Kein Coesfelder Schulkind nach Billerbeck

Coesfeld / Billerbeck (hlm). Am heutigen Donnerstag, 22.11.2011, hat der Coesfelder Rat für das Schuljahr 2012/2013 beschlossen, „die Zustimmung der Stadt Coesfeld zur Aufnahme Coesfelder Schülerinnen und Schülern an der Gemeinschaftsschule Billerbeck generell nicht zu erteilen.“ Neun Drei von 36 Ratsmitgliedern stimmten gegen das Vorhaben.
Einige Coesfelder Eltern sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und haben in einem Brief an die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann Hilfe erbeten. Parallel informiert wurde die SPD-Fraktion des Landtages über den Inhalt des Schreibens. Die sozialdemokratischen Fachpolitiker im Landtag halten die Missachtung des Elternwillens in Coesfeld für sehr fragwürdig, so heißt es vom Landtagsabgeordneten der SPD Andre Stinka. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Nordrhein-Westfalen äußert sich skeptisch. „Zwar entscheidet nach dem Schulgesetz die Schulleitung in Billerbeck über die Aufnahmen von Schulkindern und Coesfeld darf nicht in diese Entscheidung eingreifen. Aber die Gemeinschaftsschule kann, laut der Genehmigung des Schulministeriums, nur dann Schüler aus Nachbarkommunen aufnehmen, wenn von dort eine Zustimmung vorliegt. „, so die Auffassung des Justiziars Mario Sandfort von der GEW. Dieses „Ja“ hat Coesfeld mit der heutigen Abstimmung im Rathaus verweigert.

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