Sie sind da, wo sie gebraucht werden

Kinder- und Jugendarbeit unterwegs

Niklas Dapper, Barbara Jünemann und Martin Walter sind die mobilen Jugendarbeiter, die mit dem bunten Bus in jeder Woche vier Standorte in Coesfeld ansteuern. (Foto hlm)

Die Sozialpädagogen (v.l.n.r.) Niklas Dapper, Barbara Jünemann und Martin Walter sind die mobilen Jugendarbeiter, die mit dem bunten Bus in wöchentlich vier Standorte in Coesfeld ansteuern. (Foto hlm)

Coesfeld, 22.06.16 (hlm). „Wenn wir mit dem bunten Mobil unterwegs sind, winken uns junge Menschen zu“, beschreibt Martin Walter, vom Jugendhaus Stellwerk, die Bekanntheit des farbenfrohen Transporters. Voll gepackt mit Materialien fürs draußen Spielen steuern die Jugendarbeiter feste Standort in Coesfeld an: De-Bilt-Allee, Lübbesmeyerweg, Karlsbeckerweg und den Skaterpark in Lette. Den Spaß an ihrer Arbeit merkt man den drei Sozialpädagogen sofort an. Niklas Dapper, der auch für die Schulsozialarbeit unterwegs ist, Barbara Jünemann und Martin Walter (Leiter des Jugendhaus Stellwerk) sehen sich als Begleiter, Berater und Sprachrohr für die Kinder und Jugendliche. Sie begegnen ihnen auf Augenhöhe. Viel Vertrauensarbeit steckt darin. Spielen, rennen und toben ist der eine Werkzeugkoffer, den das Team in einer Hand hält. In der anderen Hand ist der Koffer mit den sozialpädagogischen Utensilien. Walter benennt sie: „Stärken stärken und Schwächen schwächen“. Dazu gehören klare Strukturen und klare Regeln, um als Autorität anerkannt zu werden. Wertvoll investierte Zeit, die sich bezahlt macht, um in Spannungsfeldern alternative Wege aufzuzeigen.

In der Vergangenheit hatten die Sozialpädagogen viel Engagement im Tüskenbach-Viertel eingebracht. Unterschiedliche Kulturen – enger Raum: Nährboden für aufkommende Konfliktherde. Gemeinsam mit der Anna-Katharina-Gemeinde schafften sie eine Entschärfung der Lage. Ein siebenjähriger Prozess, der fruchtbare Ergebnisse geliefert hat. Der Standort, der künftig nicht mehr angefahren wird, weil der Bedarf stark gesunken ist.

Die Resonanz auf das gesamte Angebot ist gut. Je nach Standort sind es 30 bis 50 Kinder- und Jugendliche, die es nutzen. Ein anderes Feld, dass das Team bewirtschaftet ist, das Engagement zur Integration von Flüchtlingskindern. Zum einen in Kooperation mit dem DRK. Zum anderen durch die Arbeit vor Ort in Seppenrade, bei der Hilfe unbegleiteter Minderjährigen. Auch wenn diese Kinder von Coesfeld in das Franziskanerkloster umgezogen sind, der Anspruch auf Unterstützung durch die mobile Jugendarbeit bleibt bestehen.

Während der Ferien pausiert die mobile Jugendarbeit. „Dafür gibt es das spezielle Ferienprogramm“, macht Barbara Jünemann auf das Angebot aufmerksam. Da lohnt sich der Blick auf die Webseite.

Die Standorte und Zeiten der mobilen Jugendarbeit finden Sie in der Googlekarte:

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