„Man lernt fürs Leben!“ 

Michelle Dolhaine lebt und arbeitet für ein Jahr im Caritas-Wohnheim

Michelle Dolhaine bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Spaziergang mit Wohnheimbewohnern.

Michelle Dolhaine bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Spaziergang mit Wohnheimbewohnern.

Kreis Coesfeld, 29.03.16 (PM). „Nach dem Abitur wollte ich weg vom Lernen. Ich wollte wissen, wie das ist, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten und einen geregelten Arbeitstag zu haben“, sagt Michelle Dolhaine. Sie absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Caritas-Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Ascheberg. Ihr Einblick in die Soziale Arbeit ist besonders intensiv, denn sie lebt und arbeitet für dieses Jahr im Wohnheim.

Seit Herbst 2015 arbeitet Michelle in der Spätschicht des Caritas-Wohnheims. In den ersten Wochen heftete sich Michelle an die Versen der Wohnheimmitarbeiter, um den Arbeitsalltag kennenzulernen. „Mir wurde ganz viel gezeigt, so dass ich nach und nach immer mehr Aufgaben eigenständig erledigen konnte“, berichtet sie. Besonders beeindruckt Michelle, mit welcher Ruhe und Geduld die Mitarbeiter des Wohnheims ihre Arbeit machen. „Keiner der Mitarbeiter ist genervt, auch wenn die Arbeit im Wohnheim manchmal anstrengend ist“, stellt Dolhaine fest. Für sie selbst ist es das Spazierengehen mit ein bis zwei Bewohnern, das ihr am meisten Spaß macht.

„Supergut“ findet Michelle die Seminare, die sie im Rahmen ihres FSJs besucht. Dabei lernt sie FSJler aus anderen sozialen Berufen kennen und findet Gelegenheit zum Austausch. „In unserer Seminargruppe war ganz schnell eine enge Vertrautheit vorhanden. Das sind alles Leute, die in einer ähnlichen Situation sind, wie man selbst. Sie können daher viele stressige und lustige Situationen von der Arbeit gut nachvollziehen“, so Dolhaine.

Das FSJ ist für sie in doppelter Hinsicht lehrreich: Neben dem guten Einblick in einen Sozialen Beruf, lernt sie, ihren eigenen Haushalt zu führen. „Ein entscheidendes Auswahlkriterium bei der Suche einer FSJ-Stelle war, dass ich zu der Einsatzstelle hinziehen kann“, sagt sie.

Und wie geht es danach weiter? „Chemie und Religion auf Lehramt fände ich sehr interessant“, überlegt Dolhaine. Das FSJ bot ihr die Gelegenheit in einen anderen Bereich zu schnuppern, bevor sie sich endgültig festgelegt. Schon jetzt möchte sie diese Zeit nicht missen. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht – man lernt hier einfach viel fürs Leben und wird sensibilisiert für Menschen mit Behinderung. Man schaut mehr hin, wer Hilfe braucht“, bemerkt sie. Ob Michelle Dolhaine ihr FSJ weiterempfehlen kann? Ihre Antwort kommt schnell: „Auf jeden Fall! Es macht viel Spaß mit den Bewohnern zusammenzuarbeiten, sie haben so viel Lebensfreude und geben das an ihre Mitmenschen weiter.“

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