Ein Haus geht – ein neues kommt

WSG schafft günstige Mietwohungen

Neuer Wohnraum wird an der Eschstraße 14 geschaffen.

Der alte Bunker (l.) bleibt nach Abriss des Hauses (r.) dem Spielplatz Am Roten Baum erhalten. (Foto hlm)

Coesfeld, 14.04.16 (hlm). In der Entwurfphase steckt noch das neue Wohnhaus, dass die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Coesfeld e.G. (WSG) in der Eschstraße 14 errichten will. Zehn bis zwölf öffentlich geförderte Wohnungen sollen bis Mitte 2017 bezugsfertig sein. Zunächst bedarf es des Abrisses des bestehenden Gebäudes aus dem Jahr 1959. Für die WSG war eine Gebäudesanierung unwirtschaftlich. Wie Geschäftsführerin der Wohnungsbaugenossenschaft, Rita Schwiddessen, auf Anfrage der Coesfelder Nachrichten mitteilt, soll bis Anfang September das Haus frei gezogen sein. Den jetzigen fünf Mietparteien wird Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt. Nach Fertigstellung des Hauses wird ihnen der Wiedereinzug angeboten.

Zwischen der Stadt Coesfeld und dem Grundstücksbesitzer gab es Gesprächsbedarf. Es ging um die Zukunft einer alten Bunkeranlage, die auf der Grundstückslinie steht. Sie bleibt dem angrenzenden Spielplatz Am Roten Baum erhalten.

Kontinuierlich sinkt seit 2012 das Angebot an öffentlich geförderten Wohnraum in der Stadt Coesfeld (Grafik hlm).

Kontinuierlich sinkt seit 2012 das Angebot an öffentlich geförderten Wohnraum in der Stadt Coesfeld (Grafik hlm).

In den letzten Jahren sank der Bestand an öffentlich geförderten Wohnraum, der für einkommensschwache Familien bezahlbare Mieten stellt. Eine Begründung findet Schwiddessen in der Niedrigzinspolitik. Auf Fördermittel greifen private Investoren kaum zurück. Denn damit sind verschiedene Auflagen, wie festgeschriebener Mietpreis, ein hoher Verwaltungsaufwand und anfallende Verwaltungskosten, verknüpft. Eine weitere Ursache sieht die Geschäftsführerin in der Coesfelder Wohnkultur. Viele setzten auf Eigentum, so dass die Nachfrage an Mietwohnungen geringer ausfällt, als in anderen Städten.

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