Schlagwort: Wohnen

Wenig bezahlbarer Wohnraum

Ein Meinungsbild über Angebot und Nachfrage von Wohnraum in Coesfeld Coesfeld, 09.03.16 (hlm). Über drei Monate braucht es im Schnitt, bis ein Interessent einen passenden Wohnraum in Coesfeld gefunden hat. Das ergab eine Umfrage in einer Coesfelder Gruppe eines sozialen Netzwerks, an der sich 75 Nutzer beteiligt haben. Eine Neu- oder Wiedervermietung gelingt in 80 Prozent der Fälle…

Vom Abrissbagger erstmal verschont

Stadt mietet Caritas-Haus für Flüchtlinge

Die Abrissgenehmigung liegt schon vor. Jetzt ist Baustopp. Die Stadt nutzt das Haus für die kommenden drei Jahre zur Unterbringung von Flüchtlingen. (Foto hlm)

Die Abrissgenehmigung liegt schon vor. Jetzt ist Baustopp. Für Flüchtlinge mietet die Stadt das Haus für die kommenden drei Jahre. (Foto hlm)

Coesfeld, 25.02.16 (hlm). Bis zu 60 Flüchtlinge sollen in sechs bis acht Wochen einen Platz zum Wohnen in dem ehemaligen Haus der Caritas an der Wiesenstraße 18 finden. In einem schlechten Zustand befindet sich das alte Gebäude nicht. Dennoch wollte die Caritas den Abrissbagger anrücken lassen, um neuen Wohnraum für psychisch zu betreuende Menschen zu schaffen. Doch jetzt ist Stopp. Die Wohlfahrtsorganisation hat von dem Bauvorhaben bis 2019 Abstand genommen und das Gebäude der Stadt angeboten. Die braucht händeringend Wohnraum für zugewiesene Flüchtlinge. Im Moment suchen 450 Menschen in Coesfeld Asyl. Durch die Schließung der Notunterkunft am Schulzentrum werden bis zum Sommer 2016 zusätzlich 350 Menschen eine Bleibe finden müssen. Auf 27 Immobilien kann die Stadt zurückgreifen. Es sind teilweise eigene Immobilien, werden gerade als provisorische Unterbringung errichtet oder sind angemietet. Reichen wird das nicht. Dr. Thomas Robers, Dezernent der Stadt Coesfeld, schätzt vorsichtig bis Ende dieses Jahres mit bis zu 1100 Flüchtlinge. Mieten sei für die Stadt eine attraktive Lösung. Sie kann flexibel auf den Flüchtlingsstrom reagieren. Zum ortsüblichen Mietsatz nutzt die Verwaltung das Haus der Caritas für die kommenden drei Jahre. Dann wird der Eigentümer das Bauvorhaben wieder aufnehmen. Bis dahin hofft die Stadt auf eine entspanntere Lage.

In den nächsten Tagen werden die Handwerker mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten am Vorder- und Hinterhaus beginnen. Der Keller soll mit sanitären Anlagen, getrennt nach Geschlecht, ausgestattet werden. In den Etagen sollen Wohneinheiten mit einer Gemeinschaftsküche zur Selbstversorgung, Toiletten und Mehrbettzimmer entstehen. Bevor die ersten Flüchtlinge Mitte bis Ende April in das Haus einziehen, will die Stadt die Nachbarn zu einer Informationsveranstaltung ins Haus einladen.