Ja zum Konzept – Wirrwarr um den Standort

Wohin mit dem neuen Kindergarten?

Neue Wege suchen.

Coesfeld, 27.10.15 (hlm). Es gleicht schon fast der Quadratur des Kreises. Alle Mitglieder des Ausschusses Jugend, Familie, Senioren und Soziales stehen in der Sitzung hinter dem Konzept des neuen integrativen Kindergartens, den Haus Hall errichten will, um den Bedarf an Kindergartenplätze in Coesfeld langfristig mit zu sichern. Uneins ist man sich über den Standort. Das eine Lager sieht es als realisierbar an: Eine zwei- oder mehrgeschossige Bauweise, mit Blick auf die alte Fröbelschule an der Grimpingstraße . Marita Gerdemann (Aktiv für Coesfeld) (Vertreterin des Sozialdienstes Katholischer Frauen) sieht darin auch die Standortsicherung des Gebäudes. Das andere Lage will den Kindergarten in einer barrierefreien eingeschossigen Bauweise und folgt den Vorstellungen des zukünftigen Trägers. Das läßt sich, nach Prüfung verschiedener Standortalternativen durch die Verwaltung, nur am Gerlever Weg umsetzen. Ludger Kämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) hat deutliche Einwände. Er wirft immer wieder die wasserrechtlichen Bedenken in die Diskussion. Schließlich liegt der anvisierte Standort in der Wasserschutzzone II. Eine, für die Trinkwassergewinnung für Coesfeld, sensible Fläche. Ganz alleine steht er mit seiner Auffassung nicht – Schulterschluss mit der SPD. Dr. Thomas Robers (Dezernent der Stadt Coesfeld) sieht es aus einer anderen Sichtweise. Schließlich müsse im Zuge des Genehmigungsverfahrens ohnehin ein wasserrechtliches Gutachten eingeholt werden. Das prüfen höhere fachliche Instanzen. Beratendes Ausschussmitglied Johannes Hammans schaut mit Sorgen auf den Kita-Bestand im Westen der Stadt. Er will auf jeden Fall den neuen Kindergarten im Osten der Stadt: „Da ist der Bedarf“, und er sieht auch ganz klar eine ebenerdige Bebauung. Die Standortfrage findet im öffentlichen Teil der Ausschusssitzung keine Klärung. Einstimmig einigen sich die Mitglieder darauf, hinter dem Konzept des Kindergartens zu stehen. Das Wo wird im nicht öffentlichen Teil der Sitzung ausführlicher beraten.

Egal ob die integrative Kinderbetreuung am Gerlever Weg oder an der Grimpingstraße entstehen wird. Klar ist, dass die Plätze in den nächsten Jahren nicht reichen werden. In der Planung steht schon der Bau eines weiteren Kindergartens. Möglicherweise mit dem Standort Hengte.

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