Die graue Tonne ist der richtige Weg!

Altmedikamente in den Restmüll werfen

So ist es richtig sortiert: Papier und Pappe ins Altpapier, leere Kunststoffverpackungen in die gelbe Tonne und Medikamentenreste in den Restmüll.

So ist es richtig vorsortiert: Papier und Pappe ins Altpapier, leere Kunststoffverpackungen in die gelbe Tonne und Medikamentenreste mit der Verpackung in den Restmüll.

Kreis Coesfeld, 29.02.16 (PM). Im Medikamentenschrank kann sich mit der Zeit einiges ansammeln – und viele Arzneimittel erreichen das Mindesthaltbarkeitsdatum, bevor sie aufgebraucht sind. Sofern die Gebrauchsinformation (Beipackzettel) eines Arzneimittels keine speziellen Hinweise für die Entsorgung enthält, können diese in den Hausmüll gegeben werden. Arzneien gehören nicht in die Toilette. Darauf weisen die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) hin.

Da das freiwillige Rücknahmesystem der Medikamentenhersteller eingestellt wurde, nehmen Apotheken Altmedikamente nicht mehr zurück. Auch das Schadstoffmobil nimmt, zur Entlastung der Müllgebühren, keine Altmedikamente mehr entgegen. Einzige Ausnahme: Spraydosen mit Restinhalten, die nach wie vor als Sondermüll gelten.

Die Arzneimittelreste sowie Spritzen und Kanülen können mit dem Restmüll entsorgt werden, denn sie zählen zum Siedlungsabfall. Dies sei entgegen einer vielfach geäußerten Auffassung ein sicherer und umweltfreundlicher Entsorgungsweg für Altarzneimittel, verlautbart die Pressemitteilung. Siedlungsabfälle aus dem Kreis Coesfeld werden in einer Müllverbrennungsanlage in Oberhausen verbrannt. Die Verbrennung zerstört oder inaktiviert die Arzneiwirkstoffe. So können sie nicht mehr in unsere Umwelt gelangen.

Bei größeren Mengen empfehlen die Wirtschaftsbetriebe die Medikamente zur Vermeidung von Verletzungen möglichst in stichfesten Behältern (Plastikflasche, Konservendose o. ä.) zu sammeln und darin in die Mülltonne zu geben.

Die eigene Restmülltonne ist nach Auffassung von Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC, das richtige Entsorgungssystem:  „Wir bitten jedoch darum, auf keinen Fall den Weg über die Toilettenspülung zu wählen. Nicht alle Wirkstoffe aus Tabletten, Kapseln oder Pulvern können in Klärwerken vollständig abgebaut werden und landen daher, wenn sie über das Abwasser entsorgt werden, im Wasserkreislauf.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter http://www.arzneimittelentsorgung.de.

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