Jakobischule im Wettbewerb

Das finden die Denkmalschützer an dem Gebäude der Jakobischule unter anderem Erhaltenswert: Den linken ...

Das finden die Denkmalschützer Erhaltenswert: Den linken …

... und rechten Treppenaufgang (Fotos hlm)

… und rechten Treppenaufgang der Jakobischule (Fotos hlm)

Architekten sollen kreative Vorschläge bringen

Coesfeld, 23.01.16 (hlm). Mit einer überraschenden Meldung empfing Beigeordneter Thomas Backes die Mitglieder der Bau- und Schulausschüsse am Mittwoch (20.01.): Für die Denkmalpfleger des Landschaftsverbandes haben die Gebäude der Lambertischule und der Jakobischule Schutzwert und sollen erhalten bleiben – zumindest der Charakter des äußeren Erscheinungsbildes. „Das soll aber keine Einschränkung bei der Planung geben“, versichert Backes und glaubt Lösungen im Konsens zu finden. Geht alles glatt, könnte 2018 die Martin-Luther-Schule in die Franz-Darpe-Straße umziehen. Doch es ist noch eine Herausforderung für die Architekten. Wie kann eine moderne und intelligente Raumgestaltung für die Lernumgebung der Schulkinder aussehen? Alle Etagen sollen für jeden erreichbar sein – sprich barrierefrei. Keine so leichte Aufgabe bei zwei engen Treppenaufstiegen in dem Haus. Einstimmig bestimmen die beiden Ausschüsse, dass dazu ein Realisierungswettbewerb ausgerufen werden soll. Den Tipp von Hermann-Josef Peters (Pro Coesfeld) folgt der Rat und begrenzt die Anzahl der Endwürfe für die Endrunde des Wettbewerbes auf fünf. Die wertvollen Erfahrungen der Lehrerschaft und Ganztagsbetreuer sollen in die Entscheidungen mit einfließen. Ein weiteres Expertengremium soll die Entwürfe auf langfristige Kosten, die das Gebäude bei der Nutzung verursacht (Lebenszykluskosten), vergleichen. Für den Wettbewerb, die Expertise und Zusatzkosten kalkuliert die Verwaltung ein Budget von rund 75.000 Euro ein.

Das Aktiv für Coesfeld (AfC) und die SPD dem Vorhaben zustimmen, ist überraschend. Beide Parteien sprachen sich im letzten Jahr deutlich für Gemeinschaftsgrundschulen aus. In einem Begründungsschreiben wird angemerkt, dass weniger als 1/3 der Schüler an der Martin-Luther-Schule evangelisch sind. Damit sei die Grundlage für eine Bekenntnisschule entbehrt. „Ich bin der Überzeugung, dass ein gemeinschaftlicher Weg der Martin-Luther-Schule und der Lambertischule zu einer Gemeinschaftsgrundschule […] der richtigere und zukunftsträchtigere Weg ist“, heißt es wörtlich in einer schriftlichen Erklärung eines SPD-Lokalpolitikers. Und auch die AfC hat im Dezember letzten Jahres den Ausschuss Kultur, Schule und Sport aufgefordert die Grundschulen in Gemeinschaftsgrundschulen umzuwandeln und auf die Sanierung der Jakobischule zu verzichten.

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