Wohnraum für Flüchtlinge wird knapp

Stadt Coesfeld bittet Bevölkerung um Unterstützung

Wohnblock
Coesfeld, 21.12.15 (PM). Die Stadt Coesfeld sucht dringend Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen. Die Zahl der von der Stadt zu versorgenden Menschen ist in den letzten Wochen sprunghaft gestiegen und die Reserven in den städtischen Unterkünften werden knapp. Die Stadt hat bereits mehrere kleinere und auch größere Objekte angemietet oder gekauft. „In den nächsten Monaten werden zudem noch weitere Immobilien hinzukommen“, teilt der Sozialdezernent Dr. Thomas Robers mit. „Bis diese jedoch bezugsfertig sind, wird es aber noch etwas dauern.“ Zudem ist die Prognose über die Zahl der unterzubringenden Menschen und Familien schwierig. Daher sei auch nicht klar, ob die Kapazitäten im kommenden Jahr ausreichten.

„Vor allem für die nächsten 6 – 12 Monate brauchen wir Wohnraum“, stellt Fachbereichsleiter Bernd Kasischke fest. Am besten wäre sofort verfügbarer Raum. „Vielleicht gibt es ja Räumlichkeiten, die zurzeit leer stehen, etwa weil man sie für eine Renovierung vorgesehen hat oder eine Anschlussnutzung noch auf sich warten lässt“, so Herr Kasischke. Dankbar wäre die Stadt auch für die Bereitschaft, Flüchtlinge in Einlieger-, Zweit- oder Ferienwohnungen für einen gewissen Zeitraum unterbringen zu können. Die Stadt würde die Räume anmieten und als Ansprechpartner in allen Fragen zur Verfügung stehen. Für die Aufnahme und zukünftige Integration der Menschen sei es wichtig, Wohnungen möglichst in Wohngebieten nutzen zu können, auch wenn die Räume nicht immer die ideale Raumgröße und Ausstattung hätten.

Die Stadt vergleicht das mit der Situation, die erforderlich würde, wenn der Bedarf nicht anders gedeckt werden kann. Dann müsse man auch an Unterbringungsmöglichkeiten in behelfsmäßigen Einheiten denken, wie Blockhäuser oder Wohncontainer an nicht integrierten Standorten. Diese Lösungen sind oft teuer und wegen der Größe und Anordnung ungünstig. „Das wollen wir den Menschen, die zu uns kommen, möglichst ersparen“, betont Herr Dr. Robers. Integration findet am besten dezentral vor Ort statt. „Dazu brauchen wir aber die Unterstützung der Coesfelder Bevölkerung.“

Auch der Kauf von Wohnungen und Häusern oder sogar umnutzbaren Gewerbeimmobilien sei denkbar. Die Stadt wird alle Informationen und Angebote prüfen und auf die Anbieter zugehen. Wichtig sei, dass die Information im Rathaus ankommt. Daher ist die Verwaltung dankbar für Hinweise, konkrete Angebote und die Bereitschaft, an der Lösung des Unterbringungsproblems zu helfen. Ansprechpartner sind in der Verwaltung: Herr Rier (Tel. 939-1163), Frau Völker (939-1162) und Herr Kasischke (939-2107).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.