Kategorie: Verkehr

Person aus Umflut gerettet

Unwetter in Coesfeld: Seit 6:50 Uhr Ausnahmezustand

Am Wahrkamp unterstützt Landwirt Heskamp aus Flamschen die Feuerwehr und pumpt das Wasser ab. (Foto hlm)

Am Wahrkamp unterstützt Landwirt Heskamp aus Flamschen die Feuerwehr und pumpt das Wasser ab. (Foto hlm)

Coesfeld, 24.06.16 (hlm). Das heftige Unwetter in der Nacht von Donnerstag (23.06.) auf Freitag (24.06.) war ein Naturschauspiel mit Wetterleuchten nahezu im Sekundentakt. Soweit das Positive. Das Negative: Sturmböen, Hagel und Regen setzten ordentlich zu. Auf Nachfrage der Coesfelder Nachrichten berichtet der Leiter der Feuerwehr, Richard Schulze-Holthaus, von einem Ausnahmezustand seit 6:50 Uhr. Eine Person musste am Südring / Cronestraße aus der Umflut gerettet werden. Im gesamten Stadtgebiet, Wahrkamp, Sirksfeld und in Stockum rückten die Einsatzkräfte aus, um Keller leer zu pumpen. Die Bergallee bis zum Kloster Gerleve wurde wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Über die ganze Nacht hinweg war die Feuerwehr im Einsatz, unterstützt von der Polizei. Die Aufräumarbeiten halten an.

Am Wahrkamp leistet Landwirt Heskamp der Feuerwehr Hilfe und pumpt mit seinem Trecker das Wasser ab. „Die großen Hagelkörner und der Sturm haben die Blätter von den Bäumen gerissen, die die Abflüsse verstopften“, meint der Flamschener. Ein großer See habe sich gebildet. Besonders die Bewohner des Hauses an der Ecke Wahrkamp/Bergallee hat es getroffen. Der Keller lief voll. Auch andere in der Straße blieben nicht verschont. „Der Verkaufsschlager in den Baumärkten sind Gummiabzieher“, meint eine Coesfelderin.


Während die Mitarbeiter des Bauhofes mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, blicken die Arbeiter der Stadtwerke Richtung Fürstenwiese. Der Wasserpegel der Berkel steigt unaufhaltsam. Das meiste Wasser führt die Umflut ab. Das reicht nicht. Wie Rolf Hackling von Abwasserwerk mitteilt, wird ein Teil des Wassers durch die Innenstadtberkel abgeführt werden müssen. Zusätzlich ist das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) an der Fürstenwiese angesprungen. Über einen Durchlass fließt Wasser in das große Speicherbecken und entlastet so die Berkel. Seit Jahren das erste Mal. Einige Coesfelder haben sich auf der Brücke am Blomenesch eingefunden. Smartphones in der Hand machen sie ein paar Bilder. Ein Bewohner des Viertels erinnert sich an das letzte Hochwasser, wo sich die Fürstenwiese in einen See verwandelte: „Das mag so Ende der 1970er Jahre gewesen sein.“

Hochwasser in Coesfeld

Eine Riesenpfütze versperrt den Rad- und Fußweg an der Billerbecker Straße (Foto hlm).

Gegenüber des Durchlasses zum HRB Fürstenwiese hat sich die Berkel in Richtung Billerbecker Straße auf den Rad- und Fußweg ausgebreitet. Ob noch eine weitere Hochwasserwelle aus Richtung Billerbeck kommt, ist noch ungewiss. Gewiss ist nur, dass die Wahrscheinlichkeit, mit solchen Regenereignissen konfrontiert zu werden, weiter zunimmt. Berichte von Überflutungen in unserem Landstrich sind keine Seltenheit mehr. Um auf solche drohenden Katastrophen besser gewappnet zu sein, plant die Stadt Coesfeld mit dem Regionaleprojekt BerkelStadt rund 5,1 Millionen Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes in der Fürstenwiese zu investieren.

Weiter Bilder vom „Tag danach“ gibt es hier.

Basteiring für Kraftfahrzeuge gesperrt

Autokran im Kreuzungsbereich Seminarstraße Montag (27.06.) und Dienstag (28.06.) Betroffen: Basteiring zwischen Neustraße und Kreuzung Seminarstraße / Köbbinghof Coesfeld, 23.06.16 (PM). Der Basteiring ist für Kraftfahrzeuge in der kommenden Woche an zwei Tagen nicht passierbar. Am Montag, 27.06., und am Dienstag, 28.06., müssen Autofahrer die häufig genutzte Durchfahrtsstraße um den Innenstadtkern umfahren. Der Abschnitt zwischen Neustraße…

Froh, dass es so aussieht

BerkelStadt: Parallelen mit Regionale-2013

Coesfeld/Meschede, 13.06.16 (hlm). „Der Henne-Boulevard wird der Champs-Élysées des Sauerlandes“, sagte Michael Groschek (Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr) bei einem Ortstermin in Meschede 2013.

Die Henne ist ein kleiner Fluss, der durch die sauerländische Stadt fließt. Überdeckelt war sie, Jahrzehnte lang. Nicht wahrnehmbar zog sie durch einen dunklen Tunnel, während oben auf dem Betondeckel Autos parkten. Bis die Entscheidung im Rat mehrheitlich gefällt wurde: Der Deckel kommt weg. Mitgetragen hatte das SPD-Ratsmitglied Kornelius Kuhlmann. Er erinnert sich: „Wir hatten die Wahl zwischen Sanierung der maroden Brücken, die die Stadt hätte selbst tragen müssen, oder Öffnung der Überbauung mit Fördermitteln.“ Eingebunden in das Regionale-2013-Projekt wissen.wasser.wandel flossen 11,5 Millionen Euro in die Umgestaltung der Gewässerlandschaft. Der Eigenanteil der Stadt: 3,2 Millionen Euro. Unter dem Kunstbegriff „Henne-Boulevard“ zieht sich seit 2015 ein Wegeverlauf von der Innenstadt hinauf durch einen naturnah gestalteten Henne-Park zur Himmelstreppe am Hennesee, einer Aussichtsplattform mit Blick auf das sauerländische Landschaftsbild. Den Bachlauf erlebbar machen und parallel die europäische Wasserrahmenrichtlinie umsetzen. Das war das Ziel.

Der Zustand des Winziger Platzes in Meschede um 1970. Foto Sauerlandkurier

Skepsis gab es zu Anfang. Zu viel Geld für eine Stadt in der Haushaltsicherung. Ein stickender Fluss wird freigelegt. Parkraum wird vernichtet. Das waren die häufigsten Gegenargumente. Auch Constanze Köster, Besitzerin eines Tabakladens direkt am „Deckel“, blickte einst unsicher auf die Pläne. Heute ist sie davon überzeugt, dass es ein Gewinn für die Attraktivität der Innenstadt ist. Wenn da nicht der Leerstand des maroden Hertie-Gebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft wäre. Der Münsteraner Investor Bövingloh war abgesprungen. Hoffnung keimt jetzt mit einem neuen Finanzier auf. Eine ähnliche Situation wie in Coesfeld mit dem Postareal.

Vor allem die ältere Generation hatte das alte Gewässerbild eines schmutzigen Bachlaufes in der Erinnerung und sorgten sich. „Diese Kritiker sind verstummt. Alle sind froh, dass es jetzt so aussieht“, zieht Kuhlmann das Fazit zwei Jahre nach der Eröffnung des umgebauten Winziger Platzes.

Der entdeckelte Winziger Platz als Teil des Henne-Boulevards in Meschede Foto www.peterbrdenk.de

Josef Sommer, CDU-Ratsmitglied: „Die Regionale 2013 hat geholfen, die Stadt nach vorne zu bringen und lockt Kunden und Besucher aus dem Umland an.“ Stadtführungen, Ruhrradweg und sportliche Events öffnen touristische Akttraktionen in die Wanderregion Meschede.

Die Freitreppe zur Henne in Meschede. Quelle: Stefan Nolte

„Die Einheimischen registrieren das nach einiger Zeit nicht mehr. Dafür gibt es viel Lob von Auswärtigen“ resümiert die Besitzerin des Tabakladens. Zum Champs-Élysées ist der Henne-Boulevard nicht aufgestiegen. Aber es ist ein Anziehungspunkt in der Region geworden.

Meschede – Coesfeld, Regionale 2013 – Regionale 2016: Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen den Städten. Und eine Einladung senden die Sauerländer an die Coesfelder aus, sich vor Ort ein Bild von der Integration eines Flusses in den urbanen Raum zu machen.

Anpfiff auf der Fanmeile am Sonntag

Bernhard-von Galen-Straße von 19 bis 0 Uhr gesperrt

Noch ist kein Fan zu sehen. Das wird am Sonntag ab 19 Uhr anderes aussehen, wenn die Fussballfans das Spiel Deutschland gegen Ukraine live mitverfolgen.

Noch ist kein Fan zu sehen. Das wird am Sonntag ab 19 Uhr anderes aussehen, wenn die Fussballfans das Spiel Deutschland gegen Ukraine live mitverfolgen. (Foto hlm)

Coesfeld, 10.06.16 (PM). Gute Nachricht für alle Nutzer sowie Anwohner der Bernhard-von-Galen-Straße und der Tiefgarage am Markt. Sie können trotz Fanmeile bei den Deutschlandspielen bei der Fußball-Europameisterschaft (EM) 2016 ihre Häuser sowie die Zufahrt der Marktgarage erreichen. Möglich wird das indem die Nutzer im Schritttempo durch die Süringstraße fahren. Und zwar zwei Stunden vor und nach jedem Spielbeginn mit Beteiligung der deutschen Mannschaft. Das bedeutet beim ersten Deutschlandspiel am Sonntag, 12. Juni, von 19 bis 0 Uhr.

Grundsätzlich wird bei allen Spielen der Fußball-EM mit deutscher Beteiligung die Bernhard-von-Galen-Straße  zwischen der Münsterstraße und dem Torbogen für die Public-Viewing-Veranstaltung zwei Stunden vor dem Spielbeginn voll gesperrt.

Wer seinen Pkw in der Marktgarage geparkt hat, kann aber trotzdem ungehindert über die Süringstraße abfahren – allerdings im Schritttempo.

Unwetter flutet Straßenabschnitt

Coesfeld, 08.06.16 (hlm). Kurz und heftig. Solche unwetterartigen Regenereignisse strapazieren die Kanalnetze immer wieder. Um Coesfeld herum schützen mehrere Speicherbecken (Regenüberlaufbecken) die Innenstadt vor Flutwellen aus den fließenden Gewässern. Sie können aber nicht die Wassermassen aufhalten, die innerstädtisch auf den versiegelten Flächen abfließen. Die Folge: Kanalrohre können das Regenwasser nicht schnell genug ableiten. Stellenweise kommt es zu Überflutungen, wie es der Youtubefilm von Aleg Good zeigt.

Neue Parkplätze an der Rekener Straße

Aus Bahnfläche werden 128 Stellplätzen

Mehr Parkplätze für Coesfeld

Die Bauarbeiten können anlaufen: (v.l.n.r.) Jan-Wilm Wenning (Abwasserwerk der Stadt), Bernd Müller (Bauleiter der Firma Zabel), Heribert Bernemann (Fachbereich Bauen und Umwelt der Stadt), Bert Günsch (Ingenieurbüro Kettler und Blankennagel GmbH) sowie Stephan Blankennagel und Alfred Richters (Fachbereich Bauen und Umwelt der Stadt) mit Detailplänen und Abräumbagger.

Coesfeld, 08.06.16 (PM). Die Stadt Coesfeld startet den Parkplatzbau an der Rekener Straße. In dieser Woche beginnen die Kanal- und Straßenbauarbeiten auf dem ehemaligen Bahngelände parallel zur Rekener Straße. Während im Mittelteil ein kostenloser Dauerparkplatz mit 128 Stellplätzen gebaut wird, entstehen zur Friedhofsallee gelegen und im südlichen Bereich in Richtung Bahnweg und Jugendhaus Stellwerk Dienstleistungs- und Gewerbeflächen.

„Wir werden die Arbeiten in zwei Abschnitten durchführen“, informiert Uwe Dickmanns, Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt der Stadt Coesfeld. Im ersten Bauabschnitt wird das ehemalige Bahngelände südlich der vorhandenen Gewerbehalle abgeräumt und von früheren Fundamenten und Bahnanlagen befreit. Danach wird der Kanal auf dem ehemaligen Bahngelände und in der Rekener Straße mit Querung der Friedhofsallee gelegt. Anschließend wird ein Teil der Stellplätze und Flächen für die künftige Gewerbenutzung hergerichtet. Parallel wird auch bereits die zur Friedhofsallee gelegene ca. 1600 Quadratmeter große Fläche für eine gewerbliche Nutzung vorbereitet, um eine frühzeitige Bebauung zu ermöglichen.

Nach der Umsiedlung des ansässigen Steinmetzmeisterbetriebes wird die alte Gewerbehalle abgebrochen. Erst dann können die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts beginnen. Dabei werden die Parkplätze nach Norden hin bis auf 128 Plätze erweitert und die Zufahrt zur Rekener Straße hergestellt.

Während der Bauarbeiten werden Verkehrsbehinderungen nicht zu vermeiden sein. Ab Mittwoch, 8.06.16, wird der vorhandene Parkplatz auf der nördlichen Teilfläche (Ecke Rekener Straße / Einmündung Friedhofsallee) gesperrt, um ihn als Baustellenzufahrt und als Lagerfläche zu nutzen. Als Alternative stehen für Dauerparker Stellplätze der Park&Ride-Anlage am Bahnweg zur Verfügung.

Die gesamte Baumaßnahme soll im Juni 2017 abgeschlossen werden.

Bahnhof Coesfeld verbindet Kulturen

BahnLandLust über die Grenzen

Freudenstimmung im Zug. Nur noch wenige Minuten, dann sind die Schüler aus Enschede mit dem „Coesfelder“ in der Partnerstadt Reken angekommen. (Foto hlm)

Coesfeld/Reken/Enschede, 28.05.16 (hlm). Coesfelder Bahnhof, Gleis 4. Hektisch steigt eine Gruppe von Schülern aus dem Zug. Sie kommen gerade aus Enschede. Etwas unsicher blickt Lehrer Lucas ten Napel auf den gegenüber wartenden Zug. Er ist der Richtige. Die Regionalbahn R45 Richtung Dorsten. Nur wenige Minuten bleiben für den Umstieg. Hinein in den Zug und Sitzplätze suchen. Die Türen schließen sich. Noch knapp zwanzig Minuten, dann haben die 32 Schüler und Lehrer das Reiseziel erreicht: Reken.

Seit zehn Jahren besteht eine innige Beziehung zwischen dem Panta Rhei College Enschede und Reken. Durch ein EUREGIO-Projekt unterstützt, besuchen sich Schüler jedes Jahr gegenseitig. Diesmal ist es was besonders. „Wir fahren zum ersten Mal mit dem Zug“, begeistert sich ten Napel. Er blickt aus dem Fenster und schwärmt von der münsterländischen Parklandschaft. Nicht weit von ihm entfernt sitzt der Schüler Hugo. Der Dreizehnjährige freut sich auf die Begegnung mit Gleichaltrigen aus dem Nachbarland: „Vor allem wegen der Sprache.“ Die aufkommende Nervosität lenkt er mit Fingertippen am Smartphone ab.

Herzlich begrüßt Erika Reichert-Maya den Enscheder Lehrer Lucas ten Napel. Seit zehn Jahren organisieren die Beiden das Schülertreffen, unterstützt von der EUREGIO. (Foto hlm)

Der Zug rollt in Reken ein. Auf dem Bahnsteig stehen Schüler der Sekundarschule Hohe Mark mit Begrüßungsplakaten. Mitten in der Gruppe sticht Erika Reichert-Maya hervor. Freudige Umarmung zwischen ihr und ten Napel. Gemeinsam organisieren sie die jährlichen Schülertreffen. Das Programm zur Begegnung ist straff. Es bleibt ein wenig Zeit für den Besucher in der Aula der Schule. Erste Kontakte werden geknüpft. Wechselnde Wortfetzen zwischen Niederländisch und Deutsch sind zu hören. Bei einem Rundgang staunen die Niederländer über die große Küche, die täglich warmes Essen produziert. Einen langen Schultag bis in den Nachmittag kennen die Enscheder. Für die Mittagspause bringen sie Brote von zu Hause mit. Warmes Essen gibt es in den Familien abends. Heute gibt es für die Reisegruppe mittags in der Gaststätte am Rekener Bahnhof was auf den Tisch, bevor es zum nächsten Ausflugsziel geht: Mit dem Bus zum renovierten und künstlerisch aufgewerteten Wärterposten in Klein Reken. Nur unweit davon entsteht im Zuge des Regionale 2016 Projektes BahnLandLust demnächst ein neuer Haltepunkt.

Die Zeit drängt. Die Niederländer müssen zurück zum Bahnhof. Der Schüler Hugo lässt den Ausflug Revue passieren: „Leider bin ich nur kurz mit Deutschen in Kontakt gekommen“. Die Entfernung spielt dabei nicht die große Rolle. „Die Bahnlinie schafft eine kulturelle und touristische Verbindungsachse, bei der Coesfeld der Knotenpunkt zwischen dem Ruhrgebiet und der niederländischen Provinz Overijssel ist“, so Holger Ludorf, Planer bei der Stadt Coesfeld. Der Verkehrsexperte zeichnet mit anderen Kollegen aus den vernetzten Kommunen Reken und Dorsten maßgeblich das Projekt BahnLandLust der Regionalen 2016 mit. Die Coesfelder haben mit dem Ausbau des Bahnhofes davon profitiert. BahnLandLust will mehr, nicht nur Bahnhöfe und Bahnstrecke aufpeppen. Es hat die durchgängige Anbindung ins Ruhrgebietes zum Ziel und will in Sachen Mobilität Lösungen zur Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel anbieten.

Samstags ab 12 Uhr freies Parken?

Händler der Innenstadt wollen Attraktivität steigern

Coesfeld, 20.05.16 (hlm). Ginge es nach einer Forderung der Händler in der Innenstadt von Coesfeld, sollte samstags das Parken nach 12 Uhr kostenlos seien, mit Ausnahme der Parkhäuser und Tiefgaragen. Werner Prause, Sprecher des Arbeitskreises Handel & Gastronomie will damit die Attraktivität als Einkaufsstadt erhöhen: „Die Einkaufszeit der Kunden hat sich verschoben.“ Die Hauptzeiten am Samstag haben sich in die späteren Vormittags- und Nachmittagsstunden verschoben. Die Parkplätze an den Parkscheinautomaten sind samstags bis 13 Uhr kostenpflichtig. Würde die Stadt dem Vorschlag nachkommen, entständen Einnahmeverluste von gut 18000 Euro im Jahr. Das hat eine überschlägige Berechnung der Coesfelder Nachrichten (CN) ergeben.

Das frei Parken am Samstag ist eine von vielen Ideen, mehr Kunden in die Innenstadt zu holen. Es gilt Stoßzeiten abzufedern. Denn in der Woche ist vor allem vormittags Suchen nach freien Stellplätzen angesagt. In den Nachmittagsstunden entspannt sich die Lage. Das hat das Parkraumkonzept von 2012 ergeben. Viel wird seither in der Politik über die Lösungen diskutiert.

Wo sind all die kostenpflichtigen Parkplätze? Wo sind frei verfügbare Stellplätze und wo kann der Rollstuhlfahrer sein Auto abstellen? Mithilfe der Daten aus dem Parkraumkonzept von 2012 und eigenen Recherchen haben CN eine frei verfügbare Google-Karte erstellt und einen Überblick über die aktuelle Lage geschaffen.

Kraftakt in Flamschen

Präsentationsjahr der Regionale 2016 eröffnet

Regionale 2016 geht mit dem Präsentationsjahr in die Zielgerade

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker pfeifen das Präsentationsjahr der Regionalen 2016 an. (Foto hlm)

Coesfeld, 29.04.16 (hlm). 600 Stimmen schmettern lauthals den Refrain „Ich will wieder an die Berkel, ohoho, ich will zurück ins Münsterland“, des Songs von den Ärzten in der Werkshalle bei Krampe Fahrzeugbau im Industriepark Nord.Westfalen. Die Regionale 2016 feiert sich und den Startpunkt des Präsentationsjahres.

Ein neunjähriger Prozess liegt zurück: Das ziehen eines gemeinsamen Weges der Städte und Gemeinden aus den Kreisen Borken und Coesfeld und benachbarten Kommunen aus dem Münsterland, des Ruhrgebiets und des Niederrheins. Ein symbolisches Zeichen für die Zusammenarbeit setzt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker. Sie spielen dem Coesfelder Landrat Christian Schule Pellengahr mit einem Konzert von Trillerpfeifen den Zukunftsball in die Hände. Behalten durfte er das runde Ding nicht und gab es dem zufällig auserwählten Dieter van Acken aus Ahaus.

Ministerpräsidentin Kraft vergleicht die Regionale 2016 als Labor, das Antworten auf die Zukunftsfragen wie Mobilität im ländlichen Raum, Gewinnung von Fachkräften, ökonomisches und ökologisches Zusammenspiel sowie der Vernetzung verschiedener Generationen unter einem gemeinsamen Dach. Die hieraus erwachsenen Projekte sollen Stempelkissen für andere Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen sein – übertragbare Modelle. 43 Ideen hat die Regionale-Agentur in die Zielgerade gelenkt. Sie begleitete Leitgedanken, die auch mal in einer Sackgasse endeten, zu förderfähige Konzepte. Die Zahl von 114 Millionen Euro nennt Hannelore Kraft. Fördergelder, die in 25 Projekten bis 2018 in diese Region fließen. Zügig fließen sollen auch Daten. Sie träumt von einem Internet mit einer Datenübertragung vom 50 Mbit/s als Standard im ländlichen Raum. Notwendig und viel geforderte Infrastruktur für die digitale Metamorphose in den gewerblichen Sektoren.

Rudelsingen bei der Eröffnungsfeier: Statt Westland zurück ins Münsterland. (Foto hlm)

Für die Regionale 2016 musste sich die Region finden. Den drei großen I’s kommen bis heute eine wesentliche Bedeutung zu: Integration, Identifikation und Integrität. Die Zusammenarbeit hat es zwischen den Kreisen Borken und Coesfeld an den Grenzräumen vor der Regionalen gegeben. Eine Auffassung die der Borkener Landrat Zwicker und Dr. Christian Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld) teilen. Der Regionale-Prozess hat das Netzwerk enger geschnürt. Die Flusslandschaft ist dabei zum Logo der Kooperation geworden. Ob Stever oder Berkel, sie durchfließen Gemeinde, Städte, Kreise, Wirtschaftsräume und sogar europäische Räume und wurden sie symbolischen blauen Bändern.

Joachim Hartmann, Fachbereichsleiter der Stadt Vreden, mit dem Ende der Regionalen 2016 nicht das Ende der Zusammenarbeit. Er wünscht sich öffentlichkeitswirksame Formate, die über das Präsentationsjahr, das bis zum Sommer 2017 geht, reicht. Mit den Berkelaktionstagen ist ein Anfang gesetzte worden. Der nächste Termin für diesen gemeinsamen Tag der Berkel-Städte wird der 11.09.2016 sein.

Großbaustelle auf der B 474

Vollsperrung der Umgehungsstraße von Lette

• Teilsperrungen auf der Coesfelder Straße
• Parkverbot in der Ortsdurchfahrt von Lette
• Autofahrer können sich auf längere Wartezeiten einrichten
• Baustelle bis Mitte Juni

Coesfeld, 27.04.16 (hlm). Ab Montag, 02.05.16 wird es still auf der Umgehungsstraße B 474 von Lette. Ab 7 Uhr morgens gilt Vollsperrung (siehe Karte unten). Dafür wird es in der Ortsdurchfahrt Lette belebter und lauter. Denn der Verkehr wird durch die Ortsdurchfahrt von Lette geführt. Beidseitige gilt dann auf der Coesfelder Straße in Lette Parkverbot. Das ist aber nicht alles. Zusätzlich sperrt Straßen NRW halbseitig den Abschnitt auf der B 474 ab der K 48 und ein Teilstück der Ortsdurchfahrt von Lette. Eine Durchfahrt zur K 48 Richtung Rorup / Darup ist nicht möglich. Dieser erste Teilabschnitt wird parallel zur Umgehungsstraße saniert. Eine Ampel regelt den Verkehr. Ab Mittwoch, 04.05.16, kommt ein zweiter Teilabschnitt hinzu. Von Coesfeld aus kommend, wird vor Lette die B 474 halbseitig gesperrt. Mit mehreren Minuten Wartezeit ist dann zu rechnen.

Straßensanierung im großen Stil auf der L 457 von Coesfeld bis hinter Lette.

Deutlich sind die Risse in der Fahrbahndecke auf der B 474 zu erkennen. Das muss dringend saniert werden, findet Josef Brinkhaus, Sprecher von Straßen.NRW. (Foto hlm)

Nach Abschluss der Arbeiten an den Teilabschnitten 1 und 2, wandert die Baustelle ca. 400 Meter weiter in Richtung Coesfeld bis zur Kreuzung B 474/Dülmener Straße. Eine Verkehrsampel steuert den Verkehrsfluss.

Als Umleitung bietet sich aus Dülmen kommend die K 44 und die K 12 an. Dieser Weg ist für Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen befahrbar. Dem Lkw-Verkehr empfiehlt Josef Brinkhaus, Sprecher der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen NRW, den Weg über die A 43 bis Nottuln.

Täglich passieren 15600 Fahrzeuge den Autobahnzubringer B 474, davon 1300 Lkw. Die wichtigste Verkehrsader nach Coesfeld ist einer hohen Belastung ausgesetzt. Vor sieben Jahren sind Bereiche der B 474 repariert worden. Jetzt zeigen sich wieder lange Risse und Frostschäden auf der Fahrbahndecke. Um eine weitere Schädigung der Straße zu vermeiden, saniert Straßen NRW jetzt. So kann die Unterkonstruktion der Straße noch genutzt werden. Zuvor wird die obere Schicht 16 Zentimeter abgefräst. Auf der verbleibenden alten Schicht wird zunächst eine Tragschicht aufgebracht. Dann folgt eine spezielle Gewebe-Glasfaserschicht, als sogenannte Asphaltarmierung bezeichnet, die die Spannungen abfedern soll. Darauf wird eine Asphaltdecke aufgetragen. 1,3 Millionen Euro kostet die Maßnahmen dem Bund. Ein genaues Datum der Fertigstellung kann Brinkhaus nicht nennen. Er rechnet mit etwa Mitte Juni.