Occupy WallStreet – das globale Reinigungsteam?

Das Internet kennt nur wenige Grenzen. Informationen fließen frei und sind überall zugänglich. Jetzt nutzt eine neue Protestbewegung die Technik. Weltweit ruft die Occupy Wall Street zur Demonstration auf. Demonstrationen – diese Form der Meinungskundgebungen von Bürgerinnen und Bürger demokratischer Staaten – waren bis jetzt räumlich begrenzte Ereignisse, die bisweilen ein Echo in den überregionalen oder gar internationalen Medien hervorriefen. Mit ihrem weltweiten Aufruf hat die Protestbewegung zur Bereinigung der Wall Street nun neue Grenzen gesetzt. Erstmals rücken die Menschen weltweit zusammen und protestieren „rund um die Uhr“ gegen Ungerechtigkeit und Finanzkapitalismus. Mit Livestreams aus aller Welt und einem globalen Chat vernetzten sich die Teilnehmer über den gesamten Globus. In den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook wird eifrig gezwitschert. Auf Youtube reinigt ein Aktivist auf der Wall Street den großen Mist weg. Alle vereint der Unmut über die Finanzkrise mit ihren Auswüchsen. Während auf der einen Seite Milliarden an Geldmitteln in ein undurchschaubares System gepumpt werden, bis es vielleicht irgendwann platz, aber in der Zwischenzeit einige Wenige damit viel Geld verdienen, stehen auf der anderen Seite fast eine Milliarde Mensch und blicken hungrig in die Welt.

Chapeau auf diese Bewegung! Aber ein kleiner fader Beigeschmack bleibt. In Rom eskalierte die Kundgebung. Das ist nicht im Sinn der Organisatoren von Occupy WallStreet.

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