Schlagwort: Flüchtlinge

Info-Tour führte zum Bunten Haus nach Gescher

CDU-Arbeitskreis Integration mit weiteren Erkenntnissen für Coesfelder Begegnungsstätte

Zum Bunten Haus nach Gescher führte die Info-Tour der Coesfelder CDU zu Begegnungsstätten für Flüchtlinge. Dort zeigten sich die Coesfelder beeindruckt vom Engagement der Gescheraner Ehrenamtlichen.

Mitglieder des CDU Arbeitskreises Integration besichtigten in Gescher die Begegnungsstätten für Flüchtlinge. Dort zeigten sich die Coesfelder beeindruckt vom Engagement der Gescheraner Ehrenamtlichen.

Coesfeld, 03.05.16 (PM). Die Info-Tour zu Begegnungsstätten für Flüchtlinge führten Mitglieder des CDU-Arbeitskreises Integration zum Bunten Haus nach Gescher. 60 Ehrenamtliche kümmern sich dreimal wöchentlich um rund 320 Flüchtlinge. Die Treffs werden von Ehrenamtlichen unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde geleistet.

Carola Gravermann, Norbert Lanfer und Maria Schüttert vom Ehrenamts-Team freuten sich über den Besuch der Coesfelder. Sie führten durch das Haus der früheren Apotheke. Erfreulich sei, dass engagierte Gescheraner dort bei der Einrichtung des Treffs Hand anlegten. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei ungebrochen. Die Ehrenamtlichen kümmern sich um die Flüchtlinge, die spontan ins Bunte Haus kommen. So werden Deutschkurse vermittelt, Sportangebote gemacht, Fußballturniere organisiert, Wandertage durchgeführt oder Teilnahme zum Schwimmen ermöglicht. Sogar ein offener Wortgottesdienst von Flüchtlingen und Gescheranern fand riesigen Anklang. „Ihr seid wie Engel“, habe ein Flüchtling Maria Schüttert gesagt, die dieses Lob auf alle Ehrenamtlichen bezog. Maria Busemann-Holters bedankte sich namens der CDU mit kleinen Präsenten für die Ehrenamtlichen und die Flüchtlinge. CDU-AK-Leiter Norbert Hagemann kündigte in Gescher abschließend an, dass die nächste Info-Tour zum Caritasverband an der Osterwicker Straße in Coesfeld führt. Dort informiert die mitgereiste Fachkraft für Migration und Integration Majda Mchiche.

„Kein Sprint, sondern ein Marathonlauf“

Flüchtlinge im Gespräch mit dem Bürgermeister

Vera Krott-Unterweger mit Schülerinnen und Schülern im Deutschkurs. Die VHS hat Bürgermeister Heinz Öhmann zu einer Gesprächsrunde eingeladen.

Vera Krott-Unterweger mit Schülerinnen und Schülern im Deutschkurs. (Foto hlm)

Coesfeld, 27.04.16 (hlm). Seit Dezember sitzen die Flüchtlinge in kleinen Gruppen täglich zusammen und pauken Vokabeln und Grammatik im Deutschkurs der Volkshochschule (VHS). Heute ist ein besonderer Tag. Der Bürgermeister ist zu Gast. Die Leiterin des Hauses, Dr. Mechtilde Boland-Theißen findet es mutig und bemerkenswert, dass sie sich schon nach kurzer Zeit trauen mit Heinz Öhmann ins Gespräch zu kommen.

Das komplexe Verwaltungsdeutsch muss der Verwaltungschef ablegen und auf Augenhöhe reden: „Deutschland ist ein kompliziertes Land, mit komplexen Regeln und Zuständigkeiten“. Es hängt an dem Wort „Zuständigkeit“. Die Flüchtlinge verstehen nicht, warum bis jetzt kein Anhörungstermin für das Asylverfahren zu bekommen ist. Viele unverständliche Gesichter, als der Bürgermeister seinen ersten Erklärungsversuch startet. Er greift zum Stift, schreitet zur Tafel und skizziert ein Schaubild. „Zuständigkeit“ steht in großen roten Buchstaben an der Tafel. Smartphones werden zur Hand genommen. Kopfnicken bei den einen, Kopfschütteln bei den anderen. Für einen Moment bekommen wir einen Eindruck, wie es einem Menschen in einem Land mit einer anderen Sprache ergeht. Die Schülerinnen und Schüler reden untereinander in Arabisch. Wir hören hilflos zu und verstehen nichts. Dann schmunzelnde Gesichter. Es scheint, als wäre „Zuständigkeit“ geklärt. Die Stadt Coesfeld hat keinen Einfluss auf das Asylverfahren. Dafür ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig. Coesfeld hat die Aufgabe, den Menschen eine Unterkunft, Verpflegung und Hilfe im Alltag zu geben.

Bei der Bewältigung des Alltages unterstützt die Stadtverwaltung mit dem speziellen Kursangebot über die Volkshochschule (VHS) alle Flüchtlinge und ermöglicht den Einstieg in die deutsche Sprache. Während in der Nachbarkommunen Billerbeck und Nottuln die Kurse über Sponsoring finanziert werden, investiert in Coesfeld die Stadt Geld in die Grundausbildung. Für Öhmann ist es gut angelegt, um die Integration zu fördern.

Das Erfolgsniveau ist sehr verschieden. Es hängt von kulturellen Wertevorstellungen und vom Bildungshintergrund der Erwachsenen ab. Diese Gruppe überwiegend junger Menschen haben alle eine akademische Vorbildung. Sie finden einen schnellen Zugang zur Sprache. Zwischen sechs und acht Monate sind sie in Coesfeld. „In anderen Gruppen haben wir es auch mit Analphabeten zu tun“, berichtet Christiane Gottschalk, eine der Kursleiterinnen.

Mit einem kleinen Vokabular geben die drei Frauen und sieben Männer einen winzigen Einblick in ihren persönlichen Hintergrund. Menschen, deren Familien auseinandergerissen wurden. Familienmitglieder, die in anderen Ländern leben oder Verwandte, die noch im Kriegsgebiet sind. Sie sind dankbar hier in Coesfeld zu sein und haben keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Aber Kritik kommt. Deutschdozentin Gottschalk macht auf die Notwenigkeit der Technik aufmerksam. Das Internet ist nicht nur Kommunikationskanal, sondern ein wichtiger Lernkanal. Lernmaterialien und Übersetzungsprogramme werden über diesen Weg genutzt. Kontraproduktiv findet sie das Angebot von Lern-DVDs: „Die haben in den Unterbringungen keine DVD-Spieler.“

Die Sprache zu verstehen, ist das eine. Die Sprache in den Alltag zu integrieren und mit ihr zu leben, ist eine weitere Lernstufe. Dr. Boland-Theißen bringt es auf den Punkt: „Das wird kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.“ Neben den elf Grundkursen für Flüchtlinge bietet die VHS und weitere Bildungsträger weiterführende Kursangebote für Deutschlernende an.

Blockhäuser sollen Anfang Mai kommen

Letteraner Flüchtlingshelfer bereiten sich vor

Die Unterkonstruktionen für die elf Blockhäuser sind aufbaut. (Foto hlm)

Die Unterkonstruktionen für die elf Blockhäuser in Lette sind aufbaut. (Foto hlm)

Lette, 27.04.16 (hlm). Schräg gegenüber der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette, in der der Bezirksausschuss Lette am Dienstagabend tagte, liegen auf dem vorbereiteten Gelände die Unterkonstruktionen für die elf Blockhäuser, die provisorisch Unterbringungen für 120 Flüchtlinge bieten sollen.

Thomas Backes nennt ein Zeitfenster: Anfang Mai sollen die Holzhäuser geliefert werden. Vor Juli wird noch niemand dort einziehen können. So viel Zeit braucht es noch, bis alles hergerichtet ist. „Da haben wir kein Stress“, entspannt sich der erste Beigeordnete der Stadt Coesfeld. In den letzten Wochen sind die Zahlen zugewiesener Flüchtlinge stark rückläufig. Die Stadtverwaltung rechnet nicht damit, in Bedrängnis zu geraten.

Zeit, die Gerold Wilken vom Koordinationsteam der Letteraner Flüchtlingshelfer, gut brauchen kann. Denn die ehrenamtlichen Helfer bereiten sich auf die Ankunft der großen Gruppe Schutz suchender Menschen vor. Bis jetzt leben 19 Syrer und 7 Afghanen t eine kleine Zahl Asylbewerber an zwei Standorten in Lette. Mit niedrigschwelliger Hilfe begleiten die Ehrenamtlichen die Flüchtlinge im Alltag. Und da prallen schon mal unterschiedliche kulturelle Wertevorstellungen aufeinander, berichtet Wilken. Hindernisse, die aus dem Weg geräumt werden können. Was es nach Auffassung des Flüchtlingshelfers dringend braucht: Zugang zum Internet. Bei der Erstverteilung seien Familien auseinandergerissen worden, die über die Smartphones in Kontakt bleiben. „Die WLAN-Einrichtung ist in kleinen Unterkünften nicht umsetzbar, in größeren ja“, gibt Backes einen Lichtblick.

Sporthalle I ist wieder für Schulen Vereine frei

Stadt plant Grillfeier als Dankeschön an die Flüchtlingshelfer

Sporthalle in Coesfeld steht wieder zur Verfügung

Die Badmintonspieler der Sportgemeinschaft in Coesfeld können in der Halle I wieder mit Trainer Gregor Twilling Montagabends trainieren. Acht Monate nutzte die Bezirksregierung Münster die Sporthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge.

Coesfeld, 26.04.16 (PM). Die Halle I am Schulzentrum ist seit dem 25.04.16 wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben. Das teilt die Stadt Coesfeld mit. Die SG Badmintonabteilung trainierte mit Trainer Gregor Twilling Montagabends wie gewohnt. Aktuell plant die Stadt eine Dank-Feier für alle Helfer und Unterstützer der Notunterkunft. „Wir sind vielen Unterstützern dankbar, die haupt- wie ehrenamtlich mitgeholfen haben“, sagt Dr. Thomas Robers, Beigeordneter und Sozialdezernent der Stadt.
Acht Monate lang, von September 2015 bis Ende April 2016, war die Halle I Flüchtlingsnotunterkunft des Landes und hat in den letzten Wochen auch Flüchtlinge beherbergt, die der Stadt zugewiesen waren.Die Schulen im Schulzentrum haben ihr Sportangebot darauf angepasst und vieles neu organisiert. Vereinsvertreter, namentlich Bernd Bohmert und Birgit Störzer, haben flexibel und kompetent die Sportstättennutzung der Vereine umgeplant und notwendige Prioritäten gesetzt.

„Ein besonders Dankeschön gebührt auch allen Helfern, die die Einrichtung und den Betrieb der Notunterkunft unterstützt haben“, betont Dr. Robers. So haben Coesfelder Ärzte die Menschen vor der Aufnahme untersucht und das häufig auch nachts und verbunden mit langen Wartezeiten. Vereinssportler haben spontan und tatkräftig beim Aus- und Wiedereinräumen der Sportgeräte geholfen.

Professionell eingerichtet und rund um die Uhr betreut wurde die Notunterkunft Sporthalle I durch die Mitarbeiter des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Viele praktische und logistische Herausforderungen hatten sie sehr kurzfristig zu bewältigen. Die städt. Hausmeister, Mitarbeiter des Bauhofes aber auch Kollegen aus dem Sozialamt haben sich – teilweise auch am Wochenende – tatkräftig eingebracht, um die Unterkunft herzurichten oder auch den zügigen Umzug der Menschen in andere Objekte zu ermöglichen. Unterstützung erfuhr die Stadt auch von der Feuerwehr, teils auch aus anderen Orten, dem Technischen Hilfswerk (THW) und auch dem Ortsverein Coesfeld des DRK.

Termin und Ort der Dank-Feier für die Helfer werden in Kürze von der Stadt bekanntgegeben.

„Wir haben auch eine moralische Verpflichtung“

Große Resonanz bei der Bürgerversammlung in Lette

Flüchtling sucht Kontakt

Flüchtlinge brauchen vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Die Coesfelder zeichnen sich durch eine große Hilfsbereitschaft aus. (Foto hlm)

Lette, 16.03.16 (hlm). Mit dem Satz „Wir haben nicht nur eine gesetzliche, sondern auch eine moralische Verpflichtung“, begrüßte Bürgermeister Heinz Öhmann das volle Foyer in der Kardinal-von-Galen-Schule. 200 aufgereihte Stühle reichten nicht. Gäste nahmen auf Bänken am Rand Platz. Alle Generationen hatten ein offenes Ohr für die geplante Errichtung der zehn Blockhäuser zur Unterbringung von bis zu 120 Flüchtlingen an der Bruchstraße. Dazu kommen noch 30 Plätze in gemieteten oder gekauften Objekten in dem Coesfelder Stadtteil.

Genutzt wurde der Abend, um mit Gerüchten aufzuräumen. Es werden nicht Heerscharen an Flüchtlingen kommen. Die Zuweisungen sind überschaubar und prozentual für jede Kommune festgelegt. Aber in Zahlen nicht klar kalkulierbar, da diese von politischen Lagen abhängig ist, auf die Coesfeld kein Einfluss hat. Bis zum Jahresende rechnet die Stadtverwaltung mit gut 1100 Flüchtlingen. 800 brauchen bis Ende Juni Plätze zum Leben. Den notwenigen Bedarf deckt die Stadt mit den sieben gemieteten, acht gekauften Objekten und dem Bau der Holzhäuser. Mit der dezentralen Verteilung will die Stadt eine Isolation der Menschen verhindern. Sie sollen mitten im gesellschaftlichen Leben stecken und daran teilhaben. Deshalb sind die Gebäude für eine Selbstversorgung ausgelegt. Das Ziel maximal 60 Menschen in eine Einrichtung unterzubringen lässt sich an manchen Stellen, wie in der Blockhaussiedlung in Lette, nicht umsetzen. „Wir kommen an die Grenze und müssen die Menschen unterbringen“, entschuldigt sich Dezernent Dr. Thomas Robers für die Notlösung. Da stellt sich die Frage, ob die Flüchtlinge Einfluss auf den Wohnungsmarkt nehmen. Öhmann sieht das nicht unmittelbar. Durch neue Mietwohnungen, die entstehen, werden ältere frei. Denn der größte Teil des Wohnungswechsels bewegt sich in Coesfeld selbst. Dass dennoch gerade im sozialen Wohnungsangebot Mangel ist, darüber ist sich die Stadtverwaltung bewusst. Robers: „Das ist ganz klar ein Thema. Da müssen wir was tun.“

Natürlich ist es eine gesellschaftliche Herausforderung den Menschen mit anderen Kulturen zu begegnen. Die Redewendung „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es wieder heraus“ passt sehr gut in die Erfahrungen der Flüchtlingsinitiative. Was jetzt an Hilfe und Mitmenschlichkeit von uns investiert wird, werden wir von den Menschen langfristig zurückbekommen. Das ist ein Tenor des Abends. Für den Gründer der Betreuungsgruppe, Gerold Wilken, profitiert die Region zukünftig nicht nur von jungen Arbeits- und Fachkräften. Es sei auch eine Chance für eine kulturelle Annäherung und gegenseitigen Lernens. Wilken lobt die Letteraner für das Engagement. Zum ersten Treffen der gegründeten Betreuungsgruppe seien 20 eingeladen worden. 40 waren da. Für ihn ein klares Signal für die Hilfsbereitschaft im Ort.

 <<Wir geben nicht nur, wie bekommen auch ganz viel von den Menschen zurück.>>
Eine Letteranerin

Neben der Frage der Integration interessiert auch die finanzielle Auswirkung. Eine Bedrohung des Haushaltes sieht die Stadtverwaltung nicht. Es sei aber nicht hinzunehmen, dass die Kommunen die Finanzlast allein tragen. Pro Flüchtling fließen 10000 Euro in die Stadt. Das sei nicht ausreichend. Das Land und der Bund muss mehr in die Pflicht genommen werden, so der Bürgermeister. Da gerade das Thema Geld in der Luft ist, zerplatzt ein weiteres Gerücht. Ein Asylbewerber schwimmt nicht in Geld. Ein Erwachsener erhält monatlichen 330 Euro. Das ist weniger als der Hartz IV-Satz. Davon muss er seinen Lebensunterhalt bestreiten. Eigentlich müsste der Flüchtling sogar eine Haftpflichtversicherung davon bezahlen. Denn über die Stadt sind die Asylbewerber nicht versichert, bestätigt Dezernent Dr. Thomas Robers auf Nachfrage.

<<Die Flüchtlinge sind freundliche und liebenswerte Menschen.>>
Christoph Schlütermann (DRK)

Einen Garantiestempel, dass das Zusammenleben in den Unterkünften konfliktfrei verläuft, kann es nicht geben. Leben auf engem Raum erzeugt Stress und Druck. Mit begleitenden Maßnahmen durch geschulte Sozialarbeiter lassen sich aufkochende Konflikte wieder abkühlen. Ein solcher fester Ansprechpartner wird für Lette zur Verfügung stehen. Parallel dazu wird die Polizei regelmäßig kontrollieren, verspricht Wachleiter Werner Leimkühler. Er stellt klar, dass es durch die Flüchtlinge keine signifikante Steigerung von Straftaten gegeben habe. „Die Flüchtlinge sind freundliche und liebenswerte Menschen“, so die Erfahrung von Christoph Schlütermann (DRK). Über die Kreisgrenze hinaus begleitet die Hilfsorganisation 7000 Schutzsuchende professionell. Schlütermann lobt die große Hilfsbereitschaft der Coesfelder Bevölkerung. Gerade in kleinen Orten funktioniere der Zusammenhalt gut. Angst braucht niemand zu haben. Offenheit und Transparenz sind hilfreicher. „Informieren Sie uns, wenn es Probleme gibt“, fordert Öhmann die Zuhörer auf.

Ein treffendes Schlusswort aus dem Publikum erhält reichlich Applaus: „Wir geben nicht nur, wie bekommen auch ganz viel von den Menschen zurück.“

Aside

Stadt informiert über geplante Blockhäuser

Lette, 13.03.16 (PM/hlm). Am Mittwoch (16.03.16, 19 Uhr) können sich die Bürgerinnen und Bürger in der Kardinal-von-Galen-Schule über den geplanten Bau von elf Holzhäusern. Bis zu 120 Asylbewerber will die Stadt an der Bruchstraße unterbringen informieren. Wie bereits berichtet kalkuliert die Stadt mit einer Zuweisung von 1100 Flüchtlingen in diesem Jahr. Nach Aussage der Verwaltung stehen bis Mai 660 Plätze bereit. Um eine Erweiterung der Unterbringungsmöglichkeiten zügig realisieren zu können, setzt die Stadt auch auf eine zeitlich begrenzte Lösung durch den Bau von Blockhäusern.

Wenig bezahlbarer Wohnraum

Ein Meinungsbild über Angebot und Nachfrage von Wohnraum in Coesfeld Coesfeld, 09.03.16 (hlm). Über drei Monate braucht es im Schnitt, bis ein Interessent einen passenden Wohnraum in Coesfeld gefunden hat. Das ergab eine Umfrage in einer Coesfelder Gruppe eines sozialen Netzwerks, an der sich 75 Nutzer beteiligt haben. Eine Neu- oder Wiedervermietung gelingt in 80 Prozent der Fälle…

Kursleitung für Deutschunterricht gesucht

Grundschulen und VHS bieten Deutschkurse für Flüchtlingskinder an Coesfeld, 09.05.16 (PM). Volkshochschule und die Grundschulen Lamberti– und Martin-Luther-Schule organisieren gemeinsam zusätzlichen Deutschunterricht für Flüchtlingskinder. Bis zu den Sommerferien werden pro Woche fünf Deutschstunden durch die VHS gegeben. Auf zwanzig Wochen Unterricht und 100 Unterrichtsstunden kommt das Projekt so insgesamt. Die Pädagoginnen werden durch die VHS eingesetzt. Auch…

Die größte Herausforderung ist die Integration

Flüchtlinge als Thema der offenen Fraktionssitzung von Pro Coesfeld Coesfeld, 29.02.16 (hlm). Bis Mai/Juni erwartet die Stadt Coesfeld bis zu 800 Flüchtlinge. Darüber informiert Dezernent Dr. Thomas Robers gut 30 Gäste auf der offenen Fraktionssitzung von Pro Coesfeld. Die lokalpolitische Partei hatte Vertreter aus der Stadtverwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger zu der Veranstaltung eingeladen. Die…

Vom Abrissbagger erstmal verschont

Stadt mietet Caritas-Haus für Flüchtlinge

Die Abrissgenehmigung liegt schon vor. Jetzt ist Baustopp. Die Stadt nutzt das Haus für die kommenden drei Jahre zur Unterbringung von Flüchtlingen. (Foto hlm)

Die Abrissgenehmigung liegt schon vor. Jetzt ist Baustopp. Für Flüchtlinge mietet die Stadt das Haus für die kommenden drei Jahre. (Foto hlm)

Coesfeld, 25.02.16 (hlm). Bis zu 60 Flüchtlinge sollen in sechs bis acht Wochen einen Platz zum Wohnen in dem ehemaligen Haus der Caritas an der Wiesenstraße 18 finden. In einem schlechten Zustand befindet sich das alte Gebäude nicht. Dennoch wollte die Caritas den Abrissbagger anrücken lassen, um neuen Wohnraum für psychisch zu betreuende Menschen zu schaffen. Doch jetzt ist Stopp. Die Wohlfahrtsorganisation hat von dem Bauvorhaben bis 2019 Abstand genommen und das Gebäude der Stadt angeboten. Die braucht händeringend Wohnraum für zugewiesene Flüchtlinge. Im Moment suchen 450 Menschen in Coesfeld Asyl. Durch die Schließung der Notunterkunft am Schulzentrum werden bis zum Sommer 2016 zusätzlich 350 Menschen eine Bleibe finden müssen. Auf 27 Immobilien kann die Stadt zurückgreifen. Es sind teilweise eigene Immobilien, werden gerade als provisorische Unterbringung errichtet oder sind angemietet. Reichen wird das nicht. Dr. Thomas Robers, Dezernent der Stadt Coesfeld, schätzt vorsichtig bis Ende dieses Jahres mit bis zu 1100 Flüchtlinge. Mieten sei für die Stadt eine attraktive Lösung. Sie kann flexibel auf den Flüchtlingsstrom reagieren. Zum ortsüblichen Mietsatz nutzt die Verwaltung das Haus der Caritas für die kommenden drei Jahre. Dann wird der Eigentümer das Bauvorhaben wieder aufnehmen. Bis dahin hofft die Stadt auf eine entspanntere Lage.

In den nächsten Tagen werden die Handwerker mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten am Vorder- und Hinterhaus beginnen. Der Keller soll mit sanitären Anlagen, getrennt nach Geschlecht, ausgestattet werden. In den Etagen sollen Wohneinheiten mit einer Gemeinschaftsküche zur Selbstversorgung, Toiletten und Mehrbettzimmer entstehen. Bevor die ersten Flüchtlinge Mitte bis Ende April in das Haus einziehen, will die Stadt die Nachbarn zu einer Informationsveranstaltung ins Haus einladen.