Fachdienst Integration und Migration gestartet

Caritasverband bietet Unterstützung für Ehrenamtliche

Caritasverband leistet mit der neu gegründeten Fachdienst Integration & Migration Hilfestellung für ehrenamtliche Helfer.

Andreas Herrmann (Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie), Paula Wachsmann-Schlüter (FIM Dülmen), Majda Mchiche (FIM Coesfeld) und Johannes Böcker (Vorstand Caritasverband) schaffen ein Angebot zur Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer.

Kreis Coesfeld, 21.03.16 (PM). „Unser Schwerpunkt ist die Unterstützung der Menschen, die sich freiwillig in der Flüchtlingshilfe engagieren“, betont Majda Mchiche vom „Fachdienst Integration & Migration“ (FIM) des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld. Sie und ihre Kollegin Paula Wachsmann-Schlüter sind im Februar in ihre Tätigkeit gestartet und werden sich künftig kreisweit für ihren Auftrag einsetzen. Majda Mchiche am Standort Coesfeld und Paula Wachsmann-Schlüter in Dülmen.

Welch hohe Bedeutung das Ehrenamt hat, zeigt sich in der Flüchtlingsarbeit derzeit besonders stark. In jeder Gemeinde, die Flüchtlinge aufnimmt, waren in kürzester Zeit Helfer zur Stelle. Mit hohem Einsatz an Zeit, Energie und Herzblut setzen sie sich dafür ein, den Flüchtlingen den Start in unserem Land zu erleichtern. „Das ist eine große, anspruchsvolle und sehr wichtige Aufgabe. Doch dabei brauchen sie selbst auch Unterstützung. Ihre Motivation wollen wir fördern und Überforderung vermeiden“, sagt Johannes Böcker, Vorstand des Caritasverbandes. Dafür will FIM sorgen. Zum einen durch Weiterbildungsangebote wie den Kurs „Integrationslotsen“, der gemeinsam mit der Gemeindecaritas durchgeführt wird. Den können Ehrenamtliche kostenlos besuchen und werden dort umfassend durch Spezialisten unterrichtet – zum Beispiel durch interkulturelles Training, zu asylrechtlichen Fragen, zum Thema Traumatisierung und zu vielen anderen Bereichen mehr, die in der Flüchtlingsarbeit wichtig sind. Zum anderen will FIM Erfahrungswerte vermitteln, zum Beispiel beim Aufbau von lokalen Flüchtlingsinitiativen, wie sie bereits vielerorts entstanden sind. „Wir fungieren als Ratgeber, der Erfahrungen mitbringt und Kenntnis über andere funktionierende Initiativen hat. Dies möchten wir weitergeben“, sagt Paula Wachsmann-Schlüter. Vernetzung ist dabei ein wichtiges Stichwort – zwischen den Flüchtlingsinitiativen, aber auch zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen sowie Institutionen und Behörden mit den jeweiligen, in der Flüchtlingshilfe aktiven Gruppen.

„Darüber hinaus werden wir aktive Öffentlichkeitsarbeit betreiben und durch fundierte Informationen zu einer guten Diskussion in der Flüchtlingsthematik beitragen“, so Mchiche. Dass dient der interkulturellen Öffnung, die FIM außerdem durch Veranstaltungen und Informationsabende fördern will. Aktuelle Anlässe sollen dabei in den Fokus genommen werden, wie zum Beispiel die Terroranschläge in Paris, Vorfälle wie die Übergriffe in Köln in der Silvesternacht oder politische Debatten wie die um den Nachzug von Angehörigen von Flüchtlingen. „Wir möchten damit Ängste und Vorurteile abbauen und den Menschen die Möglichkeit bieten, sich eine eigene Meinung zu bilden“, sagt Wachsmann-Schlüter.

„Die Menschen, die zu uns kommen, brauchen Sicherheit und Hilfe. Ehrenamtliche vermitteln das. Für die Flüchtlinge sind sie die Brücke in die Gesellschaft hier und damit starker Helfer zur Integration, die das wichtigste Ziel in der Flüchtlingsarbeit ist“, so Böcker.

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