Backes streckt Baumfreunden die Hand entgegen

50 Baumfreund brachten im Schlosspark ihre Argumente vor

Coesfeld, 30.08.15 (hlm). Auf dem Berkelaktionstag der Regionalen 2016 hatte Coesfeld das dickste Programm auf die Beine gestellt. Bürger konnten sich an verschiedenen Stationen entlang der InnenstadtBerkel eine Übersicht über den Planungsstand holen und mit Fachleuten an Ort des Geschehens diskutieren. Einen Extrapunkt hatte die Stadtverwaltung im Schlosspark kurzfristig hinzugefügt. Eine aktive Gruppe Coesfelder hat sich zu den Baumfreunden zusammengefunden.

Stadtverwaltung und Baumfreunde diskutieren im Schatten der Bäume über die Planung im Schlosspark. (Foto hlm)

Stadtverwaltung und Baumfreunde diskutieren im Schatten der Bäume über die Planung im Schlosspark. (Foto hlm)

Sie wollen den jetzigen Baumbestand im Schlosspark erhalten und fordern die Integration der Bäume in die Planung. Rund 1000 Unterschriften hat die Aktionsgruppe auf den Straßen gesammelt. „739 aus Coesfeld, 206 aus den Nachbarstädten und 22 aus dem weiteren Umfeld“, zählt Sprecherin Yvonne Kröger auf. Ihre Interessen hat die Gruppe vor allem in den sozialen Netzwerken vertreten. Der aktuelle Gestaltungsvorschlag der Stadt sieht eine punktuelle Entfernung von Bäumen im Park vor. Darunter sind kranke, nicht mehr standortsicherer oder auf Dauer nicht erhaltensfähige Exemplare. Auch der Baumbestand an der Bernhard-von-Galen-Straße soll weichen. Wie ein Baumgutachten zeige, seine diese unheilbar erkrankt, so die Begründung. Der Wiemannweg (Beamtenpättken) soll zukünftig für Fußgänger und Radfahrer besser passierbar gestaltet werden. Er erfährt eine Verbreiterung zulasten eines begrünten Uferstreifens. Der jetzige Planungsstand fußt auf einer breiten Mehrheit im Stadtrat. Die Stadtplaner erläutern den gut 50 Baumfreunden und rund 40 Zuhörern ihre Sichtweise. Thomas Backes, erster Beigeordneter der Stadt erinnert an die vielen Bürgerbeteiligungen im Vorfeld der Planung: „Es war der Wunsch der Bürger, die InnenstadtBerkel erlebbarer zu machen und den Schlosspark aufzuwerten.“ Die jetzige Planung sei aber nicht in Zement gegossen. Er lädt die Baumfreunde zu einem Runden Tisch mit einer kleinen Arbeitsgruppe ein und reicht den engagierten Bürgern damit die Hand für einen sachlichen Dialog. Mit viel Applaus nehmen die Baumfreunde den Vorschlag an.

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