Kategorie: Politik

Wo leben wir?

Nutze deine Stimme

Coesfeld, Europa, die Welt, 26.02.17 (hlm). Wie beschaulich lebt es sich in Coesfeld! Weit ab von der großen Politik und vom Weltgeschehen gehen wir in unserem Berkelstädtchen dem Alltag nach. Ja, es geht uns sehr gut. Nur gelegentlich werden wir mit großen Dingen konfrontiert. Nehmen wir das Beispiel Flüchtlingshilfe. Mit Engagement vieler ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger halfen und helfen Menschen anderen Menschen, die vor Krieg, Terror, Mord und anderen Gründen ihre Heimat verlassen haben. Heimat verlassen! Was bedeutet das? In der Allgemeinen Zeitung hat vor einiger Zeit die Journalistin Eman Khalf in einem Kommentar ihre Eindrücke beschrieben. Es waren Sätze, die mich als weltoffener Mensch tief bewegt haben. Der Heimat den Rücken zu zudrehen und zu verlassen. Das ist kein Umzug in eine andere Wohnung. Diesen Entschluss fassen Menschen, die in ihrem Land keine Perspektive mehr sehen. Sei es langfristig oder kurzfristig. Sie gehen, nehmen Erinnerungen mit, lassen Wohnort, Arbeit, Ausbildungsplätze, Verwandte und Freunde zurück, auf der Suche nach Sicherheit. Und machmal entpuppt sie sich als Unsicherheit oder endet gar mit dem Tod.

EU-Gebäude in Brüssel. (Foto Amio Cajander, Flickr)

Unsere Stadt gehört der Europäischen Gemeinschaft an. Ein Staatenverbund, der 2012 den Friedensnobelpreis erhielt. Überreicht, da wir uns für Frieden, Demokratie und Menschenrechte eingesetzt haben. Darauf können wir Stolz sein. Einige Wenige sehen das nicht. Sie wollen eine Umkehr; den Rückschritt in die staatliche Isolation. Einen Weg, den ich nicht mit gehen will. Denn ich bin Europäer. Ich setzte auf eine starke Union, die mit den wichtigsten Werte Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsrecht und Menschrecht ein starkes Rückgrat der Demokratie ist. Genau diese Werte werden unterhöhlt und infrage gestellt. In Deutschland will die Alternative für Deutschland Europa abschaffen. Sie will die Schlagbäume wieder aufstellen und die gemeinsame Währung aufgeben. Das ist reine Polemik und bringt uns nicht weiter. Dieser Weg ist ein Rückweg!

Zurück zu unseren beschaulich und friedvollen Coesfeld. Äußerlich mag es stimmen. Doch hier brodelt es hinter den Fassaden. In den sozialen Netzwerken werden sich verbale Schlachten geliefert, Beleidigungen, rechtspopulistische Gedanken unterschwellig und unverblümt veröffentlich und bisweilen mit „Daumen hoch“ kommentiert. Hoffung habe ich: Denn es halten zunehmend Bürgerinnen und Bürger dagegen. Um unsere Demokratie zu verteidigen, braucht es mehr Bekenner, die sich zur gewaltfrei wehren und sich öffentlichen Diskussionen stellen. Besonders spreche ich die Lokalpolitiker an. Mit ihrer Nicht-Einmischung düngen sie geradezu den Boden für den Rechtspopulismus und einem latenten Autokratismus.

Doch es ist Hoffnung in Sicht. Die Niederländer nutzten mit einer Wahlbeteiligung von 82 Prozent ihr demokratisches Recht. Sie haben dem geeinten Europa eine deutliche Stimme gegeben und ihren Ministerpräsidenten Mark Rutte im Amt bestätigt. Sie haben dem Gesellschaft spaltenden Geert Wilders mit seiner Ein-Mitglieds-Partei ein deutliches Signal gegeben: „So nicht!“.

Am 14. Mai 2017 ist Landtagswahl. Lasst uns die Chance ergreifen. Machen wir es wie die Niederländer. Nehmen wir unser Stimmrecht. Setzen wir damit dem Versuch unsere Grundwerte zu untergraben ein deutliches Ende. Beantworten wir damit die Frage wo wir leben wollen mit: „In Europa!“

 

Arbeiten mit Kollege Roboter

Industrie 4.0 ist nicht einfach eine technische Revolution

Coesfeld, 02.11.16 (hlm). „Die Potenziale können wir noch nicht abschätzen“, dimensioniert Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld). Er findet Bestätigung durch nickende Köpfe bei den Anwesenden des offenen Forums bei der Digital Akademie West im Hause von Cosoft. Die Gründer der kürzlich eröffneten Weiterbildungseinrichtungen haben für eine Diskussionsrunde zur Digitalisierung der Arbeitswelt Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzen in den Seminarraum geholt.

Digitale Arbeitswelt

Weiterbildung ist ein Schlüssel für die Industrie 4.0. Darüber herrscht Einigkeit bei (v.r.) Prof. Dr. Carsten Feldmann, Lars Göntgens, Heinz Öhmann, Dr. Jürgen Grüner, Christofer Weßeling und Jaron Heskamp. (Foto hlm)

Das Zeitalter der Industrie 4.0 ist nicht einfach eine branchenunabhängige technische Veränderung der Produktionsprozesse durch Automatisierungen. Das wird aus den Ausführungen von Prof. Dr. Carsten Feldmann (Fachhochschule Münster) in seinem Impulsvortrag deutlich. Die gesamte Arbeitswelt steht vor einer Veränderung, die sich nicht nur in der optimierten Schaffung von Produkten oder Dienstleistungen auswirkt. Dr. Jürgen Grüner (Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld) schätzt, dass 42 Prozent aller Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verändern werden. Berufsbilder werden sich verschieben, Anforderungen verändern. Für Lars Göntgens (Coesoft) ist die Digitalisierung eine Unterstützung und Vereinfachung von alltäglich wiederkehrenden Prozessen.

Das braucht als technische Infrastruktur schnelle Datenleitungen. Da ist der ländliche Raum bisher eher Schlusslicht. Der Kreis Coesfeld gehe mit gutem Beispiel voran, schließlich seien rund 40 Prozent aller Haushalte an eine schnelle Internetleitung angebunden, so Dr. Grüner. Der Ausbau des Glasfaser- und LTE-Netzes schreitet voran. Coesfeld und andere Städte gehen bereits weiter. Kostenlose Hotspots ziehen Besucher in die Fußgängerzone. Jetzt fehlen die Schnittstellen, um aus den Besuchern Kunden zu machen. Voraussetzungen dafür sind, den Umgang mit der Technik zu verstehen und für sich zu entdecken. Prof. Dr. Feldmann zeigt den Widerspruch auf, der zurzeit in der Unternehmerwelt besteht. 2/3 sehen deutlich den Bedarf an Weiterbildung. Aber nur 36 Prozent setzten das in die Tat um.

Christofer Weßeling, Dozent bei der Digital Akademie West, sieht in den Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten zur Digitalisierung der Arbeitswelt wichtige Haltepunkte für die Mitarbeiter in der Region. Der Kreis Coesfeld steht mit seiner niedrigsten Arbeitslosenquote in Nordrhein Westfalen sehr gut da. Aber unbesetzte Stellen wirken sich langfristig negativ auf die Produktivität aus. Die Region zu einem Magnet für Beschäftigte zu machen, wird eine Kernaufgabe für die nächsten Jahre sein. Es braucht Strukturen, die über das Weiterbildungsangebot hinaus reichen. Bürgermeister Heinz Öhmann sieht die Kreisstadt gut positioniert und hebt Coesfelds breites Bildungsangebot heraus.

Automatisierung bei Weiling: Im Hochregallager rasen selbststeuernde Wagen über Schienen und stellen bestellte Produkte zusammen. (Foto hlm)

Automatisierung bei Weiling: Im Hochregallager Autostore rasen selbststeuernde Wagen über Schienen und stellen bestellte Produkte zusammen. (Foto hlm)

Dass die Digitalisierung der Arbeitswelt in Coesfeld längst real ist, zeigt das Hochregallager Autostore von Weiling. In dem Chaos von übereinandergestapelten Kisten in einem großen Kubus kennt sich nur der Computer mit seinen selbststeuernden Wagen aus. Mehrere der digitalen Gefährte rollen zeitgleich über ein Schienenraster, ohne miteinander zu kollidieren. Das System kennt exakt die Position der Produkte und kontrolliert vollautomatisch den Lagerbestand. Rationalisierung mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen – der Gedanke kommt unmittelbar.

Nur den Verlust zu sehen, ist zu einfach. Die Arbeitswelt ist in einem Umwandlungsprozess. Für Beschäftigte ändern sich die Anforderungsprofile. In der Publikation „Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0“ (Springer Vieweg Verlag) sieht der Soziologe Ulrich Bochum in der digitalisierten Arbeitswelt einen Beschäftigten mit mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbstentscheidungswillen. Da knüpfen Akzeptanz, Aufgeschlossenheit und letztendlich Bildung und Erziehung direkt an. Industrie 4.0 ist eben nicht nur einfach auf der wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten. Es ist die vierte industrielle Revolution,die wir mitgestalten können. Eine Welt, in der auch die Frage der Handhabung von elektronischen Daten neu diskutiert und bewertet werden muss. Diese werden zum wertvollsten Gut. Es muss vor ungewollten Zugriffen geschützt werden. Andererseits erfordert es mehr Transparenz darüber, wer welche Daten sammelt. Nur so kann jeder einzelne seine persönliche Schlussfolgerungen und Konsequenz ziehen.

Gegen rechts steuern

Diskussionsrunde der SPD gegen Rassismus

Coesfeld, 03.07.16 (PM). Die SPD Coesfeld lädt am Dienstag 5.7.2016, 19.00 Uhr, zu einer Diskussionsrunde über Rechtsextremismus und Rechtspopulismus im Hotelrestaurant Haselhoff ein. Als Fachleute haben die Sozialdemokraten zwei Vertreterinnen der mobim (Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster) zu Gast.

„Die politischen Entwicklungen der kürzeren Vergangenheit verlangen nach einer klaren und bestimmten Sprache gegen rassistische und rechte Slogans,“ so der Vorsitzende der SPD Coesfeld  Hermann-Josef Vogt. Er sieht jeden in der Pflicht sich für die Freiheit und Demokratie einzusetzen.

Die öffentliche Veranstaltung will die Situation vor Ort beleuchten und nach Lösungen suchen, wie sich unsere Gesellschaft mit demokratischen Mitteln gegen rechte und rassistische Stimmungsmache zur Wehr setzten kann.

Im Anschluss wird der SPD Ortsverein Delegierte wählen, um die Wahlen für den Landtag und Bundestag im Jahr 2017 vorzubereiten. Ebenfalls steht die Nominierung eines Kandidaten für die Wahlkreisdelegiertenkonferenz am 6.9.2016 für den Wahlkreis Coesfeld I/Borken III an.

Info-Tour führte zum Bunten Haus nach Gescher

CDU-Arbeitskreis Integration mit weiteren Erkenntnissen für Coesfelder Begegnungsstätte

Zum Bunten Haus nach Gescher führte die Info-Tour der Coesfelder CDU zu Begegnungsstätten für Flüchtlinge. Dort zeigten sich die Coesfelder beeindruckt vom Engagement der Gescheraner Ehrenamtlichen.

Mitglieder des CDU Arbeitskreises Integration besichtigten in Gescher die Begegnungsstätten für Flüchtlinge. Dort zeigten sich die Coesfelder beeindruckt vom Engagement der Gescheraner Ehrenamtlichen.

Coesfeld, 03.05.16 (PM). Die Info-Tour zu Begegnungsstätten für Flüchtlinge führten Mitglieder des CDU-Arbeitskreises Integration zum Bunten Haus nach Gescher. 60 Ehrenamtliche kümmern sich dreimal wöchentlich um rund 320 Flüchtlinge. Die Treffs werden von Ehrenamtlichen unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde geleistet.

Carola Gravermann, Norbert Lanfer und Maria Schüttert vom Ehrenamts-Team freuten sich über den Besuch der Coesfelder. Sie führten durch das Haus der früheren Apotheke. Erfreulich sei, dass engagierte Gescheraner dort bei der Einrichtung des Treffs Hand anlegten. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei ungebrochen. Die Ehrenamtlichen kümmern sich um die Flüchtlinge, die spontan ins Bunte Haus kommen. So werden Deutschkurse vermittelt, Sportangebote gemacht, Fußballturniere organisiert, Wandertage durchgeführt oder Teilnahme zum Schwimmen ermöglicht. Sogar ein offener Wortgottesdienst von Flüchtlingen und Gescheranern fand riesigen Anklang. „Ihr seid wie Engel“, habe ein Flüchtling Maria Schüttert gesagt, die dieses Lob auf alle Ehrenamtlichen bezog. Maria Busemann-Holters bedankte sich namens der CDU mit kleinen Präsenten für die Ehrenamtlichen und die Flüchtlinge. CDU-AK-Leiter Norbert Hagemann kündigte in Gescher abschließend an, dass die nächste Info-Tour zum Caritasverband an der Osterwicker Straße in Coesfeld führt. Dort informiert die mitgereiste Fachkraft für Migration und Integration Majda Mchiche.

Kraftakt in Flamschen

Präsentationsjahr der Regionale 2016 eröffnet

Regionale 2016 geht mit dem Präsentationsjahr in die Zielgerade

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker pfeifen das Präsentationsjahr der Regionalen 2016 an. (Foto hlm)

Coesfeld, 29.04.16 (hlm). 600 Stimmen schmettern lauthals den Refrain „Ich will wieder an die Berkel, ohoho, ich will zurück ins Münsterland“, des Songs von den Ärzten in der Werkshalle bei Krampe Fahrzeugbau im Industriepark Nord.Westfalen. Die Regionale 2016 feiert sich und den Startpunkt des Präsentationsjahres.

Ein neunjähriger Prozess liegt zurück: Das ziehen eines gemeinsamen Weges der Städte und Gemeinden aus den Kreisen Borken und Coesfeld und benachbarten Kommunen aus dem Münsterland, des Ruhrgebiets und des Niederrheins. Ein symbolisches Zeichen für die Zusammenarbeit setzt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker. Sie spielen dem Coesfelder Landrat Christian Schule Pellengahr mit einem Konzert von Trillerpfeifen den Zukunftsball in die Hände. Behalten durfte er das runde Ding nicht und gab es dem zufällig auserwählten Dieter van Acken aus Ahaus.

Ministerpräsidentin Kraft vergleicht die Regionale 2016 als Labor, das Antworten auf die Zukunftsfragen wie Mobilität im ländlichen Raum, Gewinnung von Fachkräften, ökonomisches und ökologisches Zusammenspiel sowie der Vernetzung verschiedener Generationen unter einem gemeinsamen Dach. Die hieraus erwachsenen Projekte sollen Stempelkissen für andere Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen sein – übertragbare Modelle. 43 Ideen hat die Regionale-Agentur in die Zielgerade gelenkt. Sie begleitete Leitgedanken, die auch mal in einer Sackgasse endeten, zu förderfähige Konzepte. Die Zahl von 114 Millionen Euro nennt Hannelore Kraft. Fördergelder, die in 25 Projekten bis 2018 in diese Region fließen. Zügig fließen sollen auch Daten. Sie träumt von einem Internet mit einer Datenübertragung vom 50 Mbit/s als Standard im ländlichen Raum. Notwendig und viel geforderte Infrastruktur für die digitale Metamorphose in den gewerblichen Sektoren.

Rudelsingen bei der Eröffnungsfeier: Statt Westland zurück ins Münsterland. (Foto hlm)

Für die Regionale 2016 musste sich die Region finden. Den drei großen I’s kommen bis heute eine wesentliche Bedeutung zu: Integration, Identifikation und Integrität. Die Zusammenarbeit hat es zwischen den Kreisen Borken und Coesfeld an den Grenzräumen vor der Regionalen gegeben. Eine Auffassung die der Borkener Landrat Zwicker und Dr. Christian Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld) teilen. Der Regionale-Prozess hat das Netzwerk enger geschnürt. Die Flusslandschaft ist dabei zum Logo der Kooperation geworden. Ob Stever oder Berkel, sie durchfließen Gemeinde, Städte, Kreise, Wirtschaftsräume und sogar europäische Räume und wurden sie symbolischen blauen Bändern.

Joachim Hartmann, Fachbereichsleiter der Stadt Vreden, mit dem Ende der Regionalen 2016 nicht das Ende der Zusammenarbeit. Er wünscht sich öffentlichkeitswirksame Formate, die über das Präsentationsjahr, das bis zum Sommer 2017 geht, reicht. Mit den Berkelaktionstagen ist ein Anfang gesetzte worden. Der nächste Termin für diesen gemeinsamen Tag der Berkel-Städte wird der 11.09.2016 sein.

Blockhäuser sollen Anfang Mai kommen

Letteraner Flüchtlingshelfer bereiten sich vor

Die Unterkonstruktionen für die elf Blockhäuser sind aufbaut. (Foto hlm)

Die Unterkonstruktionen für die elf Blockhäuser in Lette sind aufbaut. (Foto hlm)

Lette, 27.04.16 (hlm). Schräg gegenüber der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette, in der der Bezirksausschuss Lette am Dienstagabend tagte, liegen auf dem vorbereiteten Gelände die Unterkonstruktionen für die elf Blockhäuser, die provisorisch Unterbringungen für 120 Flüchtlinge bieten sollen.

Thomas Backes nennt ein Zeitfenster: Anfang Mai sollen die Holzhäuser geliefert werden. Vor Juli wird noch niemand dort einziehen können. So viel Zeit braucht es noch, bis alles hergerichtet ist. „Da haben wir kein Stress“, entspannt sich der erste Beigeordnete der Stadt Coesfeld. In den letzten Wochen sind die Zahlen zugewiesener Flüchtlinge stark rückläufig. Die Stadtverwaltung rechnet nicht damit, in Bedrängnis zu geraten.

Zeit, die Gerold Wilken vom Koordinationsteam der Letteraner Flüchtlingshelfer, gut brauchen kann. Denn die ehrenamtlichen Helfer bereiten sich auf die Ankunft der großen Gruppe Schutz suchender Menschen vor. Bis jetzt leben 19 Syrer und 7 Afghanen t eine kleine Zahl Asylbewerber an zwei Standorten in Lette. Mit niedrigschwelliger Hilfe begleiten die Ehrenamtlichen die Flüchtlinge im Alltag. Und da prallen schon mal unterschiedliche kulturelle Wertevorstellungen aufeinander, berichtet Wilken. Hindernisse, die aus dem Weg geräumt werden können. Was es nach Auffassung des Flüchtlingshelfers dringend braucht: Zugang zum Internet. Bei der Erstverteilung seien Familien auseinandergerissen worden, die über die Smartphones in Kontakt bleiben. „Die WLAN-Einrichtung ist in kleinen Unterkünften nicht umsetzbar, in größeren ja“, gibt Backes einen Lichtblick.

Sporthalle I ist wieder für Schulen Vereine frei

Stadt plant Grillfeier als Dankeschön an die Flüchtlingshelfer

Sporthalle in Coesfeld steht wieder zur Verfügung

Die Badmintonspieler der Sportgemeinschaft in Coesfeld können in der Halle I wieder mit Trainer Gregor Twilling Montagabends trainieren. Acht Monate nutzte die Bezirksregierung Münster die Sporthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge.

Coesfeld, 26.04.16 (PM). Die Halle I am Schulzentrum ist seit dem 25.04.16 wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben. Das teilt die Stadt Coesfeld mit. Die SG Badmintonabteilung trainierte mit Trainer Gregor Twilling Montagabends wie gewohnt. Aktuell plant die Stadt eine Dank-Feier für alle Helfer und Unterstützer der Notunterkunft. „Wir sind vielen Unterstützern dankbar, die haupt- wie ehrenamtlich mitgeholfen haben“, sagt Dr. Thomas Robers, Beigeordneter und Sozialdezernent der Stadt.
Acht Monate lang, von September 2015 bis Ende April 2016, war die Halle I Flüchtlingsnotunterkunft des Landes und hat in den letzten Wochen auch Flüchtlinge beherbergt, die der Stadt zugewiesen waren.Die Schulen im Schulzentrum haben ihr Sportangebot darauf angepasst und vieles neu organisiert. Vereinsvertreter, namentlich Bernd Bohmert und Birgit Störzer, haben flexibel und kompetent die Sportstättennutzung der Vereine umgeplant und notwendige Prioritäten gesetzt.

„Ein besonders Dankeschön gebührt auch allen Helfern, die die Einrichtung und den Betrieb der Notunterkunft unterstützt haben“, betont Dr. Robers. So haben Coesfelder Ärzte die Menschen vor der Aufnahme untersucht und das häufig auch nachts und verbunden mit langen Wartezeiten. Vereinssportler haben spontan und tatkräftig beim Aus- und Wiedereinräumen der Sportgeräte geholfen.

Professionell eingerichtet und rund um die Uhr betreut wurde die Notunterkunft Sporthalle I durch die Mitarbeiter des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Viele praktische und logistische Herausforderungen hatten sie sehr kurzfristig zu bewältigen. Die städt. Hausmeister, Mitarbeiter des Bauhofes aber auch Kollegen aus dem Sozialamt haben sich – teilweise auch am Wochenende – tatkräftig eingebracht, um die Unterkunft herzurichten oder auch den zügigen Umzug der Menschen in andere Objekte zu ermöglichen. Unterstützung erfuhr die Stadt auch von der Feuerwehr, teils auch aus anderen Orten, dem Technischen Hilfswerk (THW) und auch dem Ortsverein Coesfeld des DRK.

Termin und Ort der Dank-Feier für die Helfer werden in Kürze von der Stadt bekanntgegeben.

Florian Wenning ist das neue „CDU-Gesicht“

… nach Daniela Balloff und Jennifer Niesig – Erstmals ein Letteraner

CDU-Gesicht des Jahres 2016

CDU-Gesicht des Jahres 2016

Coesfeld/Lette, 08.04.16 (PM). Florian Wenning ist das neue „CDU-Gesicht“. Die Jury der Coesfelder Union kürte nun den 29-jährigen Handelsfachwirt. Damit ist erstmals ein Letteraner das aktuelle CDU-Gesicht. Wenning, verheiratet und zwei Kinder, ist seit zwei Jahren Mitglied der CDU. Er engagiert sich schon im Letteraner Ortsverband sowie als stellvertetendes Mitglied im Bezirksausschuss Lette. Seit 2007 ist er beruflich bei einem heimischen Textilhersteller tätig und inzwischen dort Abteilungsleiter Logistikkoordination. Sport, Jagd und Reisen sind seine Hobbies. Die Jury, unter Leitung von CDU-Chef Valentin Merschhemke, würdigt mit der Auszeichnung „CDU-Gesicht 2016“ ein junges politisch engagiertes Mitglied. Vorgängerinnen waren zunächst Daniela Balloff und im letzten Jahr Jennifer Niesig.

Junge Union seit einem Jahr wieder aktiv

Simon Watermann und Jennifer Niesig neu im  Vorstand

Junge Union wählt neue Vorstandsmitglieder.

Neu im Vorstand der Jungen Union sind Jennifer Niesig (3.v.r.) und Simon Watermann (6.v.r.), hier mit JU-Mitgliedern und den Gästen der Jungen Union aus dem Kreis Coesfeld und der CDU Coesfeld.

Coesfeld, 08.04.16 (PM). „Die Junge Union ist wieder im Gespräch“, konstatiert JU-Vorsitzender Jan Büscher. Der JU-Chef erinnert in seinem Bericht daran, dass die JU Coesfeld/Rosendahl seit einem Jahr wieder mit einem aktiven Vorstand arbeitet und bereits zahlreiche Aktivitäten vorweisen kann. Man arbeitet in Arbeitskreisen der CDU mit und unterstützte die Union in den vergangenen Bürgermeister- und Landratswahlkämpfen. Das will sie auch im kommenden Jahr tun, wenn Landtags- und Bundestagswahlen anstehen, erklärt Büscher. Die JU habe eine eigene Facebook-Seite eingerichtet sowie Stammtische mit benachbarten JU-Verbänden durchgeführt. Auch die Geselligkeit bei einer Radtour und einer Planwagenfahrt kam nicht zu kurz. Geplant ist am 28. Mai ein Treffen mit der Jungen Union aus den Kreisen Coesfeld und Borken. Bei den Nachwahlen gibt es neue Gesichter im Vorstand. Simon Watermann (19) ist neuer Schriftführer. Für den aus beruflichen Gründen aus Lette verzogenen Beisitzer Hendrik Kleinschneider wurde Jennifer Niesig (22) gewählt.

CDU-Ortsvorsitzender Wilhelm Korth ermutigt die Mitglieder der Jungen Union bei ihrer Jahreshauptversammlung im Brauhaus Stephanus sich weiter aktiv in die Politik einzumischen und mit ihren Vorschlägen auch die Kommunalpolitik zu bereichern.

Christdemokraten informieren und überraschen zu Ostern

ostereierwebCoesfeld, 19.03.16 (PM). Einige kommunalpolitische Entscheidungen stehen in Coesfeld bevor. Die CDU nutzt die Gelegenheit mit einem Info-Stand am kommenden Samstag, 26. März, von 10 bis 13 Uhr, vor der Kupferpassage mit einem kommunalpolitischen Flyer zu informieren. Ferner gibt es kostenlos einen Planer zur diesjährigen Fußball-Europameisterschaft. In der Coesfelder Innenstadt und vor Geschäften sowie auch in Lette überrascht die CDU die Coesfelder und ihre Besucher – wie in den Vorjahren – mit bunten Eiern und einem Gruß zum Osterfest.