Ehrentag für Ehepaar Hinricher

Verleihung der Stadtplakette für ehrenamtliches Engagement

Ehrenamt ist für das Coesfelder Ehepaar Hinricher eine Selbstverständlichkeit. Für das Engagement gab es eine Auszeichnung von der Stadt.

Das Ehepaar Theo und Gisela Hinricher erhalten von Bürgermeister Heinz Öhmann (l.) die Stadtplakette für die ehrenamtlichen Verdienste. (Foto hlm)

Coesfeld, 27.01.16 (hlm). Strippenzieher nennt man Menschen, die im Hintergrund agieren, um eigenen Interessen durchzusetzen. Es gibt aber auch Menschen, die im Hintergrund arbeiten – verdeckt bleiben – und sich der Gemeinschaft verpflichtet fühlen. Oder, wie Bürgermeister Heinz Öhmann einen Regionalmanager einer Krankenversicherung zitiert: „Es gibt Menschen, die sind Ehrenamt.“ Seine Worte richtet er an das Ehepaar Gisela und Theo Hinricher. Eine lange Liste ehrenamtlichen Engagements zählt Öhmann in seiner Laudatio auf. Die beiden erhalten für ihre vielfältigen Verdienste die Stadtplakette.

Stets geleitet vom christlichen Glauben leisten Hinrichers nicht nur für die Coesfelder Enormes, sondern auch für Schutz suchende Menschen. Die Fußspuren des Ehepaars sind bis in die Flüchtlingsinitative zu finden. Der Verbund vollbringt durch die persönliche Begegnung mit den Menschen einen großen Beitrag zur Integration. „Eine Arbeit, die in der nächsten Zeit zunehmen wird“, betont der Bürgermeister. Schon lange vor dem aktuellen Flüchtlingsstrom war Gisela und Theo Hinricher für Schutzsuchende aktiv. Sie haben einem Iranischen Mädchen im eigenen Haus Asyl gegeben und eine solide Schulausbildung ermöglicht. Heute arbeitet sie als Ärztin. „Diese direkte Integrationsarbeit am Menschen ist die wichtigste, die wir leisten können“, hebt Öhmann hervor. Nun ist es Zeit dem Ehepaar etwas zurück zugeben, in Form von Anerkennung. Anerkennung für das persönliche Engagement, das sie der Gemeinschaft gegeben haben, ohne auf Status oder Herkunft zu blicken. Ins Rampenlicht stellen wollten sich die beiden nicht. Bescheiden sind sie. In ihren Augen haben nicht sie das alles nicht gemacht, sondern eine Vielzahl von Mitbürgern. „Es muss aber auch Menschen geben, die im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen“, stellt Öhmann die Begeisterungsfähigkeit der Eheleute für Mitwirkend heraus. Theo Hinricher sieht sich mehr als Diener: „Auf der Plakette steht das Wort Verdienst und da steckt dienen drin.“ Seine Ehefrau witzelt: „Wir selbst haben Migrationshintergrund. Wir sind 1968 aus dem Ruhrgebiet gekommen.“ Sie führt ihre Beweggründe für die Hilfe der Flüchtlinge zurück auf ihre Kindheitserfahrungen als Vertriebene aus Oberschlesien.

Für das Ehepaar ist Pax Christi stets eine tragende Säule ihres Engagements. Hinrichers haben die Ortsgruppe mit gegründet. Eine katholische Bewegung, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrung der Schöpfung einsetzt. In Coesfeld hat sich die Gruppe von Anbeginn verbindlich die Hilfe von Flüchtlingen versprochen. Dieses Versprechen zieht sich weiter in die Flüchtlingsinitiative. Pax Christi war und ist Humus für vielfältige andere Initiativen zum Wohle des friedlichen Zusammenlebens in unserer Gemeinschaft.

Hintergrund

Laut den Statuten wird die Stadtplakette an Personen verliehen, die sich in hohem Maße um die Förderung des kulturellen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens oder in sonstiger Weise um die Stadt Coesfeld verdient gemacht haben.

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