Inseln in Lette: Ortsdurchfahrt mit Querungshilfen

Bushaltestellen auf der Coesfelder Straße belassen

Streitobjekt bei der Ortsdurchfahrt: Die Zukunft der Bushaltestelle an der Paßstiege in Lette.

Streitobjekt zwischen Letteranern und Stadtverwaltung bei der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt: Die Zukunft der Bushaltestelle an der Paßstiege in Lette. (Foto hlm)

Lette, 27.06.15 (hlm). Gut ein Dutzend Letteraner horchten den Ausführungen der Stadtverwaltung zur Planung der Ortsdurchfahrt in Lette zu. Die Entwürfe hatte Frank Wolters (Ingenieurbüro Eberhard aus Tecklenburg) ausgearbeitet. Zwei Teilprojekte projizierte der Architekt für die Gäste intensiver an die Wand: die Querungshilfen auf der Coesfelder Straße (K48) im Norden und im Süden der Ortsdurchfahrt. Von der ursprünglichen Planung, aus dem Jahr 2004, ist eine günstige Alternativlösung geblieben. Für den großen Wurf konnten keine Fördermittel akquiriert werden. Nach jetzigen Vorstellungen sollte noch in diesem Jahr mit dem Bau zweier Mittelinseln begonnen werden. Dafür hat die Stadt im Haushalt 120000 Euro eingeplant.

Ein Fahrradschutzstreifen soll es werden. Auf beiden Seiten der Coesfelder Straße. Der jetzige einsame Rad- und Fußweg wird zurückgebaut. An den Seitenstreifen gibt es abschnittsweise Parkflächen für PKW. So die aktuelle Vorstellung. Für die Radfahrer sei das sicherer, so die Auffassung von Holger Ludorf vom Fachbereich Planung, Bauordnung, Verkehr der Stadt. Baustellenschilder sollen auch in Höhe Paßstiege (nördliche Ortsdurchfahrt, Richtung Coesfeld) und südlich, Richtung Dülmen, hinter der Kreuzung Zur Stegge/Kreuzstraße, aufgestellt werden. Querungshilfen auf der Coesfelder Straße sollen nach Fertigstellung die sichere Überquerung ermöglichen. Prinzipiell unterstützen die Anwesenden den Vorschlag im Süden. Die Anwohner haben aber differenzierte Erfahrungen mit Autofahrern, die von Dülmen kommen: „Rennpiste“, ist zu hören, und: „Die treten richtig aufs Gaspedal und rauschen in Lette ein.“ Das sollte verhindert werden. Eventuell mit einer Verschiebung der Insel Richtung Ortsausgang, so die Idee der Bürger.  „Ist der Schwerlastverkehr von Scholz weiter gewährleistet“, stellte einer die generelle Frage. Thomas Backes, erster Beigeordneter der Stadt, antwortet umgehend: „Das ist eine absolute Prämisse.“

Kontroverser ging es beim Plan im Norden zu. Eine Querungshilfe oder Mittelinsel, um den Autoverkehr bei der Einfahrt nach Lette auszubremsen, findet Befürworter. Nicht aber die Verlegung der Bushaltestelle weiter in die Ortsmitte, im Bereich des Isselweges, und dann ohne Haltebucht. „Da schaffen sie einen neuen Gefahrenpunkte“, so ein Letteraner. Morgens sei es eine brenzlige Situation. Viele Schüler warten auf den Bus. Dann kommen bis zu vier Busse gleichzeitig. Autos parken am Rand. Es wird befürchtet, nervöse Autofahrer überholen die stehenden Busse und Schüler springen auf die Straße. Noch ein weiterer Aspekt kommt zur Aussprache: Wo sollen die Fahrräder geparkt werden. Es braucht Stellplätze. Da sehen die Letteraner im geplanten Abschnitt keinen Platz für. Ludorf begründet die Idee der Verlegung. Die Schüler sollen einen kürzeren Weg bekommen. In seinen Augen sind Bushaltestellen und Querungshilfen schwierig zu koppeln. Auch die Wartezeit für die Autofahrer ist weniger als eine Ampelphase lang. Grünflächen, Parkplätze und Weiteres verhindern das Überqueren der Straße. Das Gefahrenpotenzial sei geringer als in der jetzigen Situation. Aber die Letteraner bleiben dabei. Lieber die Bushaltestelle dort belassen und ausbauen. Zusätzlich einen sicheren Straßenübergang schaffen. Das bedürfte aber den Erwerb von Grundstücken. Da muss die Stadtverwaltung noch mal drüber nachgrübeln. Konkrete Planung wird sie nicht vor den Sommerferien fertig haben. Auf der nächsten Bürgerversammlung, am 23.06.15, erfahren die Letteraner mehr über die weiteren Maßnahmen zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt auf der Coesfelder Straße.

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