Notfälle bei Kinder intensiv geübt

Zum fünften Mal trainierten Ärzten und Pflegepersonal

Jeder Handgriff muss bei einem Notfall sitzen.

Jeder Handgriff muss bei einem Notfall sitzen. Deshalb üben die Pflegekräfte und Ärzte in realitätsnahen Workshop, wie auf dem Foto zusehen, das Arbeiten unter Stress und Belastung.

Kreis Coesfeld, 29.03.16 (PM). Das kleine Baby hat große Schwierigkeiten mit der Atmung. Trotzdem reagieren Arzt und Pflegekraft ruhig und konzentriert und tatsächlich schaffen sie in kurzer Zeit, dass es dem Neugeborenen wieder besser geht. – Zum Glück war nicht wirklich ein Baby in Not – es war der Kindernotfallworkshop in den Christophorus-Kliniken!
Zum fünften Mal in Folge trainierten Ärzte, Pflegekräfte und Hebammen das richtige Verhalten im Notfall bei dem Workshop. Dazu nutzen sie moderne Übungspuppen in verschiedenen Größen – die von Babys, aber auch von Klein- und Schulkindern.

Die Übungsmodelle ändern je nach Therapie ihre Werte: „Greift der Arzt zur richtigen Maßnahme, reagiert die Puppe positiv. Macht er etwas falsch oder verspätet, werden die Werte schlechter, wie bei einem echten Patienten“, fasst Dr. Paul Draser-Schieb, Leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, zusammen. „So wird die Trainingssituation noch realistischer“, ergänzt Oberarzt Dr. Ulrich Kleideiter aus der hiesigen Kinder- und Jugendklinik.

Die beiden haben auch in diesem Jahr den Workshop maßgeblich organisiert. 25 Ärzte und Pflegekräfte nahmen an der zweittägigen Veranstaltung teil, die immer mehr überregionalen Charakter erhält: Acht Ärzte waren zu Gast, die in Krankenhäusern wie Rheine, Osnabrück, Münster und Lünen tätig sind. Sie alle wurden zunächst anhand von Kurzvorträgen in spezielle Situationen rund um den kindlichen Notfall eingestimmt. Zu jedem Themenblock passend wurden dann in verschiedenen Workshops die neuen Kenntnisse direkt angewendet. An den Stationen warteten unterschiedliche Trainingseinheiten: So wurden Neu- und Frühgeborene erstversorgt, die Herz- Lungen-Wiederbelebung geübt, Schwerstverletzte erstbehandelt, grundlegende Notfalltechniken geprobt, Gefäßzugänge gelegt und die Dosierung von Medikamenten geübt. Und das alles nicht theoretisch, sondern entweder an „echten“ Kindern – oftmals von Mitarbeitern – oder an den Trainingspuppen.
Dr. Martin Mühlmeyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin: „Mit dieser Methode können wir unsere Mitarbeiter möglichst realistisch auf Notfälle im Kindesalter vorbereiten, so dass auch in einer so emotional belastenden Situation die kleinen Patienten sicher und kompetent versorgt werden können!“

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