Das Weihnachtshaus, Teil 15

Es ist ein Ros entsprungen

Im 15. Fenster des Weihnachtshauses wird es mittelalterlich: das historische Weihnachtslied interpretiert Johanna Hansen (16 Jahre).

Im 15. Fenster des Weihnachtshauses wird es mittelalterlich: das historische Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ interpretiert Johanna Hansen (16 Jahre).

Belege des historischen Weihnachtsliedes reichen bis in  das 16. Jahrhundert zurück. Mehrfach wurde der Text umgeänderte. Selbst die Nationalsozialisten missbrauchten eine umgedichtete Fassung für ihre politischen Zwecke.

Hier die katholische (1. Strophe) Fassung, ergänzt um die populäre protestantische, die Michael Praetorius 1609 veröffentlichte:

 

Text

Es ist ein Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein, das ich meine,
davon Jesaia sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie die reine Magd.
Aus Gottes ewgem Rat
hat sie ein Kind geboren
wohl zu der halben Nacht.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß,
mit seinem hellen Scheine
vertreibt’s die Finsternis:
Wahr‘ Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.

Lob, Ehr sei Gott dem Vater,
dem Sohn und heilgen Geist!
Maria, Gottesmutter,
sei hoch gebenedeit!
Der in der Krippen lag,
der wendet Gottes Zoren,
wandelt die Nacht in Tag.

O Jesu, bis zum Scheiden
aus diesem Jamerthal
Laß dein Hilf uns geleiten
hin in der Engel Saal,
In deines Vaters Reich,
da wir dich ewig loben:
o Gott, uns das verleih!

 

Weblinks

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