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Schulsozialberatung geht vollständig an den Start

Niedrigschwellige Hilfe für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Schulsozialberatung geht in Coesfeld an den Start.

Stefanie Benting, Leiterin des Fachbereichs Familie (2. r.) und Simone Wessels, von der Jugendförderung (3. r.) haben mit den drei Sozialpädagogen alle Puzzleteile für die Schulsozialberatung verbunden. (Foto hlm)

Coesfeld, 01.04.16 (PM). Für Sebastian Wilde ist es heute der erste Arbeitstag. Gemeinsam mit Andrea Wiesner und Niklas Dapper, die seit Januar im Einsatz sind, ist er präventiv und beratend vor Ort: in Coesfelds Schulen. Mit einem pädagogischen Konzept, das unter der Leitung von Simone Wessels (Jugendförderung der Stadt Coesfeld) entstand, ist die Präsenz der Schulsozialberatung in allen städtischen Schulen sichergestellt. Jedes Teammitglied kümmert sich um einen Pool Schulen (siehe unten). Dabei stießen die drei Sozialpädagogen auf junge Lehrerkollegien, die der Idee einer Schulberatung vor Ort mit offenen Ohren begegneten. Flankierende Hilfe für das Lehrpersonal wird immer wichtiger, um sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren. Das wissen die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen. Die Hauptschule und die Förderschule haben eigenes Beratungspersonal und nehmen dieses Angebot nicht in Anspruch. Auch die nicht städtischen Schulen St.-Pius-Gymnasium und Maria-Montessori-Grundschule können nicht berücksichtigt werden.

Für Stefanie Benting, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Soziales und Freizeit, ist die installierte Schulsozialberatung eine Schnittstelle zwischen Bildungseinrichtungen, Familien und Gesellschaft. Es ist ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für finanziell und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Sozialpädagogen arbeiten in enger Kooperation mit den Bildungseinrichtungen, dem Jugendhaus Stellwerk und verschiedenen Vereinen. Ein Teil ihrer Arbeitszeit widmen sie sich der Beratung und Hilfestellung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes. Es ist eine Hilfemaßnahme, die das Land NRW bereitstellt, und eine individuelle Förderung für die Teilnahme an Bildungs-, Freizeit- und Kulturangeboten öffnet. Den anderen Teil der Zeit nutzen sie mit dem Ziel, die Integration sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher durch außerschulische Freizeit- und Kulturangebote zu fördern. Dabei spielt das Jugendhaus Stellwerk eine zentrale Rolle. Die Erreichbarkeit von der Schule zum Angebotsort soll durch einen Beförderungsdienst sichergestellt werden. Ausnahme bildet die Kardinal-von-Galen-Schule in Lette. Dort wird es das AG-Angebot lokal geben. Persönliche Interessen und Begabungen zu filtern und durch die Kooperation mit Vereinen und Verbänden zu stärken, sind weitere Ziele ihres Wirkens.

In der Vergangenheit leisteten Drittanbieter die Beratung für das Bildungs- und Teilhabepaket. Die Förderung dieser Maßnahme endete 2013. Mit der jetzigen Variante, bei der die Schulsozialberatung an den Fachbereich der Stadt angedockt ist, können die drei Mitarbeiter bis 2017 an der Schnittstelle zwischen den verschiedenen Institutionen handeln. Dann hofft Benting auf eine Weiterfinanzierung der Maßnahme.

Die Schulsozialberater

Schulsozialberatung an den Grundschulen

Andrea Wiesner (23 Jahre) kümmert sich um die Grundschulen Laurentius, Ludgeri, Maria-Frieden, Kardinal-von-Galen in Lette und Martin-Luther.

Schulsozialberatung in Realschulen

Niklas Dapper (26 Jahre) ist der Schul-sozialberater in der Theodor-Heuss- und Freiherr-vom-Stein-Realschule

Schulberatung in Gymnasien und Grundschulen

Sebastian Wilde (29 Jahre) ist in den beiden städtischen Gymnasien Heriburg und Nepomucenum sowie in der Lambertigrund-schule Vorort.

„Klug sein allein genügt nicht“

Ursula Günster-Schöning über den Bildungserfolg durch emotionale Intelligenz   Coesfeld (PM). Die Vortragsreihe, mit der die Integrative Montessori-Schule ihr fünfjähriges Bestehen begeht, wurde am 21. November 2013 durch Ursula Günster-Schöning fortgesetzt. Die erfahrene Pädagogin und Dozentin sprach an der Seminarstraße zum Thema „Klug sein allein genügt nicht“ – und belegte damit, dass nicht nur der…