Kraftakt in Flamschen

Präsentationsjahr der Regionale 2016 eröffnet

Regionale 2016 geht mit dem Präsentationsjahr in die Zielgerade

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker pfeifen das Präsentationsjahr der Regionalen 2016 an. (Foto hlm)

Coesfeld, 29.04.16 (hlm). 600 Stimmen schmettern lauthals den Refrain „Ich will wieder an die Berkel, ohoho, ich will zurück ins Münsterland“, des Songs von den Ärzten in der Werkshalle bei Krampe Fahrzeugbau im Industriepark Nord.Westfalen. Die Regionale 2016 feiert sich und den Startpunkt des Präsentationsjahres.

Ein neunjähriger Prozess liegt zurück: Das ziehen eines gemeinsamen Weges der Städte und Gemeinden aus den Kreisen Borken und Coesfeld und benachbarten Kommunen aus dem Münsterland, des Ruhrgebiets und des Niederrheins. Ein symbolisches Zeichen für die Zusammenarbeit setzt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker. Sie spielen dem Coesfelder Landrat Christian Schule Pellengahr mit einem Konzert von Trillerpfeifen den Zukunftsball in die Hände. Behalten durfte er das runde Ding nicht und gab es dem zufällig auserwählten Dieter van Acken aus Ahaus.

Ministerpräsidentin Kraft vergleicht die Regionale 2016 als Labor, das Antworten auf die Zukunftsfragen wie Mobilität im ländlichen Raum, Gewinnung von Fachkräften, ökonomisches und ökologisches Zusammenspiel sowie der Vernetzung verschiedener Generationen unter einem gemeinsamen Dach. Die hieraus erwachsenen Projekte sollen Stempelkissen für andere Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen sein – übertragbare Modelle. 43 Ideen hat die Regionale-Agentur in die Zielgerade gelenkt. Sie begleitete Leitgedanken, die auch mal in einer Sackgasse endeten, zu förderfähige Konzepte. Die Zahl von 114 Millionen Euro nennt Hannelore Kraft. Fördergelder, die in 25 Projekten bis 2018 in diese Region fließen. Zügig fließen sollen auch Daten. Sie träumt von einem Internet mit einer Datenübertragung vom 50 Mbit/s als Standard im ländlichen Raum. Notwendig und viel geforderte Infrastruktur für die digitale Metamorphose in den gewerblichen Sektoren.

Rudelsingen bei der Eröffnungsfeier: Statt Westland zurück ins Münsterland. (Foto hlm)

Für die Regionale 2016 musste sich die Region finden. Den drei großen I’s kommen bis heute eine wesentliche Bedeutung zu: Integration, Identifikation und Integrität. Die Zusammenarbeit hat es zwischen den Kreisen Borken und Coesfeld an den Grenzräumen vor der Regionalen gegeben. Eine Auffassung die der Borkener Landrat Zwicker und Dr. Christian Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld) teilen. Der Regionale-Prozess hat das Netzwerk enger geschnürt. Die Flusslandschaft ist dabei zum Logo der Kooperation geworden. Ob Stever oder Berkel, sie durchfließen Gemeinde, Städte, Kreise, Wirtschaftsräume und sogar europäische Räume und wurden sie symbolischen blauen Bändern.

Joachim Hartmann, Fachbereichsleiter der Stadt Vreden, mit dem Ende der Regionalen 2016 nicht das Ende der Zusammenarbeit. Er wünscht sich öffentlichkeitswirksame Formate, die über das Präsentationsjahr, das bis zum Sommer 2017 geht, reicht. Mit den Berkelaktionstagen ist ein Anfang gesetzte worden. Der nächste Termin für diesen gemeinsamen Tag der Berkel-Städte wird der 11.09.2016 sein.

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