebswirtschaftlich notwendigen baulichen und strukturellen Maßnahmen zu bewältigen ist“, so der Chefarzt.

Für dieses Jahr hat sich der Förderverein vorgenommen, die Kinder- und Jugendklinik mit einem Ultraschallgerät auszustatten – Kosten 35.000 Euro. Das neue, mobile Gerät würde es ermöglichen, die kleinen Patienten bettseitig zu untersuchen, ohne sie aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Dies würde die Diagnostik beschleunigen und die Qualität deutlich erhöhen. Der Förderverein möchte sich dieses Projektes gerne annehmen und benötigt Ihre Hilfe.

„Man braucht nicht bis Santiago zu laufen“

23 Stelen informieren entlang des Baumberger Ludgerusweges

23 Stelen zeigen interessante Orte am Ludgerusweg.

Loben die 23 Informationsstelen, die den Baumberger Ludgerusweg bereichern: Josef Räckers (Wanderwart), Heinz Öhmann (Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe LEADER Baumberge), Heinrich-Georg Krumme (Vorstandsvorsitzende Sparkasse Westmünsterland), Michael Lukas (Bereichsdirektor Sparkasse Westmünsterland) und Christian Wermert (Sprecher der Baumberger Touristik). Foto hlm

Coesfeld, 15.02.16 (hlm). Das Buch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling mag vielleicht der Auslöser gewesen sein. Wandern ist wieder in Volkes Mund. Fitness, Ruhe und seine innere Balance finden, versprüht den Reiz beim Durchwandern von Landschaften. „Das braucht nicht mehr bis Santiago de Compostela zu sein, das geht jetzt auch auf dem Baumberger Ludgerusweg,“ schmunzelt Heinrich-Georg Krumme (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland) bei der Vorstellung der neuen Informationstafeln entlang des Hauptwanderwegs. Einen ausdrücklichen Dank richtet er an die Initiatoren, die sich für die Ausweisung des Wanderwegenetzes nicht nur starkgemacht haben, sondern aktiv mitgewirkt haben. Namentlich zu nennen sind Diplomgeograf und Wege-Wart Josef Räckes sowie Christian Wermert (Baumberge-Touristik). Sie haben dafür gesorgt, dass aus dem Wirrwarr der einzelnen Wanderwege und dem Kirchturmdenken Einzelner eine vernetzte Wanderwegsroute mit kooperativen Gedanken zwischen den beteiligten Städten und Gemeinden entstanden ist. 59 neue Rundwege markieren die Wanderwege. Dabei stehen die Buchstaben für den Anfangsbuchstaben der Stadt, wie „C“ für Coesfeld, „L“ wie Lette oder „B“ wie Billerbeck. Kreuzungspunkte verbinden einzelne Rundwege miteinander. Der Hauptwanderweg mit dem Ludgerus-„L“ vereinigt die Städte der Baumberger Region miteinander.

Das Ludgerus-"L" als Kennzeichen für den Hauptwanderweg (Quelle: http://www.baumberge-touristik.de)

Das Ludgerus-„L“ als Kennzeichen für den Hauptwanderweg (Quelle: http://www.baumberge-touristik.de)

Heinz Öhmann, als Vorsitzender des Vereins „Lokale Aktionsgruppe LEADER Baumberge“, ist begeistert: „Wir haben eine optimale Wanderwegskennzeichnung nicht nur für Wanderer, sondern auch für Reiter und Radfahrer.“ 50000 Euro flossen für die Entwicklung des rund 600 Kilometer langen Baumberger Ludgerusweges mit seinen Nebenstrecken. Es ist der erste zertifizierte Wanderweg in der Westfälischen Bucht.

Neben bereits bestehenden Tafeln informieren nun 23 Edelstahlstelen in 14 Orten über Sehenswürdigkeit, die der Tourenbegeisterte auf dem Weg entdecken kann. Die Hälfte der Kosten von 20000 Euro für die Schilder finanzierte die Sparkassenstiftung. Nicht nur um die Gesundheit der Menschen mit zu fördern, sondern auch den Blick in die Heimat des Kreises Coesfelds zu erweitern.

Der Onlineauftritt ist noch im Aufbau. Grundlegende Informationen sind verfügbar. Langfristig gehen die Initiatoren an die Optimierung. Vor allem beim Kartenmaterial fehlen Daten über die interessanten Punkte auf den Wegstrecken. „Wir wollten zunächst die Basis stehen haben“, begründet Josef Räckers den Schritt. Das sei mit der Ausweisung und der Auszeichnung der Wege hervorragend gelungen, so der Wege-Wart.

Der Stieglitz liebt es Bunt

Naturschutzbund stellt Vogel des Jahres vor Darup, 02.02.15 (hlm). Warum landet ein „Allerweltsvogel“ auf die Liste „Vogel des Jahres?“ Vielleicht, weil der Stieglitz (Carduelis carduelis) als Sinnbild für die strukturelle Einöde der Kulturlandschaft steht? Denn viele bunte Elemente braucht die Finkenarten der offenen Gelände. Genau hier fehlt es im Kreis Coesfeld. Die Monokultur und die…

Autoskooter im Krankenhaus fahren

Gegen Langeweile im Wartebereich der Chirurgischen Ambulanz Coesfeld, 28.01.16 (PM). Neugierig schaut sich das Kind in aller Ruhe die Einkaufsstraße mit den vielen Geschäften und Cafés an. Dann zeigt es seiner Mama die Menschen, die auf dem Bild zu sehen sind. warm Eingepackte und Pakete und Tüten tragend. Vor allem die abgebildeten Kinder machen ihm Freude. Sie spielen…

Schulwechsler in Coesfeld: Ein Hauptschüler bleibt Hauptschüler

Wie durchlässig ist das Schulsystem in Coesfeld? Coesfeld, 27.05.15 (hlm). Ein Hauptschüler bleibt ein Hauptschüler und eine ganze Realschulklasse wechselte zum Gymnasium. Das ergab die Auswertung des Zahlenmaterials der Schüler*, die im aktuellen Schuljahr 2014/2015 die Schule gewechselt haben. Die Daten hat die Stadtverwaltung auf Nachfrage der Coesfelder Nachrichten (CN) zur Verfügung gestellt. Nicht berücksichtigt sind…