Was hat die Ossietzky-Affäre mit dem Barackenlager gemein?

„Erinnerung braucht reale Orte“

• Podiumsdiskussion zur lokalen Erinnerungskultur
• CDU Coesfeld lädt kreisweit am 8. März ein
• Bundestagsabgeordneter Dr. Philipp Lengsfeld zu Gast

Coesfeld, 25.02.16 (PM). Der CDU Coesfeld sind Thematik und kompetente Fachleute so wichtig, dass sie zur Podiumsdiskussion unter dem Titel „Politik und Erinnerungskultur“ kreisweit alle Interessierten einlädt. Diese offene Veranstaltung ist am Dienstag, 8. März, um 18 Uhr im WBK Coesfeld, Osterwicker Str. 29.

Dr. Philipp Lengsfeld waren

Bei der kreisweit offenen Podiumsdiskussion am 8. März um 18 Uhr im WBK Coesfeld tritt auch als Redner Dr. Philipp Lengsfeld MdB (Berlin) auf.

Dazu CDU-Vorsitzender Merschhemke: „Erinnerung braucht reale Orte, Symbole, Jahrestage und Gedenkstätten. Ein solcher Erinnerungsort ist das Barackenlager in Lette. Mit dem Förderverein Barackenlager e.V. in Lette hat sich eine zivilgesellschaftliche Initiative für die lokale Erinnerungskultur gebildet“. Auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling konnte mit Dr. Philipp Lengsfeld MdB ein ausgewiesener Kenner und engagierter Redner gewonnen werden. Als ältester Sohn der DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld wuchs  Lengsfeld in der DDR auf und geriet im September 1988 zusammen mit anderen Schülern in den Strudel der Ossietzky-Affäre. Durch das Verfassen von kritischen Wandzeitungsartikeln und einem offenen Brief mit Unterschriftensammlung wurde er auf direkte Anweisung der DDR-Bildungsministerin Margot Honecker von der Schule verwiesen. Rückblickend erzählt Philipp Lengsfeld dies mit einem Schmunzeln, hat er doch sein Büro seit seinem Einzug in den Deutschen Bundestag im Jahr 2013 in genau dem alten DDR-Bildungsministerium, das damals seinen Schulverweis erlassen hat. „Ironie der Geschichte“ nennt Philipp Lengsfeld rückblickend diese Tatsache. Seit seinem Einzug in den Deutschen Bundestag ist Lengsfeld nicht nur persönlich, sondern auch politisch als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion im  Bundestag, insbesondere für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, mit dem Thema Erinnerungskultur betraut. Für ihn bedeuten Erinnerungs- und Symbolpolitik auch einen aktiven Umgang mit der Vergangenheit, der wichtig sei, um einen Neubeginn, oft für ganze Gesellschaften und Generationen, zu schaffen.

Am Podiumsgespräch werden ferner die Historikerin Ingeborg Höting, Harald Dierig (Vorsitzende des Vereins „Denkmal Barackenlager Lette“ e. V.) und der Nottulner Heinz Böwing teilnehmen. Buchautor Böwing hat die Kriegs- und Nachkriegsereignisse in den Baumbergen aufgearbeitet.

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